Gottesdienste

Im Kalender finden Sie die Termine für Gottesdienste in den Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg. Ebenso finden Sie aber auch die Gottesdienste in Krankenhäusern und Einrichtungen.

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Veranstaltungen

Konzerte, Musik, besondere Gottesdienste, Kulturveranstaltungen etc.

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Kircheneintritt

Wir laden Sie ein, neue Erfahrungen mit Gemeinde, Glaube und Gott zu suchen. Wir laden Sie herzlich ein, Mitglied in der Evangelischen Kirche zu werden.

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Diakonie in Duisburg

Die Diakonie der evangelischen Kirche in Duisburg bietet Rat, Hilfe und Unterstützung in allen Lebenslagen und ist in sämtlichen Bereichen der sozialen Arbeit tätig.

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Losung für den 22.07.2017

Wir wurden alle wie die Unreinen, und alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. Jesaja 64,5

Der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des Herrn Wort, wie er zu ihm gesagt hatte: Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich. Lukas 22,61-62

Umfrage zum Kirchenaustritt

Sie sind aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Wir bedauern Ihren Schritt, aber wir respektieren ihn auch. Uns interessiert, was Sie zum Austritt bewogen hat.

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Service

Eberhard Spiecker (rechts) 1999 beim Brüdermahl in Hamborn mit Kardinal Joseph Ratzinger, der damalige Ratsvorsitzenden der EKD, Präses Manfred Kock (links), und der Essener Bischof Dr. Hubert Luthe (2.v.r.). Ev. Kirchenkreis Duisburg, Archiv Eberhard Spiecker (rechts) 1999 beim Brüdermahl in Hamborn mit Kardinal Joseph Ratzinger, der damalige Ratsvorsitzenden der EKD, Präses Manfred Kock (links), und der Essener Bischof Dr. Hubert Luthe (2.v.r.). Ev. Kirchenkreis Duisburg, Archiv

Evangelische Kirche trauert um Eberhard Spiecker

Engagierter Brückenbauer

Der Hamborner Rechtsanwalt und Notar Eberhard Spiecker ist am letzten Wochenende im Alter von 85 Jahren verstorben. Sein Einsatz im Auftrag in- und ausländischer christlicher Kirchen weist weit über Duisburg hinaus. Was zunächst auf innerkirchliche Kontakte ausgerichtet war, entwickelte sich, wie das Beispiel Nordirland zeigt, auch zu Initiativen für den Frieden im politischen Raum.

In Duisburg Hamborn 1931 geboren und aufgewachsen, in der dortigen Kirchengemeinde durch Kindergottesdienst, Konfirmation und Jugendarbeit heimisch geworden, trat Eberhard Spiecker 1968 im Presbyterium die Nachfolge der Mutter an und blieb der Gemeinde und dem Stadtteil treu, obwohl ihn vor allem sein Engagement in der Ökumene weit über die Stadt- und Gemeindegrenzen hinausführte.

Eberhard Spiecker übernahm ehrenamtlich zahlreiche Leitungsaufgaben in den Gremien von Kirche und Diakonie. So gehörte er dem Kreissynodalvorstand Duisburg-Nord über 30 Jahre lang an, war Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland. 2004 wurde er zudem mit dem Kronenkreuz in Gold der Evangelischen Diakonie in Deutschland für seine langjährige diakonische Arbeit ausgezeichnet. Eberhard Spiecker arbeitete außerdem ab 1972 in der neu entstandenen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Nordrhein Westfalen mit und wurde 2001 deren Vorsitzender, von 1993 bis 2006 hatte er auch den Vorsitz der ACK Duisburg. 2006 schied Spiecker wegen der von der Kirchenordnung gesetzten Altersgrenze von 75 Jahren aus den Ämtern in Gemeinde, Kirchenkreis, Landeskirche und Evangelischer Kirche in Deutschland aus.
 

1994: Eberhard Spiecker wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, überreicht vom damaligen OB Josef Krings (links), es gratulierte u.a. der irische Lord Abt Kevin Smith (rechts). Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg, Archiv Bild-Lupe1994: Eberhard Spiecker wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, überreicht vom damaligen OB Josef Krings (links), es gratulierte u.a. der irische Lord Abt Kevin Smith (rechts). Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg, Archiv

Ein „Herzensanliegen“ war dem Juristen das ökumenische Gespräch zwischen Katholiken und Protestanten. Er gründete bereits 1961 den „Ökumenischen Gesprächskreis Hamborn“ und übernahm dessen Leitung. Überzeugt davon, dass die „konfessionelle Lähmung“ aufgebrochen werden müsse, weil sie „die Ausbreitung des Christuszeugnisses“ hindere, knüpfte er Kontakte zwischen Theologen und Nichttheologen und konnte in Anlehnung an kirchliche Tradition 1963 zu einem ersten Brüdermahl mit dem Essener Bischof Dr. Franz Hengsbach einladen. Der Hamborner Ökumenische Gesprächskreis wurde dann regelmäßig zur Basis für Treffen in- und ausländischer Repräsentanten verschiedener Kirchen, zählte aber auch Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik wie 1999 Kardinal Joseph Ratzinger, damals Präfekt der römischen Glaubenskongregation, zu seinen Gästen. Aus den Kontakten erwuchsen für Spiecker, der wegen seines Verhandlungsgeschicks und seines unermüdlichen Engagements für ein friedliches Miteinander getrennter Kirchen und verfeindeter Bevölkerungsgruppen geschätzt wurde, zahllose weitere Aufgaben. Sein besonderes Engagement für eine friedliche Zukunft in Nordirland zog sich wie ein roter Faden durch die ökumenischen Aktivitäten Spieckers. Spieckers behutsame, geschickte Verhandlungsführung und seine absolute Diskretion machten ihn zum gefragten Unterhändler. Wegen seiner Verdienste um das Gemeinwohl wurde Eberhard Spiecker 1994 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Die Trauerfeier in der Friedenskirche Hamborn mit anschließender Beisetzung am benachbarten Friedhof erfolgt am Dienstag, 23. Mai 2017 um 11.30 Uhr. Dem Wunsch der Angehörigen folgend, rufen wir zu Spenden für das im Friedensprozess engagierte Institut „Irish School of Ecumenics” auf: Überweisungen mit dem Stichwort „Beisetzung Eberhard Spiecker“ gehen an das Konto der Bank für Kirche und Diakonie - IBAN DE46 3506 0190 1010 1010 14.

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15.05.2017



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