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Anke Jäger vor der Beratungsstelle in Hamborn; Foto: Ev. Kirchenkreis Moers Anke Jäger vor der Beratungsstelle in Hamborn; Foto: Ev. Kirchenkreis Moers

Evangelische Beratungsstelle Duisburg /Moers legt Jahresbericht vor

Wie es den Menschen hier geht

„Frauen oder Männer in seelischer Not, Familien mit Erziehungsfragen, Pärchen oder Frauen im Schwangerschaftskonflikt – viele Menschen mit  ganz unterschiedlichen, aber immer dringenden Problemlagen suchten uns auch im Jahr 2017 wieder auf. Es war gut, dass sie unsere Arbeit in Anspruch nehmen konnten“, erklärt Anke Jäger, Leiterin der Ev. Beratungsstelle Duisburg / Moers.

„Insgesamt hatten wir 763 neue Anmeldungen und das heißt, deutlich mehr Beratungen und Menschen, die sich haben beraten lassen. Daher gilt mein Dank allen, die dazu beigetragen haben, dieses Angebot möglich zu machen.“ Das sind z. B. die Ev. Kirchenkreise Duisburg und Moers, die die Beratungsstelle tragen. Außerdem Kooperationspartner vor Ort, beim Land, bei der Stadt Duisburg, dem Kreis Wesel und dem Kirchenkreis Kleve, der ebenfalls die Beratungsarbeit unterstützt. Und schließlich  den Ev. Kirchengemeinden „und allen, die uns - als Ratsuchende oder als sonstige Privatpersonen - mit einer Kollekte bzw. Spende geholfen haben, dass wir unsere Arbeit so fortführen können.“

Im Bereich der Ehe/Partnerschafts- und Lebensberatung liegt der Schwerpunkt eigentlich auf Erziehungs- und Familienberatung. Aber auch Frauen und Männer, die nicht für minderjährige Kinder zu sorgen haben, leiden vermehrt unter hohen psychischen Belastungen. Leistungs- und Konkurrenzdruck im Erwerbsleben, Arbeitsplatzunsicherheit angesichts zunehmender Globalisierung, zugespitzte Familien- und Partnerschaftsprobleme, die Pflege von Angehörigen, eine eigene schwere Erkrankung, der Tod eines nahen Angehörigen und andere individuelle Lebens- und Sinnkrisen führen dazu, dass Menschen verstärkt psychologische Beratung suchen. „Auch 2017 wurden immer wieder Psychotherapie Suchende von Ärzten und niedergelassenen Psychotherapeuten an die Beratungsstellen weiter verwiesen oder wandten sich aus eigener Initiative an unsere Beratungsstelle. Wir haben immer wieder versucht, zumindest psychologische Beratungsgespräche zur Überbrückung der Wartezeit auf eine Psychotherapie zu ermöglichen, aber auch das war nicht in jedem Fall machbar. Deshalb können wir nicht aufhören, auf die weiter bestehende Mangelsituation in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung in der Region hinzuweisen“, berichtet die Leiterin der Ev. Beratungsstelle.

Ungebrochen hoch war auch die Nachfrage von Geflüchteten nach Beratungsunterstützung. Im Bereich der Schwangerenberatung gab es sogar einen Anstieg. „Die oft in schwierigen finanziellen und sozialen Verhältnissen lebenden Menschen benötigten neben den ganz praktischen Hilfen auch psychische Stabilisierung. Da Kulturvermittler und Übersetzer bei diesen Gesprächen notwendig sind, ist diese Aufgabe sehr aufwändig.“
141 Frauen nahmen im Jahr 2017 in den Moerser und Duisburger Beratungsstellen die Schwangerschaftskonfliktberatung in Anspruch. Im Jahr zuvor waren es 164 Frauen. „Die Entscheidung für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch machen sich die Frauen nach unserer Erfahrung nicht leicht. Meist haben sie sich schon im familiären Umfeld beraten, nutzen aber das ergebnisoffene Gespräch sowie die Informationen und aufgezeigten Hilfsmöglichkeiten, um ihre Gründe für einen Abbruch noch einmal zu reflektieren“, sagt Jäger. Um eine ungeplante Schwangerschaft zu verhindern, sei eine präventive Aufklärung unverzichtbar. Ungeplante Schwangerschaften entstehen auch aus Mangel an Geld für verlässliche Verhütung. „Hilfreich wäre hier eine niedrigschwellige finanzielle Unterstützung etwa durch kommunale Verhütungsmittelfonds oder aber die Wiederaufnahme der Leistung für Verhütungsmittel in die gesetzliche Krankenkassenleistung“, schlägt die 55-Jährige vor.

Ebenfalls stark nachgefragt war die Schwangerschaftsberatung. Darüber hinaus gab es erstmals für junge Mütter bzw. Eltern eine entwicklungspsychologische Beratung. Hier lernen Mütter, die Signale ihrer Babys richtig einschätzen und angemessen zu reagieren. Sie erkennen so auch frühzeitig Fähigkeiten und Stärken ihrer Kleinen. Und schließlich hilft die Beratung den Müttern und Vätern, sich gut in ihre neue Rolle hineinzufinden. „Es wäre wünschenswert, dass Eltern dieses Angebot auch schon nutzen, bevor Krisen entstanden sind. Denn Entwicklungspsychologische Beratung hat auch einen stark präventiven Charakter“, so Jäger. Daneben gibt es von der Ev. Beratungsstelle Duisburg / Moers weitere Angebote für Eltern.

Seit dem Jahr 2013 finanziert die Stadt Duisburg das Beratungsangebot „Diagnostik und Hilfe bei Vermutung von sexuellem Missbrauch“. „Schwerpunkt der Arbeit im Jahr 2017", berichtet Anke Jäger,  „war wieder die Einzelfallarbeit. Innerhalb dieser arbeitete die Fachkraft beratend mit Angehörigen und anderen Fachkräften verschiedener Einrichtungen. Mit Kindern und Jugendlichen klärte sie, was geschehen war und unterstützte und stabilisierte sie. Zudem haben wir Schulungen für pädagogische Fachkräfte ausgearbeitet und angeboten, die dazu beitragen sollen, Missbrauch frühzeitig zu erkennen.“

Weiterhin gut funktioniert auch die Zusammenarbeit mit den Ev. Familienzentren, in denen die Beratungsstellen niederschwellige Beratungsangebote anbietet, ohne dass eine Wartezeit besteht. Das ermöglicht Eltern, sich schon frühzeitig Hilfe bei Fragen zur Erziehung und Familiengestaltung zu holen. „Wenn in einem Gespräch deutlich wird, dass noch weiterer Beratungsbedarf besteht, können die Beteiligten Termine ausmachen. Diese gemischt dezentrale-zentrale Organisation der Beratungen hat sich in den letzten Jahren als sehr pragmatisch und hilfreich bewährt.“

Auch weitere Zusammenarbeiten führten zu guten Ergebnissen. In der Beratungsstelle Moers etwa wurde in Kooperation mit dem Neuen Evangelischen Forum des Ev. Kirchenkreises Moers für Sprachdozenten in der Flüchtlingsarbeit eine Supervisionsgruppe angeboten. „Wer Flüchtlinge sprachlich unterrichtet, ist nicht nur mit den direkten traumatischen Erfahrungen konfrontiert, sondern auch mit deren Auswirkungen auf Konzentrationsfähigkeit, Lernmotivation etc. In den Gruppen können wir dazu beitragen, dass die Lehrenden nicht vom Leid überfordert oder von möglicherweise schwachen Lernerfolgen frustriert werden“, erklärt die stellvertretende Leiterin, Claudia Geese, den Gedanken hinter diesem Angebot, das sie auch selbst durchführt.
Die Arbeit der Ev. Beratungsstelle wird jährlich in einem Bericht für die Träger und Unterstützer zusammengefasst. „Aber wir bieten den Bericht auch allen anderen Interessierten zum Download an. Denn er zeigt sehr komprimiert, wie es den Menschen hier geht und was an Unterstützungen erforderlich ist. Ich hoffe, er wird oft gelesen, denn Hilfe tut not“, sagt Anke Jäger.

Alle Zahlen und viele zusätzliche Informationen auch über weitere Tätigkeiten und Kooperationen der Ev. Beratungsstelle Duisburg /Moers finden sich im Jahresbericht für das Jahr 2017. Der ist kostenfrei downzuloaden unter www.ev-beratung.de. Weitere Informationen zur Beratungsstelle gibt es im Internet unter www.ev-beratung.de und telefonisch unter 0203 990690 in Duisburg und 02841 9982600 in Moers.

Bild und Text: Evangelischer Kirchenkreis Moers

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17.07.2018



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