400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode
Manuskript der Kanzelrede von Dr. Charlotte Knobloch, ehem. Präsidentin des Zentralrats der Juden, hier als PDF-Download
Charlotte Knobloch über jüdisches Leben in Deutschland
Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Dr. Charlotte Knobloch; Bild: Sabine Merkelt-Rahm
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
13. Dezember 2010
Kanzelrede in Duisburg
Charlotte Knobloch über jüdisches Leben in Deutschland
Die Salvatorgemeinde begrüßte die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern Charlotte Knobloch zur letzten Kanzelrede in diesem Jahr mit dem hebräischen Friedenslied „Schalom chaverim“. Knoblochs Thema war das jüdische Leben in Deutschland heute: „Wie frei sind wir wirklich?“
Die scheidende Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland leitete damit ein, dass die diesjährige Verleihung des Friedensnobelpreises viel über den Mut und die Freiheit in der Welt aussage. Nach Carl von Ossietzky, der 1935 von den Nazis an der Entgegennahme des Preises gehindert wurde, sei die Preisverleihung für Liu Xiaobo wieder eine Zeremonie der leeren Stühle gewesen. Fast ein Drittel der geladenen Botschaftsvertreter habe auf Druck Chinas die Teilnahme an der Verleihung abgesagt. Dieses Verhalten sei von der Bundesregierung zu Recht als Schande gerügt worden, so Knobloch.
Das jüdische Leben in Deutschland nach 1945 begann für die Überlebenden mit der schweren Entscheidung, zu bleiben und dem Land der Mörder eine zweite Chance zu geben. Knobloch selbst tat sich lange schwer mit dem Wunsch ihres Vaters, dauerhaft in Deutschland zu leben. Erst seit der Grundsteinlegung für das jüdische Zentrum in ihrer Heimatstadt München im Jahr 2003 könne sie die Überzeugung vertreten: „Deutschland ist wieder eine Heimat für uns Juden. Es war richtig, in dieses Land, seine Politik und seine Menschen zu vertrauen.“
Sie widersprach der Ansicht von Ignatz Bubis aus seinem letzten Interview, dass Juden und Nichtjuden einander fremd geblieben seien, räumte aber ein, dass es im Verhältnis zueinander keine Normalität gebe. „Ich wünsche mir gar keine Normalität“, so Knobloch, „denn die wäre eben nicht normal, aber wir sollten so frei sein, uns als Menschen zu begegnen.“ Bei einem jüdischen Bevölkerungsanteil von 0,2 Prozent würde auch heute noch manch einer irritiert reagieren, der zum ersten Mal einem lebendigen Juden gegenüber stehe. „Wir brauchen Verständnis für die Friedhöfe, auf denen wir zur Welt gekommen sind“, sagte Knobloch abschließend und wünschte der Salvatorgemeinde ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr.
Text: Sabine Merkelt-Rahm
Weitere Informationen:
Mit dem Vortrag von Dr. Charlotte Knobloch endet das Jubiläumsjahr „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“; das Konzept der Kanzelrede findet in der Duisburger Salvatorkirche seine Fortsetzung: Den Auftakt im nächsten Jahr macht am 20. März der gebürtige Duisburger Prof. Dr. Rauf Ceylan. Der islamische Religionspädagoge von der Universität Osnabrück spricht zum Thema „Der Wert der Religionen heute“. Weitere sind in Planung. Angefragt wurde auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feierte die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen zu denen fast 30.000 Besucherinnen und Besucher kamen. Ein Höhepunkt war im September 2010 die Festwoche, in die eine Sondersynode eingebettet war. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichneten sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter http://www.wir-sind-so-frei.de/
Kontakt:
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Rolf Schotsch
Am Burgacker 14 – 16
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13.12.2010,
Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm
Kanzelrede - Dr. Charlotte Knobloch
Manuskript - Kanzelrede - Dr. Charlotte Knobloch - 12.12.2010 - Salvatorkirche
Jüdisches Leben in Deutschland heute
Ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden hält Kanzelrede in der Salvatorkirche
Dr. Charlotte Knobloch, ehem. Präsidentin des Zentralrats der Juden
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
3. Dezember 2010
Jüdisches Leben in Deutschland heute
Ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden hält Kanzelrede in der Salvatorkirche
„Wir sind so frei, wie frei sind wir wirklich? Jüdisches Leben in Deutschland heute“ ist das Thema der Rede, die Dr. Charlotte Knobloch von der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche am 12. Dezember um 17 Uhr halten wird.
Ihre Kernthese: „Freiheit ist ein Urquell jüdischen Daseins und des Denkens. Die wiederholte Erfahrung von Befreiung – aus der Sklaverei Ägyptens, dem babylonischen Exil, etc. – hatte eine erhebliche religiöse sowie identitätsbildende Wirkung. Freiheit wird dabei einerseits als G’’ttesgeschenk betrachtet, was die absolute Souveränität des g’’ttlichen Willens betont. Andererseits ist die Willensfreiheit des Menschen unbestritten und Prämisse seiner Verantwortlichkeit gegenüber der Schöpfung. Speziell in Deutschland, wo die Befreiung eine verhältnismäßig frische Erfahrung ist, leben wir in einem wunderbaren Spannungsfeld zwischen sehr weitgehender Freiheit qua Grundgesetz und geopolitischer Positionierung und größter Verantwortung gegenüber den unter schrecklichen Opfern erlangten Errungenschaften der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.“
Der Vortrag der ehemaligen Präsidentin des Zentralrats der Juden bildet den Abschluss einer Reihe von sieben Kanzelreden, in denen prominente theologischen „Laien“ von der Kanzel der Duisburger Citykirche Stellung zum Motto "wir sind so frei" nahmen. Mit dem selbstbewussten Motto warb die rheinische Kirche für das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“. Die Veranstaltungsreihe „Kanzelreden“ erhielt das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010 und nahm den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. Bisher sprachen der Duisburger Oberbürgermeister, Dr. Jürgen Schmude, Dr. Fritz Pleitgen, die Duisburger Unternehmerin Gabriela Grillo, der Fernsehjournalist Ruprecht Eser und ThyssenKrupp-Vorstandsvorsitzender Ekkehard Schulz von der Duisburger Kanzel über Gott und die Welt.
Mit dem Vortrag von Dr. Charlotte Knobloch endet das Jubiläumsjahr „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“, das Konzept der Kanzelrede findet in Salvator seine Fortsetzung: Den Auftakt im nächsten Jahr macht am 20. März der gebürtige Duisburger Prof. Dr. Rauf Ceylan. Der islamische Religionspädagoge von der Universität Osnabrück spricht zum Thema „Der Wert der Religionen heute“. Weitere sind in Planung. Angefragt wurde auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.
Weitere Informationen:
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feierte die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen zu denen fast 30.000 Besucherinnen und Besucher kamen. Ein Höhepunkt war im September 2010 die Festwoche, in die eine Sondersynode eingebettet war. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichneten sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
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03.12.2010,
RS
Huber sieht die Reformation als ökumenisches Ereignis
Gottesdienst in der Duisburger Salvatorkirche
Dr. Wolfgang Huber auf der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche - Bild Sabine Merkelt-Rahm
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
3. November 2010
Huber sieht die Reformation als ökumenisches Ereignis
„Duisburg kann noch Reformation feiern“, sagte Liturg Harald Bewersdorff zur Begrüßung der vielen Protestanten, die Sturm und Regen getrotzt hatten, um in der Salvatorkirche am Reformationsgottesdienst teilzunehmen.
Die Predigt hielt der ehemalige Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Alt-Bischof und Professor für Systematische Theologie Wolfgang Huber. Er bezeichnete die Reformation als ökumenisches Ereignis und begründete diese interessante Sicht auf Martin Luthers Thesenanschlag damit, dass der Wittenberger Reformator nicht im Sinn gehabt hätte, eine neue Kirche zu gründen. Vielmehr war sein Anliegen, das Verständnis des Glaubens aus den biblischen Quellen heraus zu erneuern. Von zentraler Bedeutung war für Luther dabei ein Satz aus dem Römerbrief: „So halten wir es nun, dass der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben“(Röm.3, 28).
Luthers Erkenntnis hatte weitreichende Konsequenzen. Das neue, protestantische Verständnis von der Gerechtigkeit aus Glauben ohne Unterschied bahnte den Weg zur synodalen Kirchenverfassung der ersten reformierten Generalsynode von 1610. Aus demselben Geist, der Theologen und Laien unterschiedslos in den Dienst der Verkündigung stellt, sei auch die Veranstaltungsreihe der Kanzelreden entstanden. Im Jubiläumsjahr der Generalsynode waren prominente, ungebundene Prediger eingeladen, auf der Salvatorkanzel ihr Verständnis des Glaubens darzulegen.
Alt-Bischof Huber forderte die Gemeinde auf, „… sich nicht behaglich im eigenen Stallgeruch einzurichten“. Für evangelische Christen läge der Kern jeder Integrationsdebatte da, wo Gott alle Menschen ohne Unterschied annehme. Es sei unwürdig, das politische Geschehen nur von der Couch der Zuschauerdemokratie aus zu verfolgen. Huber sagte: „Wir sind alle unseres Bruders Hüter“.
Mit Blick auf die Demonstrationen auf dem Burgplatz nach der Love-Parade fügte er hinzu: „Wir können die Verantwortung für das Leben nicht auf Einzelne abwälzen“.
Auf dem anschließenden Empfang sagte der Präses der rheinischen Landeskirche, Nikolaus Schneider erfreut: „Diese Stadt ist heute einkaufsfrei!“ Im Gegensatz zu Düsseldorf und Essen war der einunddreißigste Oktober in Duisburg kein verkaufsoffener Sonntag.
Text: Sabine Merkelt-Rahm
Weitere Informationen:
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen - im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in die eine Sondersynode eingebettet war. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
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03.11.2010,
Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm
Predigt - Dr. Wolfgang Huber
Manuskript - Predigt - Reformationsgottesdienst 31.10.2010 - Salvatorkirche
Befreit durch Glauben
Reformationsgottesdienst in Duisburg mit Wolfgang Huber
Bischof i.R. Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, Foto: EKiR.de-Foto Sergej Lepke
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Freitag, 22. Oktober 2010
Befreit durch Glauben
Reformationsgottesdienst in Duisburg mit Wolfgang Huber
Gott nimmt die Menschen an, auch wenn sie keine Verdienste aufweisen können, ist eine der Botschaften, die im Brief des Apostels Paulus an die Römer deutlich hervortritt. Sie steht im Mittelpunkt des Reformationsgottesdienstes in der Salvatorkirche. Die Predigt wird Prof. Dr. Wolfgang Huber, der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, im zentralen Gottesdienst zum Reformationstag des Kirchenkreises Duisburg am 31. Oktober halten.
Der evangelische Kirchenkreis stellt den Gottesdienst unter das Motto „Wir sind so frei … befreit durch Glauben“ und erinnert damit an den Tag, an dem der Reformator Martin Luther eine kirchliche Erneuerungsbewegung einleitete. Insbesondere wie Freiheit und Gerechtigkeit zusammen gehören, wird Prof. Huber in seiner Predigt entfalten. Zudem nimmt er damit auch Bezug auf das Motto des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“, das die evangelische Kirche im Rheinland in diesem Jahr in Duisburg feiert. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. Nach dem um 10 Uhr beginnen Gottesdienst sind alle Besucherinnen und Besucher zu einem Empfang in der Salvatorkirche eingeladen.
Weitere Informationen:
Wolfgang Huber, Professor für systematische Theologie, war von 1994 bis 2009 Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und von 2003 bis 2009 Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen - im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in die eine Sondersynode eingebettet war. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
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22.10.2010,
RS
ThyssenKrupp Chef trägt schwer an der Verantwortung
Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Dr. Ekkehard Schulz auf der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche - Bild Sabine Merkelt-Rahm
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
11. Oktober 2010
ThyssenKrupp Chef trägt schwer an der Verantwortung
Der Vorstandsvorsitzende der ThyssenKrupp AG, Dr. Ekkehard D. Schulz hielt am Sonntag die sechste Kanzelrede im Jubiläumsjahr der ersten reformierten Generalsynode in der Salvatorkirche. Schulz sprach über das Thema: „Wir sind so frei ... Verantwortung von Unternehmern“. Er wies darauf hin, dass Unternehmertum und Verantwortung nicht selten schmerzhaft miteinander verbunden seien.
Jeder Unternehmer müsse wirtschaftlich handeln, so Schulz, und darin sei er alles andere als frei. Er nahm die Salvatorgemeinde mit auf „einen Streifzug durch die seelischen Kümmernisse eines Vorstandsvorsitzenden“. Als Beispiel benutzte er die großen Stahlwerksschließungen an Rhein und Ruhr in den achtziger Jahren, bei denen er die Entscheidungen persönlich mit getroffen habe, die dazu führten, dass viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Er sei mit den Emotionen der Leute konfrontiert gewesen. Das sei ihm nicht leicht gefallen, er habe sich immer gefragt, ob er auch wirklich alle Möglichkeiten ausgelotet hatte. Jedoch sei der radikale Schnitt nötig gewesen, um das Unternehmen konkurrenzfähig zu halten.
Schulz zeigte sich zufrieden damit, dass es damals gelungen sei, die Arbeitsplätze sozialverträglich abzubauen. Es habe keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben. Die Lösung sei immer im Einklang mit den Betriebsräten erreicht worden. Schulz bezeichnete das Bemühen um Verständigung und Zusammenarbeit als Kern des christlichen Miteinanders. Er zitierte den Theologen Hans Küng: „Dass bei aller Härte der Auseinandersetzungen die Machthaber – Unternehmer und Gewerkschaftsführer – bereit sind, im Einzelfall auch einmal Macht, Gewinn, Einfluss zu verschenken. Und zum Rock auch noch den Mantel zu geben.“
Schulz bezeichnete sich als global orientierten Christen und sah im weltweit verschärften Wettbewerb Chancen und Risiken. Nur wirtschaftliches Wachstum könne die großen Nöte der Menschheit wie Armut, Hunger und Krankheiten lösen. Dabei sei der Glaube Grundlage für verantwortliches Handeln.
Salvatorpfarrer Peter Krogull dankte Ekkehard Schulz für seine persönliche, nachdenkliche und engagierte Rede und kündigte an, dass die Veranstaltungsreihe der Kanzelreden im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll. Die letzte Kanzelrede im Jubiläumsjahr hält am zwölften Dezember die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dr. Charlotte Knobloch. Ihr Thema wird sein: „Wir sind so frei … wie frei sind wir wirklich? Jüdisches Leben in Deutschland heute.“
Text: Sabine Merkelt-Rahm
Weitere Informationen:
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen - im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in die eine Sondersynode eingebettet war. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
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Rolf Schotsch
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11.10.2010,
Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm
Kanzelrede Dr. Ekkehard Schulz
Manuskript Kanzelrede 10.10.2010 -Dr. Ekkehard Schulz
Verantwortung von Unternehmern
ThyssenKrupp-Vorstandsvorsitzender Ekkehard Schulz hält Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Dr.-Ing. Ekkehard Schulz, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG, Foto: Copyright by ThyssenKrupp AG
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Verantwortung von Unternehmern
ThyssenKrupp-Vorstandsvorsitzender Ekkehard Schulz hält Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Dienstag, 5. Oktober 2010
„Wir sind so frei – Verantwortung von Unternehmern“ lautet das Thema der Kanzelrede, die Dr.-Ing. Ekkehard Schulz am 10. Oktober, 17.00 Uhr in der Duisburger Salvatorkirche hält. Der Vorsitzende des Vorstands der ThyssenKrupp AG nimmt als sechster prominenter Redner und theologischer „Laie“ von der Kanzel der Duisburger Citykirche Stellung zum selbstbewussten Motto "wir sind so frei", mit dem die rheinische Kirche für das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ wirbt.
Die Veranstaltungsreihe „Kanzelreden“ erhielt das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010 und nimmt den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. Bisher sprachen der Duisburger Oberbürgermeister, Dr. Jürgen Schmude, Dr. Fritz Pleitgen, die Duisburger Unternehmerin Gabriela Grillo und der Fernsehjournalist Ruprecht Eser von der Duisburger Kanzel über Gott und die Welt; eine weitere Prominente folgt noch: Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland spricht am 12. Dezember zum Thema „Wir sind so frei, wie frei sind wir wirklich? Jüdisches Leben in Deutschland heute.“
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen - im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in die eine Sondersynode eingebettet war. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter www.wir-sind-so-frei.de
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Rolf Schotsch
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Ev. Kirchenkreis Duisburg
Am Burgacker 14 - 16
47051 Duisburg
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05.10.2010,
RS
Diakonie und Weltverantwortung
Diakonieveranstaltung mit Präsident Kottnik abgesagt
24. September 2010
Die für den 29. September 2010 in Duisburg geplante Veranstaltung „Diakonie und Weltverantwortung“ wurde abgesagt. Grund hierfür ist die Erkrankung von Pfarrer Klaus-Dieter K. Kottnik. Der Vortrag des Präsidenten des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland sollte Hauptteil der Veranstaltung sein, die anlässlich des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ im Duisburger Christophoruswerk stattgefunden hätte.
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24.09.2010,
RS
Historische Führungen rund um die Duisburger Salvatorkirche
3. Oktober 2010 - 15.00 Uhr - Eintritt frei
Pressemitteilung – Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode
Historische Führungen rund um die Duisburger Salvatorkirche
Freitag, 24. September 2010
Noch drei Mal bis Jahresende bieten ehrenamtliche Kirchenführer an jedem ersten Sonntag im Monat einen besonderen Rundgang durch und um die Duisburger Salvatorkirche an. Am 3. Oktober treffen sich Interessierte zur nächsten kostenfreien Führung um 15.00 Uhr vor der Duisburger Citykirche neben dem Rathaus, die ohne Voranmeldung besucht werden kann.
Die historischen Führungen finden anlässlich des 400. Jubiläums der 1. Reformierten Generalsynode statt und erinnern an einen bedeutenden Aspekt rheinischer Kirchengeschichte, denn in der Duisburger Salvatorkirche wurde im Jahr 1610 evangelische Kirchengeschichte geschrieben: 28 Pfarrer und acht Laien aus den Gemeinden der damaligen Fürstentümer Jülich, Kleve und Berg kamen in Duisburgs Stadtkirche zu einer Generalsynode zusammen und legten dort den Grundstein für eine protestantische Kirchenordnung, die noch heute für die Evangelische Kirche im Rheinland prägend ist.
Freuen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf interessante Führungen, in denen neben der Reformationsgeschichte Duisburgs auch die Vorgeschichte der Salvatorkirche, ihr Baustil und ihre Kirchenfenster erläutert werden. Kirchenpädagogische Methoden und der Einsatz besonderer Medien machen die Führungen zu besonderen Erlebnissen. Der Eintritt zu allen Führungen ist frei, am Ende jeder Führung wird eine Spende erbeten. Größere Gruppen bis 30 Personen, wie Schulklassen oder Gemeindegruppen, können in Absprache mit Salvator-Pfarrer Peter Krogull einen besonderen Führungstermin vereinbaren. Weitere Informationen unter www.salvatorkirche.de oder direkt bei Pfarrer Peter Krogull (Tel.: 0203 / 20824).
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen - im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet war. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter http://www.wir-sind-so-frei.de/
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24.09.2010,
RS
Mercator am Kirchturm
Musikalische Lichtprojektion inszeniert Stadt- und Kirchengeschichte an der Duisburger Salvatorkirche
"Mercaturm" - Entwurf von Xavier de Richemont
Bekannte Gesichter der Stadtgeschichte, wie Gerhard Mercator, alte Gemälde und Stiche, gegenständliche Bilder - verfremdet und übereinander gelagert - zeichnen sich am nächsten Wochenende in den Abendstunden am Turm der Salvatorkirche ab: Xavier de Richemont führt am 24., 25. und 26. September von 20.30 bis 24.00 Uhr an der Hauptfassade der Citykirche neben dem Rathaus eine filmische Videoprojektion zum 400-jährigen Jubiläum der ersten reformierten Generalsynode vor.
Grundlage für die aufwändige Lichtprojektion sind historische, visuelle und musikalische Artefakte. Die Projektion thematisiert die besondere Bedeutung der Geschichte der Salvatorkirche und der Stadt. Das Schlussbild, so viel darf Dr. Söke Dinkla, die Kuratorin und Leiterin des Kulturhauptstadtbüros Duisburg RUHR.2010, vorab schon verraten, wird ein Bild der Hoffnung sein. Die Vorführungen werden mehrmals am Abend wiederholt; der Eintritt ist frei. Die Lichtprojektion von Xavier de Richemont ist Teil des Kulturhauptstadtprojekts „Ruhrlights: Twilight Zone.“
Xavier de Richemont wurde 1959 in Algerien geboren. Er lebt und arbeitet in Paris und Chartres. Jährlich findet unter seiner szenografischen Regie ein Lichtfestival in Chartres statt, das alle bedeutenden Gebäude der Stadt inszeniert. Wie kaum ein anderer Künstler komponiert er symbolstarke Bilder zu Bild-Ton-Kompositionen, die ohne Sprache auskommen. Mit seinen von Musik begleiteten Lichtmalereien gelingt es ihm, die Geschichte eines Ortes auf neue Weise zu erzählen. Xavier de Richemont präsentierte seine Lichtinstallationen auf internationalen Lichtfestivals u. a. 2008 und 2010 in Mexiko, 2007 in Glasgow, Arles, Eindhoven oder 2005 und 2006 in Montreal.
Die Salvatorkirche ist die alte Stadtkirche in Duisburg und wurde von 1316 bis 1415 gebaut. Sie wurde an Stelle einer älteren Pfalzkirche seit dem 14. Jahrhundert errichtet und stellt eines der bedeutendsten spätgotischen Kirchenbauwerke am rechten Niederrhein dar.
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20.09.2010,
RS
„Wie frei sind wir wirklich, gemeinsam zu leiten?“
Presbyterfortbildung zum Thema Kirchenordnung
Pressemitteilung – Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“
„Wie frei sind wir wirklich, gemeinsam zu leiten?“
Presbyterfortbildung zum Thema Kirchenordnung
16. September 2010
Die vierte und letzte Fortbildungsveranstaltung für Presbyterinnen und Presbyter im Rahmen des Jubiläums der „1. Reformierten Generalsynode 1610“ widmet sich der Bilanzierung. „Wir sind so frei, gemeinsam zu leiten“ ist das Erbe der Generalsynode von 1610 und ihrer Beschlüsse. Jörg Hoffmann, Leitender Regierungsschuldirektor i. R., Mitglied im Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg und Presbyter der Kirchengemeinde Alt-Duisburg stellt für die Fortbildung am 25. September einen Fragenkatalog zusammen: „Gilt dieses Erbe auch heute noch für uns – wie frei sind wir wirklich, gemeinsam zu leiten?“, „Welche Antworten gibt die Geschichte der evangelischen und der rheinischen Kirchengeschichte, welche Veränderungen und Entwicklungen nehmen wir wahr?“ und „Wie schätzen wir die augenblickliche Diskussion, aber auch die bereits in diesem Zusammenhang getroffenen Entscheidungen der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland ein?“ Eine Annäherung an das Thema soll anhand des aktuellen Beschlusses der außerordentlichen Landessynode vom 4. September 2010 erfolgen. Aus Anlass des Jubiläums der 1. Reformierten Generalsynode 1610 beschlossen die 214 Vertreterinnen und Vertreter aus 38 Kirchenkreisen zwischen Emmerich und Saarbrücken in der Duisburger Salvatorkirche: „Im Hinblick auf die zunehmend komplexen Anforderungen an das Leitungshandeln sind die presbyterial-synodale Ordnung und das diesbezügliche Bildungsangebot so fortzuentwickeln, dass die Gemeinde der Getauften ihr Recht auf Teilhabe am Leitungshandeln auch weiterhin wahrnehmen kann.“
Der Beschluss signalisiere, so Hoffmann, dass die presbyterial-synodale Ordnung wegen der „zunehmend komplexen Anforderungen“ fortzuentwickeln ist. Do was bedeute dies konkret? Schließlich würden die Klage über die Schwerfälligkeit dieser Ordnung, aber auch die Hervorhebung der hohen Anforderungen an die Presbyterinnen und Presbyter und die Notwendigkeit der Anpassung an die Herausforderungen der Zukunft hinreichenden Anlass zu intensiver Diskussion geben. Die Fortbildungsveranstaltung wendet sich nicht nur an Presbyterinnen und Presbyter, sondern an alle Gemeindemitglieder, die daran interessiert sind, dass evangelische Kirche auch in Zukunft von unten nach oben aufgebaut ist.
Die kostenfreie Fortbildung findet statt am Samstag, 25. September 2010 von 10 bis 14 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer Haus Obermarxloh, Schlachthofstraße 95, 47167 Duisburg. Anmeldungen im Familienbildungswerk Duisburg unter der Rufnummer: 0203/305280.
Weitere Informationen:
Zu den Presbyterfortbildungen lädt die evangelische Kirche aus Anlass des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ ein: Die Zusammenkunft in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 gilt als Geburtsstunde der evangelischen Kirche im rheinischen Gebiet. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft. Kirche zu leiten, wird seitdem Presbyterinnen und Presbytern zugetraut. Wie das geschieht, bestimmt das Bild evangelischer Kirche mit.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen - im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet war. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter http://www.wir-sind-so-frei.de/
Kontakt:
Rolf Schotsch
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Ev. Kirchenkreis Duisburg
Am Burgacker 14 - 16
47051 Duisburg
Tel.: 0203/2951-3-501
Fax: 0203/2951-4-191
ev.pressestelle@kirche-duisburg.de
www.kirche-duisburg.de
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16.09.2010,
RS
Jubiläum Generalsynode - Ein Gottesdienst als Zirkusrevue
Jugendgottesdienst zum Jubiläum der 1. Reformierten Generalsynode
Der gefesselte Pfarrer Hesse - Foto: Judith Merkelt
12. September 2010
Akrobatische Showeinlagen, ein Pfarrer der sich während der Predigt von Zauberkünstlern fesseln lässt und viele Worship-Lieder, das kommt dabei heraus, wenn Jugendliche aus zehn verschiedenen Duisburger evangelischen Kirchengemeinden zusammen einen Gottesdienst im Zirkuszelt gestalten. Die 60 Jugendlichen richteten ihren Revuegottesdienst am Freitag, dem 10. September, anlässlich der Festwoche zum 400. Jubiläum der 1. Reformierten Generalsynode im Zelt des Familienzirkus „Proscho“ aus.
Unterstützt wurden die Jugendlichen sowohl von den Artisten des Zirkus „Proscho“, als auch von der Obermeidericher Jugendband „Last Minute“ und dem TEN SING Duisburg. Wortgewandt führten Jörg Conradi und Pfarrer Karl Hesse mit ihrer Moderation gemeinsam durch den Abend. Gemäß dem Motto des Jubiläums „Wir sind so frei …“ hatten sich die Jugendlichen mit der Frage auseinandergesetzt: Was bedeutet Freiheit für mich? Antworten, wie „meine eigene Meinung sagen zu können“ oder „so auszusehen, wie ich will“ präsentierten sie in einem selbst produzierten Videoclip.
Besonders großen Applaus erntete auch der Film „Zurück in die Zukunft“, in dem die Jugendlichen sich selbst in das Jahr 1610 zurückversetzten. Humorvoll dargestellt entschieden sie dabei noch einmal gemeinsam in der ersten reformierten Generalsynode über die Zukunft der neu entstandenen protestantischen Gemeinden im Raum Duisburg.
Bei einer echten Zirkusrevue durften natürlich auch Clowns und Akrobatik nicht fehlen. Ob nun die Redefreiheit, die einem das Clownskostüm verleiht, oder das Gefühl in schwindelerregender Höhe an einem Trapez zu schwingen, alle Artisten zeigten mit ihren Darbietungen ihre ganz persönliche Interpretation von Freiheit.
Text: Judith Merkelt
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12.09.2010,
Text und Bild: Judith Merkelt
Aus Duisburg: Eine Freiheitsgeschichte der Kirche kommt auf den Fernsehschirm
Gottesdienst in der Salvatorkirche wird im WDR-Fernsehen übertragen
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 158/2010
Düsseldorf/Duisburg, 11. September 2010
Gottesdienst in der Salvatorkirche wird im WDR-Fernsehen übertragen
Aus Duisburg: Eine Freiheitsgeschichte der Kirche kommt auf den Fernsehschirm
Was im Jahr 1610 mit Beratungen einer kleinen Schar von 28 Pfarrern und acht Laien in der Duisburger Salvatorkirche begann, wurde zu einer Freiheitsgeschichte (nicht nur) in der Kirche – und am Sonntag, 12. September 2010, strahlt sie bis in die Wohnzimmer aus: Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) überträgt in seinem Fernsehprogramm den Festgottesdienst zur Erinnerung an die 1. Reformierte Generalsynode 1610 ab 10 Uhr live.
Die Predigt in diesem Gottesdienst, der an die Wurzeln der Evangelischen Kirche im Rheinland erinnert, hält Nikolaus Schneider, Präses der rheinischen Kirche und zugleich amtierender Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In seiner Ansprache wird er dem Bibelwort nachgehen: „Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“.
Mehr zum Jubiläum im Internet unter: http://www.wir-sind-so-frei.de/
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12.09.2010,
EKiR
Predigt Präses Schneider
Predigt Präses Nikolaus Schneider - Festgottesdienst Salvatorkirche 12.9.2010
Jubiläum Generalsynode - Preisverleihung Schülerwettbewerb am 11. September in Duisburg
Kommt, schaut, staunt im Zirkuszelt: wir sind so frei, Kirche zu gestalten
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 157/2010
Düsseldorf/Duisburg, 10. September 2010
Preisverleihung Schülerwettbewerb am 11. September in Duisburg
Kommt, schaut, staunt im Zirkuszelt: wir sind so frei, Kirche zu gestalten
Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten 400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode im Duisburg präsentieren sich am Samstag, 11. September 2010, 15 bis 22 Uhr, im Zirkuszelt am Duisburger Innenhafen die zehn evangelischen Schulen der Evangelischen Kirche im Rheinland mit einem bunten Programm. Ein Höhepunkt ist die Preisverleihung um 15.00 Uhr zum Schülerwettbewerb „wir sind so frei - Kirche zu gestalten“, den die rheinischen Kirche anlässlich des Jubiläums im vergangenen Jahr ausgeschrieben hat. 288 Schülerinnen und Schüler aus Grund-, Haupt-, Realschulen und Gymnasien haben sich beteiligt, dazu kamen Einsendungen aus Gemeindegruppen.
Eingereicht wurden Filme, Videos, Hörspiele, Powerpointpräsemtationen, Bildergeschichten, Plakate und Erzählungen zu Bibelversen. Die Jury des Wettbewerbs, bestehend aus vier Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Pfarrerinnen und Pfarrern, Schulreferentinnen und -referenten, Vertretern der Landeskirche und der Wilhelm-Schrader-Stiftung, kam einmütig zur folgenden Prämierung:
Hauptpreise:
1. Preis (500 Euro): Fotobuch (auch Powerpoint-Präsentation) der Gemeinschafts-grundschule Zoppenbrückerstraße in Duisburg zu Mt. 5,13ff, „Salz verändert die Welt - Ihr seid das Salz der Erde“ Das digitale Bilderbuch erzählt die Bedeutung des Salzes auf Basis einer Märchenerzählung, in der ohne Salz ein ganzes Land krank wurde. Die Botschaft: Jeder Mensch ist so wichtig wie das Salz - und auch die Kinder sind so frei, das Salz der Erde zu sein. Das Buch enthält auch mit praktische Tipps für Feste und Schulaufgabenhilfe.
1. Preis (500 Euro): Videoarbeit im Wortspiel „Salz“ und „sale (englisch), Religionsgruppe der Jahrgangsstufe 7 der Gesamtschule an der Erft in Neuss zum selben Bibelvers. Das Video in der Verfremdung von Negativaufnahmen stellt Situationen dar, was es heißt, wenn Wachstum und Aufbau durch „Ausverkauf“ verhindert werden.
2. Preis (300 Euro): Film zum Mirjamlied (2.Mo.15) und zum Senfkorngleichnis (Lk.13, 18.f), Teamarbeit der RU-Gruppe 6c des Gymnasiums Lohmar im Rhein-Sieg-Kreis. Der Film setzt sich ergebnisorientiert mit den biblische Texten auseinander und zeigt den Weg zu einem besonderen Gottesdienst auf - mit Rap und einer Übersetzung des Mirjamsliedes mit der Pauke.
Sonderpreise für Schulen:
Sonderpreis (100 Euro): Gespräch zwischen Mirjam, der biblischen Prophetin, Moses Schwester und Jugendlichen von der Klasse 10 Hauptschule Gneisenausstraße in Duisburg. Einfache Fragen, Antworten und Gegenfragen erzählen das „alte“ Wort der Bibel von der Befreiung neu und zeitgemäß.
Sonderpreis (100 Euro): Video zum Senfkorngleichnis der Religionsgruppe der Bischöflichen Realschule Marienberg in Boppard zum Thema „Verwandlung“ von unscheinbar klein zu groß und monströs - ungesund, aber auch heilend am Beispiel Arnold Schwarzeneggers.
Sonderpreis (200 Euro): Texterzählungen und Interviews zum Senfkorngleichnis der Konfirmandengruppe aus der Evangelischen Kirchengemeinde Kupferdreh, Christuskirche in Essen. Das kleine Senfkorn wächst bis zum Baum - szenisch dargestellt in Zeichnungen und musikalisch untermalt. Analog dazu „blüht die Kirchengemeinde auf“ und wächst in ihrem gottesdienstlichen Leben. Interviews der Jugendlichen mit älteren und jüngeren Gemeindemitgliedern bringen zur Sprache, dass Veränderungen und Wachstum das Gemeindeleben prägen.
Sonderpreise für Gemeindegruppen:
Sonderpreis (200 Euro): Biblischer Fantasiefilm der Konfirmandengruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Hiesfeld in Dinslaken: „Ghost versus Soldier oder: die Rettung einer Dorfkirche“. Ein historisches Motiv vom Ende des Zweiten Weltkrieges wird aufgegriffen. Soldaten wollen die Kirche, die als Orientierungspunkt für Feinde gilt, zerstören. Doch die Kräfte des Lebens verhindern das. Die Botschaft: Nehmt Euer Leben in die Hand und werdet Menschen, Freiheit und Verantwortung gehören zusammen.
Sonderpreis (200 Euro): Hörspiel der Konfirmandengruppe aus der Evangelischen Kirchengemeinde Kaarst zum Leben der Bürger zur Zeit der Reformation in Wevelinghoven. Die Gemeindegeschichte ist vom Contra geprägt: Synoden gegen das Papsttum und Hierarchie gegen Demokratie.
Die Hauptpreise werden gestiftet von der Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland, die u.a. Forschungs- und Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft der evangelischen Kirche fördert.
Für alle Bewerberinnen und Bewerber, die keinen Haupt- oder Sonderpreis erhalten, gibt es als Trostpreis den Geusendaniel, eine Engelfigur aus Holz von Kirchen am Niederrhein, die in einer Behindertenwerkstadt in Pskov/Russland hergestellt werden.
In der feierlichen Preisverleihung um 16.45 Uhr im Zirkuszelt wird Oberkirchenrat Klaus Eberl, Leiter der Abteilung IV/Bildung im Landeskirchenamt, die Urkunden und Geldpreise überreichen - musikalisch begleitet von der Da Capo Jazz Big Band und Vocals der Gymnasien der Evangelischen Kirche im Rheinland unter Leitung von Jan Andree, Klaus-Dieter Hermesdorff, Axel Knappmeyer und Martin Weitkamp.
Der Eintritt beim „Tag Evangelischer Gemeinden“ im Zirkuszelt ist kostenlos. Es wird um eine Spende für die Schulstiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland gebeten: Näheres zur Schulstiftung unter www.ess-rheinland.de
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10.09.2010,
EKiR
Preisverleihung und Kongress verdeutlichen ein „Erbe von unschätzbarem Wert“
Jubiläum 400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode in Duisburg 1610
Präses Nikolaus Schneider zeichnet Susanne Becker mit dem Förderpreis "2010 - Wir sind so frei!" aus. Foto: EKiR
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 156/2010
Düsseldorf, 9. September 2010
Jubiläum 400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode in Duisburg 1610
Preisverleihung und Kongress verdeutlichen ein „Erbe von unschätzbarem Wert“
„Aufs Ganze gesehen beeindruckt diese kurze, zupackend geschriebene Arbeit.“ Mit diesen Worten hat Präses Nikolaus Schneider die Arbeit „Die Ämterlehre Calvins. Freiheitliches und demokratisches Prinzip?“ gewürdigt. Der Glückwunsch des Laudators gilt der Autorin Susanne Becker (24), der der Präses für diese Arbeit den Förderpreis der Evangelischen Kirche im Rheinland für Studierende „2010 Wir sind so frei!“ überreicht hat. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wurde anlässlich des Jubiläums 400 Jahre 1. Reformiere Generalsynode heute im Kultur- und Stadthistorischen Museum in Duisburg übergeben.
Mit dem Preis soll die Bedeutung des 1610 verankerten presbyterial-synodalen Prinzips für Kirchen, Politik, Gesellschaft und Kultur beleuchtet werden – bis heute. Der Reformator Johannes Calvin beruft sich zu Recht auf die biblischen Grundlagen der presbyterial-synodalen Ordnung, betonte Präses Schneider in seiner Laudatio. Im Fazit ist vom „gläsernen Prinzip“ die Rede, und so werden von der Transparenz dieser Ordnung die Linien zur modernen Zivilgesellschaft gezogen. Präses Schneider zufolge besticht die Arbeit durch den Brückenschlag von reformatorischer Theologie sowohl zur Bibel als auch zur modernen Gesellschaft.
Susanne Becker hat im März ihr Lehramtsstudium der katholischen Theologie und Geschichte abgeschlossen. Anschließend schrieb sie die Arbeit über Calvins Ämterlehre, eigens für den Wettbewerb. Den Referendardienst hat sie zunächst aufgeschoben für ein Promotionsvorhaben in Kirchengeschichte. Dafür will sie auch das Preisgeld verwenden. „Ich bin gern und überzeugte Katholikin“, sagt die junge Frau, die zugleich die presbyterial-synodale Struktur der evangelischen Kirche positiv würdigt. In ihrer Rede bei der Preisverleihung fasste sie diese Struktur mit den Schlagworten Transparenz, Kooperation und Kontrolle zusammen. Sie ermögliche, verbindliche Regeln aufzustellen und durchzusetzen. Das Erbe dieser Ordnung sei „von unschätzbarem Wert“.
Die unterschiedlichen Aspekte des Geschehens 1610 wurden auf dem dreitägigen Kongress „Die 1. Reformierte Generalsynode 1610 – aus der Sicht der Wissenschaft“ untersucht und debattiert. Der bleibende Wert der Generalsynode 1610 wurde auch in der Podiumsdiskussion zum Abschluss des Kongresses, moderiert vom Duisburger Superintendenten Armin Schneider, deutlich. Wesentlich war nach den Worten von Prof. Dr. Irmgard Hantsche, ehemalige Professorin für Neuere Geschichte und Didaktik der Geschichte (Essen), das „Ergreifen der Chance, was vorher nur im Geheimen gelebt werden konnte, nun in die Öffentlichkeit zu bringen und auf eine breitere und sichere Basis zu stellen“. Prof. Dr. Andreas Mühling, Honorarprofessor für Evangelische Kirchengeschichte (Trier) erklärte, die Generalsynode sei „erstmal nicht dezidiert mit theologischen Fragen befasst“ gewesen, sondern mit Strukturfragen, mit Themen wie Pfarrbesoldung und Reisekosten. „Dahinter steckt das Bemühen, eine funktionsfähige Gemeinde zu etablieren. Und das ist theologisch.“
Im Selbstverständnis der damaligen Synodalen, soweit erkundbar, dürfte die Abkopplung von der niederländischen Kirche hohen Stellenwert gehabt haben, sagte Dr. Stefan Flesch, der Leiter des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland. „Vor 400 Jahren war das ein gewaltiger Akt.“ Dass eine über Länderterritorien hinausgreifende Kirchenorganisation geschaffen werden konnte, sei für die folgenden zweihundert Jahre einmalig gewesen. Dazu der Professor für Kirchengeschichte an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel, Prof. Dr. Hellmut Zschoch: „Ich würde auch sagen: Das Überterritoriale weist am deutlichsten in die Zukunft.“ Und: „Das Erstaunlichste an der Generalsynode ist, dass sich die Beschlüsse gehalten haben.“ Die Entscheidungen seien zukunftsfähig über das hinaus, was sich die Väter der Generalsynode 1610 gedacht hatten. Der Leiter der Archivstelle Boppard der rheinischen Kirche, Dr. Andreas Metzing, sagte, „historisches Erinnern ist wie eine Medaille mit zwei Seiten“. Als Kirchenmitglied freue er sich über Impulse für das heutige Leben; als Wissenschaftler sehe er die Chance, weitere Fragen zu erforschen.
Das Jubiläum 1. Reformierte Generalsynode in Duisburg 1610 im Internet: http://www.wir-sind-so-frei.de/
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09.09.2010,
EKiR
Jubiläum Generalsynode - Wissenschaftlicher Kongress zum Jubiläum in Duisburg
In der Kirchengeschichte gibt es noch vieles zu entdecken
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
Pressemitteilung Nr. 154/2010
Die 1. Reformierte Generalsynode 1610 legte die Grundsteine für die zukünftige Gestakt des Protestantismus’ am Niederrhein und weit darüber hinaus. Im Detail aber ist ihre Wirkungsgeschichte nur ansatzweise erforscht - darin waren sich die Wissenschaftler am gestrigen zweiten Kongresstag im Kultur- und Stadthistorischen Museum in Duisburg einig. Ihre Vorträge beleuchteten Einzelaspekte einer überaus komplexen Thematik. Der jülisch-klevische Erbfolgestreit in seiner konfessionellen Bedeutung, theologische Kontexte der Generalsynode und ihre Bedeutung in der evangelischen Erinnerungskultur kamen zur Sprache, ebenso die presbyterial-synodale Ordnung im Wandel politischer Konstellationen.
Nach Auffassung von Prof. Dr. Andreas Mühling, Evangelische Kirchengeschichte an der Universität Trier, ist das Interesse von Wissenschaft und Kirche derzeit auf große Reformatoren wie Martin Luther und Johannes Calvin, nicht aber auf das „theologische wie kirchenpolitische Beziehungsgeflecht“ im Focus der 1. Reformierten Generalsynode von 1610 - „zum Schaden der Sache“. In seinem Vortrag wies er auch auf das „dichte Beziehungsgeflecht“ hin, das die wichtigsten Akteure der Generalsynode in ihrem theologischen, aber auch in ihrem politischen Denken miteinander verband. Das presbyterial-synodale Leitungsmodell habe von Anfang an nicht nur die Eigenständigkeit der Gemeinden von der Obrigkeit angestrebt, sondern - weil Gemeindevertreter auf Synoden zu Beratungen zusammenkamen - auch zur Vernetzung der Gemeinden untereinander beigetragen. Eine der wichtigsten Entscheidungen der Generalsynode sei gewesen, theologische Differenzen gemeinschaftlich zu lösen und ein besonderes Augenmerk auf hohe pädagogische Kompetenzen von Predigern und Lehrern zu legen.
Prof. Dr. Hellmut Zschoch, Evangelische Kirchengeschichte an der Universität Wuppertal/Bethel, griff die Fülle der Freiheitsgedanken in der „Kirchenordnung der Freiheit“, also der presbyterial-synodalen Ordnung auf und unterstrich die Bedeutung der Ämter (Hirten, Lehrer, Presbyter, Diakone) in der eigenständigen Leitungsstruktur und in der Definition des Kircheseins. Ohne eigene Ämter sei die Umsetzung eigener freier Ordnungsvorstellungen „partiell fiktiv“ geblieben. Auch habe es „pastoral-obrigkeitliche Mischgebilde“ gegeben, in denen das Presbyteramt von der Obrigkeit lediglich delegiert wurde.
Sein Fazit: Die Kirchenordnung der Freiheit ist normativ und pragmatisch - damals bis heute. Auffallend in der kirchlichen Neuordnung nach 1945 seien neue Kirchenordnungen im Rheinland und in Westfalen, die erstmals die gesamte Kirchenleitung aus dem presbyterial-synodalen Aufbau entwickelt und ihm auch die Kirchenverwaltung zugeordnet hätten.
Mit zwei Aspekten benennt er die Bedeutung dieses Leitungsmodells in Gegenwart und Zukunft: „Zum einen bleibt das letztlich in der Botschaft des Evangeliums selbst gründende Freiheitspotenzial einer presbyterial-synodalen Kirchenordnung nach wie vor gegen autoritäre Eingriffe zu sichern - auch wenn gegenwärtig solche Eingriffe in Deutschland nicht von einer säkularen Obrigkeit zu befürchten sind, sondern eher von sich auf den verschiedenen Ebenen verselbständigenden kirchlichen Amtsvollmachten und Leitungskonzeptionen ausgehen könnten. Zum anderen kann die evangelische Kirche bei der Suche nach einem Ort in der Gesellschaft anknüpfen an eine Kirchenordnung, die in ihrer Verbíndung von Überzeugungstreue und Kompromissfähigkeit, also in ihrer zugleich normativen wie pragmatischen Ausrichtung, ein hohes Maß an Modernisierungsfähigkeit aufweist - und damit auch an gesellschaftlicher Plausibilität. Mit einer Ordnung, die um der sie bewegenden Überzeugungen willen auf Teilhabe an der Leitung und auf Transparenz von Entscheidungswegen setzt und sich deshalb repräsentativ und subsidiär ausformt, muss sich die evangelische Kirche auch nicht verstecken.“
Was erwarten Wissenschaftler von dem Kongress? Prof. Dr. Andreas Mühling erhofft sich von der gut besuchten Veranstaltung mit ca. 100 Gästen Impulse, mit denen Studierende und Forscherinnen und Forscher an der komplexen Thematik der 1. Reformierten Generalsynode wissenschaftlich weiter arbeiten. Archivare, d.h. Schriftstücke, Dokumente und Stellungnahmen in den Archiven, gäbe es genug. Beim Rückblick in die Kirchengeschichte bewegt ihn selbst die Leitfrage: „Wie bleiben Menschen dialogisch in Zeiten, die durch vorgegebene Machtstrukturen nicht dialogisch waren? Wie blieben sie gesprächsbereit?“
Für Dr. Stefan Flesch, Direktor des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland, ist das eine Fragestellung, die man auf der Basis der Quellenlage in den Archiven zeitgemäß erforschen könnte: „In der Mikrohistorie wird versucht, große historische Entwicklungen in Politik und Kirche auf konkrete Verhältnisse vor Ort zu umbrechen. Es geht dann z.B, nicht darum, was 1610 in Duisburg beschlossen wurde, sondern um die Frage, wie die Beschlüsse in den damaligen Gemeinden umgesetzt und gelebt wurden.“ Dazu müssten Protokolle und Dokumente archivarisch erforscht und mit Erkenntnissen aus Politik, Sozial- und Mentalitätsgeschichte verknüpft werden. Auch über das Leben der Akteure der 1. Reformierten Generalsynode in Duisburg - die 36 klugen Köpfe, die die Gunst der Stunde nutzten - könnte die Forschung neue Erkenntnisse ans Licht bringen. Düsseldorf/Duisburg / EKiR-Pressestelle / 09.09.2010
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09.09.2010,
EKiR
"Duisburg ist ein Meilenstein in der Geschichte der politischen Mündigkeit des Einzelnen"
400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode: Vortrag der Vizepräses
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
Pressemitteilung Nr. 153/2010
Achtung, Sperrfrist: Heute, Mittwoch, 8. September 2010, 19 Uhr! Es gilt das gesprochene Wort.
Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat die Bedeutung der 1. Reformierten Generalsynode vor 400 Jahren in der Duisburger Salvatorkirche für die europäische Geistesgeschichte unterstrichen: „Duisburg 1610 stellt zweifellos einen Meilenstein in der deutschen und europäischen Geschichte der Emanzipation und politischen Mündigkeit des Einzelnen dar“, sagte die Theologin am Abend bei einem Vortrag im Kultur- und Stadthistorischen Museum in Duisburg. Im Jahr 1610 kamen in Duisburg 36 reformierte Pfarrer und Laien zusammen und legten mit ihrer Synode Grundsteine für die Freiheit der Konfessionen, das kirchliche Bildungswesen und die Armenfürsorge und nicht zuletzt die Ordnung, nach der Pfarrer und Laien die evangelische Kirche gemeinsam und von „unten“ nach „oben“ leiten – die so genannte presbyterial-synodale Ordnung, ein Prinzip, das noch heute Gültigkeit hat.
Die Entwicklung zur politischen Autonomie des Einzelnen und zur demokratischen Entscheidungsfindung, die sich in der Duisburger Synode von 1610 widerspiegele, sei nicht mehr aufzuhalten gewesen, stellte die Theologin im Rahmen des mehrtägigen Historikerkongresses „Die 1. Reformierte Generalsynode 1610 – aus der Sicht der Wissenschaft“ fest. „Es ist kein Zufall, dass knapp 200 Jahre später die Forderungen der Französischen Revolution nach Menschenrechten, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, demokratischer und republikanischer Staatsform nirgendwo in Deutschland auf so heftigen Widerhall gestoßen sind wie im Rheinland. Selbst die außergewöhnliche wirtschaftliche Entwicklung im Rheinland im 19. Jahrhundert, die es zu Deutschlands führendem Industriestandort machte, ist ohne die entscheidenden Impulse des Protestantismus nicht denkbar“, so Vizepräses Bosse-Huber. Es sei deshalb eine „bleibende Verpflichtung, die Teilhabe des Einzelnen am politischen Prozess in der Gesellschaft, aber auch an innerkirchlichen Entscheidungsprozessen zu bewahren und weiter zu entwickeln“.
Recht auf freie Religionsausübung ist bleibende Verpflichtung
Bleibende Verpflichtung der Duisburger Generalsynode sei auch die Forderung nach der Gewährleistung freier Religionsausübung gewesen: „Diese Forderung muss aber heute sehr kritisch gewürdigt werden, denn ein abstrakter Toleranzgedanke war der Generalsynode völlig fremd“, sagte Petra Bosse-Huber. Was die Synode damals von der Obrigkeit erwartet habe, sei nicht die allgemeine Gewährleistung von Religionsfreiheit gewesen, sondern „zunächst und vor allem einmal der Schutz der eigenen reformierten Konfessionalität“. Die in Duisburg versammelten Männer hätten sich nicht dem Gedanken einer allgemeinen Religionsfreiheit verschrieben, stattdessen traten sie anderen religiösen Überzeugungen gegenüber „durchaus bestimmt und aggressiv auf“. In der Frühen Neuzeit, dem Zeitalter des Absolutismus, habe ein Klima härtester konfessioneller Auseinandersetzungen, die auf fatale Weise mit politischen Interessen und Machtkonstellationen verquickt waren, geherrscht.
Herausforderungen haben sich verändert
„Es ist nicht zuletzt das Verdienst der Reformation, dass der Freiheitsgedanke langfristig immer prägender für die geistesgeschichtliche und politische Entwicklung wurde und in der Aufklärung zur klaren Abkehr von irrationalem Denken führte. Die Erklärung der Menschenrechte und die Forderung nach Religionsfreiheit wären ohne den Einfluss des Protestantismus auf die europäische Geistesgeschichte nicht denkbar gewesen“, erläuterte Petra Bosse-Huber. Heute stellten sich in religiöser Hinsicht ganz andere Herausforderungen als vor 400 Jahren – „in Duisburg, im Rheinland, in Deutschland, in Europa, in einer globalisierten Welt. In unserer Gesellschaft haben die Menschen nicht mehr nur die Wahl zwischen zwei oder drei christlichen Konfessionen. Wir leben in einer multikulturellen Gesellschaft mit einer Vielzahl von Religionen und Weltanschauungen, mit verbreitetem Atheismus oder Agnostizismus. Wir müssen die Forderung nach religiöser und weltanschaulicher Toleranz heute sehr viel weiter fassen als es noch die Generalsynode tun konnte. Religionsfreiheit ist ein unveräußerliches Menschenrecht, und die Überzeugungen anderer Menschen und Glaubensgemeinschaften verdienen unseren ausdrücklichen Respekt und unseren Schutz“, so die Vizepräses der rheinischen Kirche.
Mehr zum Jubiläum im Internet unter: http://www.wir-sind-so-frei.de/
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09.09.2010,
EKiR
Vortrag Vizepräses Bosse-Huber
Vortrag Vizepräses Bosse-Huber - Wissenschaftlicher Kongress - 8.9.2010
Jubiläum Generalsynode - Löwen, Piraten, Zauberer
Kinder singen im Zirkuszelt
Kinder singen im Zirkuszelt
Was macht ein Löwe im Zirkus?- Singen natürlich! Das galt zumindest am Mittwochnachmittag für die Kinder der Löwengruppe, des Kindergarten Beeckerwerth. In ihren flauschigen gelben Kostümen, bestritten die Kleinen einen Teil des Kindergartenfestes im Duisburger Innenhafen. Veranstaltungsort war das Zirkuszelt des Familienzirkus Proscho, das anlässlich der Festwoche zum Jubiläum der ersten reformierten Generalsynode, die vor 400 Jahren in Duisburg stattfand, am Hafen aufgebaut wurde.
An den beiden Vorstellungen am Montag und am Mittwoch waren insgesamt 13 Kindergärten und Familienzentren mit rund 300 Kindern beteiligt. Die musikalischen Darbietungen der einzelnen Gruppen führten durch Kindergarten-Klassiker über eigene Kreationen wie das „Löwenkinderlied“ bis hin zum Schlusssegen. Die Auswahl der Lieder war fast so bunt wie die verschiedenen Kostüme der Gruppen.
Ungefähr vier Wochen hat es gedauert, die Stücke mit den Kindern einzustudieren. An der Auswahl der Lieder waren die Kinder natürlich auch selbst beteiligt. „>>Gottes Liebe ist so wunderbar<< ist das Lieblingslied unserer Kinder aus dem Schulgottesdienst, da war schnell klar, dass wir das auf jeden Fall singen“, erklärt Frau Stoop, Gruppenleiterin aus Beeckerwerth.
Zwischen den musikalischen Darbietungen gab es dem Veranstaltungsort entsprechend auch kleine Zirkusdarbietungen von der jüngsten Artistin des Zirkus Proscho. Pfarrer Stephan Blank führte als Zirkusdirektor verkleidet durch das Programm. Er war als Synodalbeauftragter für Kindergartenarbeit, nicht nur maßgeblich an der Planung des Festes beteiligt, sondern steuerte auch eigene Kompositionen bei. „Es ist einfach schön bei einer solchen Veranstaltung zeigen zu können, wie bunt evangelische Kirche und insbesondere die Arbeit in den Kindergärten, ist“, erklärte er.
Text und Bild: Esther Merkelt
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09.09.2010,
Text: Esther Merkelt
Jubiläum Generalsynode - Kongress
Vorträge und Preisverleihung in Duisburg
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 152/2010
Düsseldorf, 7. September 2010
Kongresstage mit Vorträgen und Preisverleihung in Duisburg
Die 1. Reformierte Generalsynode 1610
aus der Sicht der Wissenschaft
Nach wie vor ist die 1. Reformierte Generalsynode der Herzogtümer Jülich, Kleve, Berg und Mark Forschungsgegenstand vieler wissenschaftlicher Disziplinen. Ungeachtet ihrer großen Bedeutung für das kirchliche Leben sind die historischen, theologischen wie kirchenpolitischen Rahmenbedingungen dieser Synode bislang ebenso wenig erforscht wie die Rezeption ihrer Beschlüsse. Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen 400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode in Duisburg werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland diesen Fragen nachgehen.
Der Kongress beginnt heute, 7. September 2010, 15.30 Uhr, im Duisburger Kultur- und Stadthistorischen Museum, Johannes-Corpiusplatz 1, 47051 Duisburg (Nähe Rathaus). Dr. Stefan Flesch, Leiter des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland, eröffnet ihn mit einem Vortrag zur Konfessionalisierung im Rhein-Maas-Raum. Um 16.30 Uhr schließt sich Dr. Irmgard Hantsche, pens. Professorin für Neuere Geschichte und Didaktik der Geschichte an der Universität Duisburg-Essen mit einem weiteren Vortrag an. Ihr Thema: Die politischen, konfessionellen und wirtschaftlichen Auswirkungen des niederländischen Freiheitskampfes auf den Niederrhein vor der Synode von 1610.
Am Mittwoch, 8. September 2010, stehen weitere Vorträge auf dem Programm des Kongresses, darunter um 19 Uhr ein Öffentlicher Abendvortrag von Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland mit dem Titel „Freiheit und Bindung. Zur Bedeutung der Generalsynode für Kirche und Gesellschaft“.
Am Donnerstag, 9. September 2010, 10 Uhr, wird Susanne Becker (24), Studentin der Katholischen Theologie und Geschichte (Lehramt) in Trier, für ihre Arbeit „Die Ämterlehre Calvins. Freiheitliches und demokratisches Prinzip?“ ein Förderpreis für Studierende verliehen. Der Wettbewerb wurde im Rahmen des Jubiläums 400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode 1610 von der Evangelischen Kirche im Rheinland ausgeschrieben, um die Bedeutung des presbyterial-synodalen Prinzips für Kirchen, Politik, Gesellschaft und Kultur in der Gegenwart zu beleuchten (Preis: 3.000 Euro). Die Laudatio hält Nikolaus Schneider, Präses der rheinischen Kirche. Um 11 Uhr folgt eine Podiumsdiskussion der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Moderation übernimmt Armin Schneider, Superintendent des Kirchenkreises Duisburg.
Wichtige Hinweise für Journalistinnen und Journalisten: Die Programmübersicht ist im Internet unter www.wir-sind-so-frei.de (Programm) sowie unter www.ekir.de/generalsynode/318.php Zum Beginn der Kongresstage erhalten Sie die Vorträge, soweit sie uns von den Referentinnen und Referenten vorab zur Verfügung gestellt wurden.
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07.09.2010,
EKiR
Jubiläum Generalsynode - Schüler machen Zirkus
Das kleine Zirkus 1 x 1
Ein Trommelwirbel erklingt, der Vorhang öffnet sich und eine Frau in einem weißen mit Pailletten bestickten Anzug betritt die Manege. Manuela Maatz ist Moderatorin im Zirkus Proscho. Familie Maatz hat es sich mit ihrem Zirkus zur Aufgabe gemacht, Schulkindern das Zirkusleben von einer neuen Seite zu präsentieren. Mit dem Projekt „Schulunterricht einmal ANDERS“ bieten sie den Kindern in einer Projektwoche die Möglichkeit selbst einmal Artist, Clown oder Dompteur zu sein, und ihr Können dann am Ende der Projektwoche in einer eigenen Show zu präsentieren.
In dieser Woche beherbergt der Zirkus Kinder aus vier verschiedenen Duisburger Grundschulen. Sie verbringen von Montag bis Donnerstag jeden Tag zwei Stunden rund um das Zirkuszelt am Duisburger Innenhafen und proben dort fleißig an ihrer eigenen Show. Dabei stehen ihnen die Artisten des Zirkus Proscho mit Rat und Tat zur Seite. Neu für viele der Grundschüler ist auch die Erkenntnis, dass sogar Zirkuskinder zur Schule gehen müssen. Dafür gibt es seit 1914 die eigens gegründete „Schule für Circuskinder in NRW“, die von der Evangelischen Kirche im Rheinland unterhalten wird. Sechs der Kinder der Zirkusfamilie Maatz besuchen die Zirkusschule, die in einem eigenen Wohnwagen beherbergt wird.
Die Projektwoche in Duisburg gehört zum Programm der Festwoche anlässlich des 400. Jubiläums der ersten reformierten Generalsynode, die in Duisburg stattfand, und wird vom Evangelischen Familienbildungswerk Duisburg unterstützt, wie deren Leiter Ulrich Schmitz erklärt. „Besonders schön ist, dass die Eltern am Ende der Woche in einer richtigen Show sehen können, was die Kinder die ganze Woche über gelernt haben. Das geht in der Schule ja normalerweise nicht so einfach“.
Auch die Kinder sind begeistert von dem Angebot; Fächer wie Bodenturnen, Trapez oder Clownerie stehen normalerweise nicht auf ihrem Stundenplan. „Das ist viel aufregender als Schule“, erklärt die neunjährige Aicha. Sie hat sich für die Gruppe „Seilakrobatik“ entschieden und fiebert ihrem großen Auftritt in der Show entgegen. Ihre Trainerin, die 17-jährige Leslie Maatz, erklärt ihren Schützlingen, dass sie sich auf dem Drahtseil gut konzentrieren müssen, damit sie nicht herunterfallen.
Am Freitag ist dann für alle Clowns, Artisten und Taubenbändiger gemeinsam Generalprobe, damit in den beiden Vorstellungen am Samstag (10:30-12:30) und am Sonntagabend (15:00-17:00) nichts schief geht. Der Eintritt kostet drei Euro.
Text und Bild: Esther Merkelt
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06.09.2010,
Text: Esther Merkelt
Jubiläum Generalsynode - Empfang für Ehrenamtliche
Drei Engel für das Ehrenamt
Einen roten Teppich für alle Ehrenamtlichen rollte der Evangelische Kirchenkreis Duisburg am Samstag aus
Einen roten Teppich für alle Ehrenamtlichen rollte der Evangelische Kirchenkreis Duisburg am Samstag aus. Zum Empfang im Zirkuszelt, der im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ stattfand, sollten sich die fünfhundert geladenen Gäste wie die Stars in der Manege fühlen. Nach dem Gang über den roten Teppich gab es Brezel und Getränke.
„Hereinspaziert, wenn`s kein Schneider ist“, begrüßten der Leiter des Familienbildungswerkes Duisburg Ulrich Schmitz und Pfarrer Stephan Blank die Gäste. Es kamen gleich zwei Schneider.
„Hereinspaziert, wenn`s kein Schneider ist“, begrüßten der Leiter des Familienbildungswerkes Duisburg Ulrich Schmitz und Pfarrer Stephan Blank die Gäste. Es kamen gleich zwei Schneider. „Sie alle sind ein Schatz für unsere Kirche“, sagte Superintendent Armin Schneider, „wir möchten ihnen mit diesem Abend zeigen, wie wertvoll sie alle für uns sind.“ Fünfhundert Zusagen seien eine tolle Quote, so Schneider, man habe sich im Haus der Kirche sehr über die große positive Resonanz auf die Einladung gefreut.
Nikolaus Schneider, der Präses der rheinischen Landeskirche hatte nicht viel Zeit mitgebracht, da zuhause seine Geburtstagsgäste auf ihn warteten. Doch er könne Einladungen aus seiner alten Heimat Duisburg nur schwer widerstehen, sagte er. Spontan stimmte das ganze Zelt ein Ständchen für ihn an. „Ihr hättet auch Happy Birthday, lieber Nikolaus singen können“, sagte der EKD-Ratsvorsitzende gut gelaunt, als sein Jubelchor sich hörbar in `lieber Schneider` und `lieber Präses` aufteilte „ schließlich sind wir hier unter Brüdern und Schwestern“. Schneider führte aus, dass die Leitung der Kirche aus dem Leben der Gemeinde erwachse. Die Rheinische Landeskirche werde von über zehntausend Menschen geleitet. Die weitaus meisten davon erfüllten ihre Aufgabe ehrenamtlich. Ohne diesen Einsatz sei die Kirche Jesu Christi als Familie Gottes, ohne bezahlte Strukturen, nicht denkbar.
Schmitz und Blank verlosten drei Engelfiguren unter den Gästen, sozusagen der rheinische Kirchennobelpreis. Den Abschluss des Abends für die Ehrenamtlichen bildete eine bunte Vorstellung des Familienzirkus Proscho.
Text: Sabine Merkelt-Rahm
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06.09.2010,
Text: Sabine Merkelt-Rahm
Jubiläum in Duisburg
Gottesdienst und Ausstellungseröffnung
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 151/2010
Duisburg, 5. September 2010
„Damit Extrema verhütet werden“ – ein evangelisches Prinzip, damals wie heute
Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Salvatorkirche am Sonntag, 5. September 2010, 10 Uhr, werden die Jubiläumsveranstaltungen anlässlich 400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode, fortgesetzt. Erwartet werden zahlreiche Gäste aus den Ursprungsgemeinden, aus denen damals die 36 Teilnehmer der Synode zusammenkamen. Die Predigt hält Armin Schneider, Superintendent des Kirchenkreises Duisburg.
Ausgehend vom Titel „Damit Extrema verhütet werden...“ der Sonderausstellung, die im Stadt- und Kulturhistorischen Museum im Anschluss an den Gottesdienst eröffnet wird, verknüpft er die Entscheidungen der Synode vor 400 Jahren mit der heutigen Lage der Kirche: „Es ging darum zu verhindern, dass jede Gemeinde machen kann, was sie will, oder, und das wäre das andere Extrem, dass die Gewissen durch ein starre Ordnung beschwert werden, die von oben dekretiert wird“, so Superintendent Schneider. Die Spannung von Einheit und Vielfalt, die die damals geschaffene presbyterial-synodale Entscheidungsfindung prägte, sei auch heute noch verbindlich. „Ich bin überzeugt, dass wir aus dieser Balance von Vielfalt und Einheit auch Kraft beziehen. Sie ist unsere Stärke“, sagte Schneider in seiner Predigt. Die Balance müsse immer wieder neu austariert werden – unaufgeregt, nüchtern und pragmatisch, wie es die 36 Ältesten es vor vierhundert Jahren getan hätten.
In seinem Grußwort zur Eröffnung der Sonderausstellung „Damit Extrema verhütet werden... Die 1. Reformierte Generalsynode in Duisburg 1610 zwischen Machtpolitik und Nächstenliebe“ um 12 Uhr unterstrich er, dass die Wirkung der 1. Reformierten Generalsynode und ihre Bedeutung für die Bürgergesellschaft noch einmal zeichenhaft zum Ausdruck gebracht werde: „Hier wurden, in feudaler Zeit, frühe Formen der Selbstorganisation und Partizipation geschaffen“.
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05.09.2010,
EKiR
Ausstellung und Gottesdienst
Grußwort Ausstellung 5.9.2010 - Superintendent Armin Schneider
Predigt Gottesdienst Ursprungsgemeinden - 5.9.2010 - Superintendent Armin Schneider
Außerordentliche Landessynode
Kraft für die Zukunft gewinnen
Mit einem Beschluss, der aus den Wurzeln der eigenen Geschichte in die Zukunft weist, ist die außerordentliche Landessynode in der Duisburger Salvatorkirche zu Ende gegangen.
Dort hatte die Landessynode der 1. Reformierten Generalsynode von 1610 gedacht. Was die 28 Pfarrer und acht Laien vor 400 Jahren am gleichen Ort aus der Taufe gehoben haben - die presbyterial-synodale Ordnung der Kirche - soll fortentwickelt werden. Das beschlossen die 214 Vertreterinnen und Vertreter aus 38 Kirchenkreisen zwischen Emmerich und Saarbrücken. Wichtig sei es, die rheinische Kirchenordnung, deren Grundlagen 1610 gelegt wurden, den zunehmend komplexen Anforderungen an das Leitungshandeln heutiger Tage anzupassen.
Neben dieser Fortentwicklung beschloss die Landessynode eine neue Diskussion über die Religionsfreiheit, verstärkten interreligiösen Dialog und neue Wege im Sprechen über den eigenen Glauben sowie verstärkte Anstrengungen in der Bildungsarbeit.
"Voller Dankbarkeit" erinnere sich die Landessynode, das heutige oberste Leitungsgremium der rheinischen Kirche, an die Pfarrer und Laien, die im September 1610 zusammen kamen, sich der Heiligen Schrift und einer gemeinsamen Leitung der Kirche verschrieben. Presbyterial-synodale Ordnung, Bildungs- und Konfessionsfreiheit seien die Impulse dieser ersten Generalsynode gewesen.
Nicht ungebrochen, aber neu versprochen: So sollen die drei inhaltlichen Hauptpunkte für heute neu buchstabiert werden. Die Religionen sollten Fragen nach Gemeinsamkeiten und Differenzen, Toleranz und gegenseitiger Mission öffentlich debattieren, heißt es in dem "Wegweiser". Und weiter: "Gesellschaftspolitische Perspektiven sind im interreligiösen Dialog zu entwerfen." Und es gelte neu zu lernen, "öffentlich und öffentlichkeitswirksam über Glauben und Glaubensinhalte zu sprechen".
Unter der Überschrift "Bildungsgerechtigkeit" wird ein zukunftsfähiges eigenes Engagement bei Kindertageseinrichtungen, Jugend- und Konfirmandenarbeit, im Religionsunterricht, in den kirchlichen Schulen und Internaten sowie in der Erwachsenen- und Familienbildung beschlossen.
Quelle: www.ekir.de, 4.9.2010
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05.09.2010,
www.ekir.de
Außerordentliche Landessynode
Zusammenhang von Armut und fehlender Bildung ist "Skandal"
Mangelnde Bildungsgerechtigkeit und eine Sicht, die Bildung nur noch nach ihrem wirtschaftlichen Nutzen bewertet, hat der Leiter der Abteilung Bildung der Evangelischen Kirche im Rheinland, Oberkirchenrat Klaus Eberl, beklagt.
"Bildungs- und Befähigungsgerechtigkeit werden heute schmerzlich vermisst. Skandalös ist der Zusammenhang von Armut und fehlender Bildung. Bildungsferne wird nach wie vor vererbt. In Stadtteilen mit armen Familien muss in Tageseinrichtungen für Kinder, in Schulen und der Kinder- und Jugendhilfe oft zuerst der nackte Hunger gestillt werden", erklärte er in seinem Impulsreferat auf der außerordentlichen Landessynode der rheinischen Kirche.
Selbst dort, wo die materielle Versorgung gewährleistet sei, greife seelische Armut um sich, konstatierte der Bildungsfachmann: "Viel zu viele Jugendliche verlassen die Schule ohne Abschluss. Viel zu selten lernen Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf gemeinsam mit anderen." Dies liege zum erheblichen Teil an einem Bildungsverständnis, das den Nutzen und die unmittelbare Verwertbarkeit der Bildung in den Vordergrund stellt.
Im Geist der 1. Reformierten Generalsynode von 1610, an die mit der heutigen außerordentlichen Landessynode erinnert wird, müsse es auch in Zukunft darum gehen, dass Kirche Bildung stärke.
Religionsfreiheit in Deutschland ist Vorbild Mit Blick auf die Religionsfreiheit hat der Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Istanbul, Holger Nollmann, das deutsche Modell der "fördernden Neutralität" des Staates gegenüber Religionsgemeinschaften gelobt. "Nicht zuletzt aufgrund meiner Erfahrungen mit dem türkischen Religionsrecht, das eine Mischung aus einem Gefahrenabwehr-Laizismus und einer aus Gründen der Staatsraison strikt hierarchischen Behandlung der Religionen darstellt, strahlt das bundesdeutsche Modell in besonders hellem Licht", sagte der EKD-Auslandspfarrer bei der außerordentlichen Landessynode.
Dies sei ein Erfolgsmodell, das historisch gewachsen, unter den Bedingungen einer wachsenden religiösen Pluralität aktuell anwendbar und auch für die Zukunft wandlungsfähig ist. "Ein Vorbild, für das es zu werben lohnt - auch und gerade in der Türkei", so Nollmann. Zu den Herausforderungen in Deutschland zähle "die Pflicht der christlichen Kirchen zu gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Achtung". Zudem bestehe grundlegend die Pflicht zum Einspruch überall dort, wo die Religionsfreiheit verletzt und die wechselseitige Achtung ignoriert werde.
Quelle: www.ekir.de, 4.9.2010
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05.09.2010,
www.ekir.de
Außerordentliche Landessynode
Dennoch glauben, hoffen und lieben
Eröffnungsgottesdienst der außerordentlichen Landessynode in der Duisburger Salvatorkirche
Gott treibt die Menschen zum einem „Dennoch-Glauben, Dennoch-Hoffen und Dennoch-Lieben“. Das predigte Präses Nikolaus Schneider im Eröffnungsgottesdienst der Sondersynode in der Salvatorkirche in Duisburg.
Denn Gottes Geist vertreibe die Geister der Unfreiheit, sagte der leitende Geistliche in seiner Predigt über Römer 8,14. Insbesondere vertreibe Gottes Geist die Geister der Sinnlosigkeit, der Gleichgültigkeit und des Zynismus. Gegen allen Augenschein befreie er zum Glauben.
Außerdem vertreibe Gottes Geist die Geister lähmender Angst, Verzweiflung und Resignation. Gegen die Erfahrung des Todes befreie er zur Hoffnung. Auch zur Liebe befreie er, vertreibe doch Gottes Geist – trotz der Erfahrung von Feindseligkeit - die Geister der Selbstsucht und der Bequemlichkeit.
In Bezug auf die 1. Reformierte Generalsynode in Duisburg 1610 sagte Schneider: „Gebunden an Gottes lebendiges Wort wagen Gotteskinder Freiheit und Veränderung – das galt vor 400 Jahren, als Christenmenschen es hier in Duisburg unternahmen, ihrem Glauben, Hoffen und Lieben in den Gemeinden und in der Generalsynode eine neue Gestalt zu geben.“
Und der Präses stellte in seiner Predigt klar: "Der Satz ,So war es, so ist es und so muss es bleiben' eignete sich nicht als Glaubenszeugnis von Christenmenschen - vor 400 Jahren ebenso wenig wie heute."
Verglichen mit dem Jubiläum, das dieser Tage gefeiert wird, ist es richtig jung an Jahren, das niederländische Buch über reformiertes Kirchenrecht ist gerade mal gut achtzig Jahre alt. Nichtsdestotrotz eine schöne Fundstelle, heißt es doch dort über die 1. Reformierte Generalsynode in Duisburg 1610: „Die reformierte Kirche am Niederrhein war eine freie Kirche. Sie hatte ohne Mitwirkung des Staates ihre eigene Organisation gefunden und hielt das kirchliche Leben mit eigenen Mitteln in Stand.“ Ob man Mitglied sein wollte oder nicht – das blieb dem eigenen Gewissen überlassen.
Dieses Kürzest-Porträt über die Vorläuferin der rheinischen Kirche, diese Lesefrucht hatte Pfarrer Jan-Gerd Heetderks im Gepäck. Der Theologe aus der Protestantischen Kirche in den Niederlanden erinnerte in seiner Predigt im Eröffnungsgottesdienst daran, dass 1610 in Duisburg die presbyterial-synodale Ordnung eingeführt wurde, die die Reformierten aus seiner Heimat, den Niederlanden kannten. Inklusive Bildungsarbeit und Sorge für die Armen.
Auch Heetderks griff das Motto des Jubiläums auf. „Wir sind so frei, weil uns die Freiheit geschenkt ist, Angst abzulegen, neue Schritte zu wagen. Wie sind so frei, weil wir wissen, glauben, darauf vertrauen, dass Kirche geborgen ist in der Verheißung Gottes.“
Wie verschieden die Anlässe sein können, und das binnen kürzester Zeit - so erinnerte die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentein Hannelore Kraft in ihrem Grußwort an den Gedenkgottesdienst am gleichen Ort vor fünf Wochen. Nun also das Jubiläum, an dem man "voller Dankbarkeit und mit stolzem Blick" zurückschauen könne. "Ich gratuliere Ihnen zu diesem Geburtstag."
Die damals erkorene presbyterial-synodale Ordnung sei "eine Art basisdemokratischer Struktur", die 1. Reformierte Generalsynode eine "Konsequenz der Reformation" gewesen, so die Ministerpräsidentin. Sie danke der Kirche für das gute Miteinander. "Kirche und Politik haben einen Schnittmenge, eine gemeinsame Aufgabe: das Wohl der Menschen, die Menschlichkeit."
Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland würdigte die 1. Reformierte Generalsynode als kirchen- und geistespolitisches Ereignis ersten Ranges, das über Duisburg hinausstrahlte. In seinem Grußwort sprach er auch von der Tragödie am 24. Juli, die Stadt sei noch nicht zur Normalität zurück gekehrt.
Mit einer Gedenkminute zu Beginn der Plenarsitzung hatte die Landessynode der Opfer des Loveparade-Unglücks und ihrer Angehöriger gedacht. Auch während der Plenarsitzung brennt die dritte Kerze, mit der im Gedenkgottesdienst hier in der Salvatorkirche die Kerzen für die Opfer entzündet worden waren.
Quelle: www.ekir.de, 4.9.2010
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04.09.2010,
www.ekir.de
Zum Jubiläum tagt die außerordentliche Landessynode morgen in Duisburg
400 Jahre: Rheinische Kirche feiert Wurzeln ihrer Kirchenordnung
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 144/2010
Düsseldorf/Duisburg, 3. September 2010
400 Jahre: Rheinische Kirche feiert Wurzeln ihrer Kirchenordnung
Zum Jubiläum tagt die außerordentliche Landessynode morgen in Duisburg
Mit einer außerordentlichen Landessynode in der Duisburger Salvatorkirche feiert die Evangelische Kirche im Rheinland am morgigen Samstag, 4. September 2010, ein Jubiläum: Vor 400 Jahren legte die 1. Reformierte Generalsynode am gleichen Ort die Grundlagen der heutigen Kirchenordnung. 28 Pfarrer und acht Laien hatten 1610 in der Salvatorkirche die noch heute gültige presbyterial-synodale Ordnung – also die Leitung der Kirche von unten nach oben – aus der Taufe gehoben. Dieses Prinzip des gemeinschaftlichen Leitens von Theologen und Nicht-Theologen hat noch heute in der rheinischen Kirche Gültigkeit.
Die Landessynode ist das oberste Leitungsgremium der mit mehr als 2,8 Millionen Mitgliedern zweitgrößten EKD-Gliedkirche. Ihre Tagung beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Salvatorkirche. Die Predigt halten Präses Nikolaus Schneider und Jan-Gerd Heetderks als Vertreter der Protestantse Kerk in Nederland (PKN).
Kirchenordnung, Religionsfreiheit, Bildung als Themen
Den 226 stimmberechtigten Synodalen aus den 38 rheinischen Kirchenkreisen zwischen Emmerich und Saarbrücken legt die Kirchenleitung (das Präsidium der Landessynode) ein Papier zur Beratung und Beschlussfassung vor. Dessen Titel: „Wegweiser Geschichte – Kritisch lernen aus der Tradition“. Darin werden die Kernthemen der Duisburger Synode vor 400 Jahren – presbyterial-synodale Ordnung, Religionsfreiheit und Bildung – in die heutige Zeit übertragen und mit Aufträgen für die Zukunft versehen. Zu diesen drei Kernthemen gibt es im Plenum kurze Impulsreferate von Dr. Andreas Mühling (Professor für evangelische Kirchengeschichte an der Universität Trier), Oberkirchenrat Klaus Eberl (als Leiter der Abteilung Bildung im Landeskirchenamt hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung) und Holger Nollmann (Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Istanbul). Auch Gäste aus der Ökumene werden in einer Gesprächsrunde zu Wort kommen. Grußworte sprechen die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und der Duisburger Oberbürgermeister. Die Synode wird gegen 18 Uhr enden.
Aktuelle Informationen im Netz unter www.ekir.de/landessynode
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03.09.2010,
EKiR
Wir sind so frei
Zweiter Evangelischer Kreiskirchentag Duisburg
David Thomas - Gospelsänger, Solist und Musicalstar - singt auf der Bühne vor der Salvatorkirche
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Wir sind so frei
Zweiter Evangelischer Kreiskirchentag Duisburg
Freitag, 3. September 2010
Der Evangelische Kirchenkreis Duisburg feiert mit seinen Gemeinden, Einrichtungen und Diensten am 12. September 2010 unter dem Motto „Wir sind so frei“ am Burgplatz zwischen Salvatorkirche und Rathaus den zweiten Duisburger Kreiskirchentag. Wie auch bei der Premiere 2007, bei der an drei Tagen 8.000 Menschen zum Duisburger Innenhafen kamen, soll auch die Neuauflage ein Fest des Glaubens und der Verbundenheit werden.
Der zweite Kreiskirchentag ist der Abschluss einer Festwoche mit der die Evangelische Kirche im Rheinland das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unter dem Motto „Wir sind so frei“ feiert. Dem wissenschaftlichen Kongress, einer Ausstellung, Gottesdiensten, Vorträgen und Vorstellungen - vom Zirkus bis zum Kabarett - folgt am 12. September der Kreiskirchentag, der gleich mit zwei Gottesdiensten beginnt: dem Gottesdienst in der Salvatorkirche, der vom WDR-Fernsehen direkt übertragen wird und dem Familiengottesdienst im Zirkuszelt neben dem Stadthistorischen Museum. Die Gemeinden des Kirchenkreises verlegen ihre Gottesdienste an diesem Tag an die beiden Orte in der Innenstadt.
Auf der Bühne eröffnet Superintendent Armin Schneider nach Gottesdienstende gegen 11.00 Uhr den Kreiskirchentag. Der Krankenhauspfarrer freut sich auf den Kreiskirchentag, da er die Vielfalt und Lebendigkeit der Gemeinden und Einrichtungen zeige. Und schließlich zeige das Fest auch, so Schneider: „Wir sind so frei, unseren Glauben in der Öffentlichkeit der Stadt zu leben.“
Nach der Eröffnung können Jung und Alt über den Markt der Möglichkeiten bummeln, auf dem sich Gemeinden und Einrichtungen der evangelischen Kirche an über 60 Ständen vorstellen. Sie alle laden ein zum Gespräch, zu Mitmachaktionen und berichten von ihrer Arbeit. Kinder und Jugendliche können sich im Spielebus des Jugendforums oder auf der Hüpfburg austoben, sich am Kistenklettern versuchen und gemeinsam mit den Eltern vom Hubwagen aus dem Rathaus aus luftiger Höhe aufs Dach schauen. Für alle Generationen geeignet ist der Schnupperkurs für Gebärdensprache oder der Rollstuhlparcours. Stärkung gibt es beim vielfältigen Speisen- und Getränkeangebot. Kinder erhalten an einem separaten Getränkestand kostenlose Erfrischungen.
Die Bandbreite des Bühnenprogramms reicht von nachgespielten Pop- und Rockklassikern, Bläsermusik, Musical bis hin zum Gospel: Um 11.00 Uhr tritt „Last Minute“ mit Covermusik und Worshiplieder auf, um 11.45 Uhr spielt eine Gruppe „Irish Folk Queerbeet“, um 12.25 Uhr gibt es mit „Querblechein“ einen Streifzug durch die Bläsermusik mit Werken von Franck und Händel bis Roblée. „Best of Gospel“ bieten um 13.05 Uhr die Gospelchöre der Evangelischen Kirchengemeinden Neudorf-West (Leitung: Volker Nies) und Trinitatis (Leitung: Mechthild Dühr-Knödler) und um 13.45 Uhr bringen die Spezies, fünf behinderte Menschen aus dem Stöckerhaus der Amalie Sieveking Gesellschaft mit Schlager und Countrymusik Stimmung auf die Bühne. Um 14.30 Uhr erklingen Musical Highlights; um 15.15 Uhr füllen etwa 100 Kinder die Bühne neben der Kirche: der Kinderchor der Kirchengemeinde Alt-Duisburg / Lutherkirche und der Kinder-und Jugendchor der Kirchengemeinde Großenbaum- Rahm führen Hella Heizmanns Musical „Die Reise nach Jerusalem“ auf. Um „alltägliche Verrücktheiten“ geht es schließlich ab 16.00 in der Show „Take me to the hospital“, die TEN SING Duisburg, etwa 50 Jugendliche, einstudiert hat.
Musikalischer Abschluss und Höhepunkt ist um 17.00 Uhr das Gospelkonzert mit David Thomas. Gemeinsam mit exzellenten Sängerinnen und Sängern sowie zahlreichen Musikerfreunden von Starlight-Express ist Gospel-Profi David Thomas live zu erleben.
Thomas gibt Konzerte, Gospel-Workshops und ist ein gefragter Solist bei CD-Produktionen. Dass er beim Duisburger Kreiskirchentag auftritt und Besucher keinen Eintritt bezahlen müssen, ist dem Versicherer „Bruderhilfe Pax Familienfürsorge“ zu verdanken.
Zudem unterstützen das Fest die Duisburger Verkehrsgesellschaft, Radio Duisburg, die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Unlimited Veranstaltungsservice, RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG, HIGHTEL Telekommunikationssysteme Vertriebs und Service GmbH, die Bitburger Braugruppe und das Architektur- und Ingenieurbüro - Kölsch + Maliska.
Der Eintritt zum Kreiskirchentag ist frei! Weitere Informationen sind im Internet erhältlich:
http://www.kirchentag-duisburg.de/ und
www.kirche-duisburg.de. Informationen zum Jubiläum "400 Jahre 1. Refmormierte Generalsynode" finden Sie im Internet auf der Seite
http://www.wir-sind-so-frei.de/.
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03.09.2010,
RS
Wir sind so frei
Zweiter Evangelischer Kreiskirchentag Duisburg
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Wir sind so frei
Zweiter Evangelischer Kreiskirchentag Duisburg
Freitag, 3. September 2010
Der Evangelische Kirchenkreis Duisburg feiert mit seinen Gemeinden, Einrichtungen und Diensten am 12. September 2010 unter dem Motto „Wir sind so frei“ am Burgplatz zwischen Salvatorkirche und Rathaus den zweiten Duisburger Kreiskirchentag. Wie auch bei der Premiere 2007, bei der an drei Tagen 8.000 Menschen zum Duisburger Innenhafen kamen, soll auch die Neuauflage ein Fest des Glaubens und der Verbundenheit werden.
Der zweite Kreiskirchentag ist der Abschluss einer Festwoche mit der die Evangelische Kirche im Rheinland das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unter dem Motto „Wir sind so frei“ feiert. Dem wissenschaftlichen Kongress, einer Ausstellung, Gottesdiensten, Vorträgen und Vorstellungen - vom Zirkus bis zum Kabarett - folgt am 12. September der Kreiskirchentag, der gleich mit zwei Gottesdiensten beginnt: dem Gottesdienst in der Salvatorkirche, der vom WDR-Fernsehen direkt übertragen wird und dem Familiengottesdienst im Zirkuszelt neben dem Stadthistorischen Museum. Die Gemeinden des Kirchenkreises verlegen ihre Gottesdienste an diesem Tag an die beiden Orte in der Innenstadt.
Auf der Bühne eröffnet Superintendent Armin Schneider nach Gottesdienstende gegen 11.00 Uhr den Kreiskirchentag. Der Krankenhauspfarrer freut sich auf den Kreiskirchentag, da er die Vielfalt und Lebendigkeit der Gemeinden und Einrichtungen zeige. Und schließlich zeige das Fest auch, so Schneider: „Wir sind so frei, unseren Glauben in der Öffentlichkeit der Stadt zu leben.“
Nach der Eröffnung können Jung und Alt über den Markt der Möglichkeiten bummeln, auf dem sich Gemeinden und Einrichtungen der evangelischen Kirche an über 60 Ständen vorstellen. Sie alle laden ein zum Gespräch, zu Mitmachaktionen und berichten von ihrer Arbeit. Kinder und Jugendliche können sich im Spielebus des Jugendforums oder auf der Hüfburg austoben, sich am Kistenklettern versuchen und gemeinsam mit den Eltern vom Hubwagen aus dem Rathaus aus luftiger Höhe aufs Dach schauen. Für alle Generationen geeignet ist der Schnupperkurs für Gebärdensprache oder der Rollstuhlparcours. Stärkung gibt es beim vielfältigen Speisen- und Getränkeangebot. Kinder erhalten an einem separaten Getränkestand kostenlose Erfrischungen.
Die Bandbreite des Bühnenprogramms reicht von nachgespielten Pop- und Rockklassikern, Bläsermusik, Musical bis hin zum Gospel: Um 11.00 Uhr tritt „Last Minute“ mit Covermusik und Worshiplieder auf, um 11.45 Uhr spielt eine Gruppe „Irish Folk Queerbeet“, um 12.25 Uhr gibt es mit „Querblechein“ einen Streifzug durch die Bläsermusik mit Werken von Franck und Händel bis Roblée. „Best of Gospel“ bieten um 13.05 Uhr die Gospelchöre der Evangelischen Kirchengemeinden Neudorf-West (Leitung: Volker Nies) und Trinitatis (Leitung: Mechthild Dühr-Knödler) und um 13.45 Uhr bringen die Spezies, fünf behinderte Menschen aus dem Stöckerhaus der Amalie Sieveking Gesellschaft mit Schlager und Countrymusik Stimmung auf die Bühne. Um 14.30 Uhr erklingen Musical Highlights; um 15.15 Uhr füllen etwa 100 Kinder die Bühne neben der Kirche: der Kinderchor der Kirchengemeinde Alt-Duisburg / Lutherkirche und der Kinder-und Jugendchor der Kirchengemeinde Großenbaum- Rahm führen Hella Heizmanns Musical „Die Reise nach Jerusalem“ auf. Um „alltägliche Verrücktheiten“ geht es schließlich ab 16.00 in der Show „Take me to the hospital“, die TEN SING Duisburg, etwa 50 Jugendliche, einstudiert hat.
Musikalischer Abschluss und Höhepunkt ist um 17.00 Uhr das Gospelkonzert mit David Thomas. Gemeinsam mit exzellenten Sängerinnen und Sängern sowie zahlreichen Musikerfreunden von Starlight-Express ist Gospel-Profi David Thomas live zu erleben.
Thomas gibt Konzerte, Gospel-Workshops und ist ein gefragter Solist bei CD-Produktionen. Dass er beim Duisburger Kreiskirchentag auftritt und Besucher keinen Eintritt bezahlen müssen, ist dem Versicherer „Bruderhilfe Pax Familienfürsorge“ zu verdanken.
Zudem unterstützen das Fest die Duisburger Verkehrsgesellschaft, Radio Duisburg, die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Unlimited Veranstaltungsservice, RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG, HIGHTEL Telekommunikationssysteme Vertriebs und Service GmbH, die Bitburger Braugruppe und das Architektur- und Ingenieurbüro - Kölsch + Maliska.
Der Eintritt zum Kreiskirchentag ist frei! Weitere Informationen sind im Internet erhältlich:
http://www.kirchentag-duisburg.de/ und
www.kirche-duisburg.de. Informationen zum Jubiläum "400 Jahre 1. Refmormierte Generalsynode" finden Sie im Internet auf der Seite
http://www.wir-sind-so-frei.de/.
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03.09.2010,
RS
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Freitag, 3. September 2010
Der Evangelische Kirchenkreis Duisburg feiert mit seinen Gemeinden, Einrichtungen und Diensten am 12. September 2010 unter dem Motto „Wir sind so frei“ am Burgplatz zwischen Salvatorkirche und Rathaus den zweiten Duisburger Kreiskirchentag. Wie auch bei der Premiere 2007, bei der an drei Tagen 8.000 Menschen zum Duisburger Innenhafen kamen, soll auch die Neuauflage ein Fest des Glaubens und der Verbundenheit werden.
Der zweite Kreiskirchentag ist der Abschluss einer Festwoche mit der die Evangelische Kirche im Rheinland das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unter dem Motto „Wir sind so frei“ feiert. Dem wissenschaftlichen Kongress, einer Ausstellung, Gottesdiensten, Vorträgen und Vorstellungen - vom Zirkus bis zum Kabarett - folgt am 12. September der Kreiskirchentag, der gleich mit zwei Gottesdiensten beginnt: dem Gottesdienst in der Salvatorkirche, der vom WDR-Fernsehen direkt übertragen wird und dem Familiengottesdienst im Zirkuszelt neben dem Stadthistorischen Museum. Die Gemeinden des Kirchenkreises verlegen ihre Gottesdienste an diesem Tag an die beiden Orte in der Innenstadt.
Auf der Bühne eröffnet Superintendent Armin Schneider nach Gottesdienstende gegen 11.00 Uhr den Kreiskirchentag. Der Krankenhauspfarrer freut sich auf den Kreiskirchentag, da er die Vielfalt und Lebendigkeit der Gemeinden und Einrichtungen zeige. Und schließlich zeige das Fest auch, so Schneider: „Wir sind so frei, unseren Glauben in der Öffentlichkeit der Stadt zu leben.“
Nach der Eröffnung können Jung und Alt über den Markt der Möglichkeiten bummeln, auf dem sich Gemeinden und Einrichtungen der evangelischen Kirche an über 60 Ständen vorstellen. Sie alle laden ein zum Gespräch, zu Mitmachaktionen und berichten von ihrer Arbeit. Kinder und Jugendliche können sich im Spielebus des Jugendforums oder auf der Hüfburg austoben, sich am Kistenklettern versuchen und gemeinsam mit den Eltern vom Hubwagen aus dem Rathaus aus luftiger Höhe aufs Dach schauen. Für alle Generationen geeignet ist der Schnupperkurs für Gebärdensprache oder der Rollstuhlparcours. Stärkung gibt es beim vielfältigen Speisen- und Getränkeangebot. Kinder erhalten an einem separaten Getränkestand kostenlose Erfrischungen.
Die Bandbreite des Bühnenprogramms reicht von nachgespielten Pop- und Rockklassikern, Bläsermusik, Musical bis hin zum Gospel: Um 11.00 Uhr tritt „Last Minute“ mit Covermusik und Worshiplieder auf, um 11.45 Uhr spielt eine Gruppe „Irish Folk Queerbeet“, um 12.25 Uhr gibt es mit „Querblechein“ einen Streifzug durch die Bläsermusik mit Werken von Franck und Händel bis Roblée. „Best of Gospel“ bieten um 13.05 Uhr die Gospelchöre der Evangelischen Kirchengemeinden Neudorf-West (Leitung: Volker Nies) und Trinitatis (Leitung: Mechthild Dühr-Knödler) und um 13.45 Uhr bringen die Spezies, fünf behinderte Menschen aus dem Stöckerhaus der Amalie Sieveking Gesellschaft mit Schlager und Countrymusik Stimmung auf die Bühne. Um 14.30 Uhr erklingen Musical Highlights; um 15.15 Uhr füllen etwa 100 Kinder die Bühne neben der Kirche: der Kinderchor der Kirchengemeinde Alt-Duisburg / Lutherkirche und der Kinder-und Jugendchor der Kirchengemeinde Großenbaum- Rahm führen Hella Heizmanns Musical „Die Reise nach Jerusalem“ auf. Um „alltägliche Verrücktheiten“ geht es schließlich ab 16.00 in der Show „Take me to the hospital“, die TEN SING Duisburg, etwa 50 Jugendliche, einstudiert hat.
Musikalischer Abschluss und Höhepunkt ist um 17.00 Uhr das Gospelkonzert mit David Thomas. Gemeinsam mit exzellenten Sängerinnen und Sängern sowie zahlreichen Musikerfreunden von Starlight-Express ist Gospel-Profi David Thomas live zu erleben. Thomas gibt Konzerte, Gospel-Workshops und ist ein gefragter Solist bei CD-Produktionen. Dass er beim Duisburger Kreiskirchentag auftritt und Besucher keinen Eintritt bezahlen müssen, ist dem Versicherer „Bruderhilfe Pax Familienfürsorge“ zu verdanken.
Zudem unterstützen das Fest die Duisburger Verkehrsgesellschaft, Radio Duisburg, die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Unlimited Veranstaltungsservice, RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG, HIGHTEL Telekommunikationssysteme Vertriebs und Service GmbH, die Bitburger Braugruppe und das Architektur- und Ingenieurbüro - Kölsch + Maliska.
Der Eintritt zum Kreiskirchentag ist frei! Weitere Informationen sind im Internet erhältlich:
http://www.kirchentag-duisburg.de/ und
http://www.kirche-duisburg.de//. Informationen zum Jubiläum "400 Jahre 1. Refmormierte Generalsynode" finden Sie im Internet auf der Seite
http://www.wir-sind-so-frei.de/.
In Duisburg zuhause, in der Welt unterwegs
Fernsehjournalist hielt Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Ruprecht Eser auf der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche - Bild Sabine Merkelt-Rahm
Die fünfte Kanzelrede im Jubiläumsjahr der 1. Reformierten Generalsynode 1610 hielt in der Salvatorkirche der Fernsehjournalist Ruprecht Eser. Der ehemalige ZDF-Auslandskorrespondent sprach zum Thema: „Wir sind so frei, global zu denken.“ Eser engagiert sich in Duisburg im Stiftungsrat der Kindernothilfe und wurde von Jürgen Thiesbonenkamp, dem Vorstandsvorsitzenden der Kindernothilfe, begrüßt.
Zum Thema Globalität und Duisburg habe er ein schönes und ein schreckliches Bild abgespeichert, sagte Eser zu Beginn seiner Rede.
Das schöne Bild zeige Duisburger aus einunddreißig Nationen, deren Heimatländer alle zu den Teilnehmern der Fußball-WM gehörten.
Das schreckliche Bild sei das der Love-Parade, bei der in Duisburg einundzwanzig junge Menschen aus sieben Nationen ihr Leben verloren. Man dürfe dieses Bild, das mit Globalität und ihren Folgen zu tun habe, nicht wegretuschieren, sagte Eser und wies auf die Kerze aus dem Trauergottesdienst hin, die noch bis zum Ewigkeitssonntag zum Gedenken an die Opfer in der Salvatorkirche brennen wird.
Eser bezeichnete die Kirche als älteste globale Organisation, von der die Kraft zum Aufbau einer wirklichen Weltgemeinschaft ausgehen müsse. Nur die Kirche könne sich der Herrschaft des Geldes in den Weg stellen. Global Prayers und Anteilnahme seien mindestens so wichtig, wie die oft strapazierten Global Players.
Die Diskussion darüber, ob Deutschland ein Einwanderungsland sei oder nicht, bezeichnete Eser als Lebenslüge. Bei fünfzehn Millionen Menschen im Land, die einen Migrationshintergrund hätten, stelle sich die Frage gar nicht mehr.
Eser sah Vertrauen schaffende Arbeit als wichtige Aufgabe im nationalen und internationalen Miteinander. „Kontrolle mag gut sein, aber Vertrauen ist besser“, sagte er im Hinblick auf den Zusammenhalt von Gesellschaften. Er forderte von den Politikern ein Ende der Regelwut und mehr Vertrauen zu den Bürgern. Jeder sei aufgerufen, zur Weltvertrauensgemeinschaft beizutragen. Einen überzeugenden Beitrag leiste seit fünfzig Jahren die Kindernothilfe, die in Duisburg zu Hause und in der Welt unterwegs sei.
Text: Sabine Merkelt-Rahm
Weitere Informationen: Die nächste Kanzelrede steht unter dem Motto „Wir sind so frei, als Unternehmer Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen“ und findet in der Salvatorkirche am 10. Oktober um 17.00 Uhr statt. Redner ist Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter www.wir-sind-so-frei.de
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30.08.2010,
Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm
Kanzelrede Ruprecht Eser
Mansukript Kanzelrede 29.8.2010 - Ruprecht Eser
Wie die rheinische Kirche ihre Ursprünge feiert
Pressekonferenz zum Jubiläum
Pressekonferenz zum Jubiläum 400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche. In dieser Kirche fand kürzlich der Gedenkgottesdienst zum Loveparade-Unglück statt, woran die Kerze (l.) erinnert.
Manches wird klarer, wenn es alltagstauglich formuliert ist. "Die hatten die Hosen gestrichen voll." Gemeint sind die 36 Herren, die vor nunmehr 400 Jahren ängstlich und auch mutig die 1. Reformierte Generalsynode abhielten.
Und aus dieser mit viel Angst besetzten, einem kleinen "Zeitfenster", einer kurzen Atempause vor dem sich am Horizont abzeichnenden Dreißigjährigen Krieg abgerungenen Generalsynode "ist wirklich etwas geworden", wie der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Nikolaus Schneider weiter sagte. Bei der Pressekonferenz zum Jubiläum der Generalsynode am (vermutlich) historischen Ort, der Duisburger Salvatorkirche, betonte der Präses weiter: "Da merkt man Gottes Geist."
Die rheinische Kirche feiert diese Generalsynode u.a. mit einer außerordentlichen Landessynode am 4. September, einer Festwoche, besonderen Gottesdiensten, einem wissenschaftlichen Kongress, einem Kreiskirchentag und einem Tag im Zirkuszelt. "Wir sind so frei" lautet das Motto des Jubiläums, das bereits mit "Kanzelreden", historischen Stadtführungen und Presbyterfortbildungen in Gang ist.
Das Besondere der 1. Reformierten Generalsynode war dem Präses zufolge, dass sowohl Geistliche als auch Nichtgeistliche zusammen kamen und beide stimmberechtigt waren. "Das gab es vorher nicht." Außerdem wurde beschlossen, nichts zu verhandelen, was nicht vorher in den Kirchengemeinden beraten wurden. Das heißt, es wurde nicht länger "von oben nach unten durchgestellt". Das "Unten" hat sich vielmehr selbst auf der Synode repräsentiert und selbst gebunden, so Schneider über die Idee der presbyterial-synodalen Ordnung, die in der EKiR bis heute gilt. "Duisburg war der Nukleus der presbyterial-synodalen Ordnung."
Dabei unterstrich der leitende Geistliche, dass diese Struktur auch eine inhaltliche Entscheidung ist, weil die Leitung der Kirche im Grunde beim Herrn der Kirche liegt, und weil Jesus Christus gesagt hat, wo zwei oder drei in seinem Namen zusammen sind, ist er mitten unter ihnen.
Auch weitere Inhalte der Generalsynode prägen bis heute, sind wesentliche Grundprinzipien: "Das Evangelium drängt zur Tat", so Schneider - und folgerichtig installierte "Duisburg" nicht nur Armenkassen, sondern auch Diakoniekirchmeister. Die Bedeutung der Bildung wurde unterstrichen, Schulen verbindlich.
Schweigeminute für Opfer der Loveparade
Da die Salvatorkirche einer der Gedenkorte für die Opfer der Loveparade ist, weil hier der Gedenkgottesdienst stattfand, wird die Sondersynode am 4. September der Opfer gedenken und eine Schweigeminute einlegen, kündige der Präses an. Duisburgs Superintendent Armin Schneider wies auch auf die dritte Kerze hin, die von den im Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen und ihre Familien entzündeten Kerzen zeugt.
Der Präses kündigte außerdem an, dass die außerordentliche Landessynode eine Erklärung über die heutige Bedeutung der 1. Reformierten Generalsynode plane abzugeben. Die Themen seien Bildung und der Umgang mit Fremden. "Damals hieß das Religionsfreiheit", heute gehe es um Toleranz und Integration - "dafür wollen wir uns einsetzen".
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27.08.2010,
Pressestelle EKiR
Wir sind so frei, global zu denken
Ruprecht Eser hält Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Ruprecht Eser, Fernsehjournalist und Stiftungsratmitglied der Kindernothilfe Stiftung
„Wir sind so frei, global zu denken“ lautet das Thema der Kanzelrede, die Ruprecht Eser am 29. August, 17.00 Uhr in der Duisburger Salvatorkirche hält. Der Fernsehjournalist nimmt als prominenter Redner und theologischer „Laie“ von der Kanzel der Duisburger Citykirche Stellung zum selbstbewussten Motto "wir sind so frei", mit dem die rheinische Kirche für das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ wirbt.
Die Kanzelrede wird in Anlehnung an den Epheserbrief vom Frieden in der Nähe und in der Ferne handeln, von der Notwendigkeit des Aufbaus einer Vertrauensgesellschft in Zeiten des Misstrauens und der globalen Umbrüche. In diesem Zusammenhang wird Eser, der auch Mitglied im Stiftungsrat der in Duisburg beheimateten Kindernothilfe ist, von der Überwindung von Angst, auch Angst vor dem "Fremden" sprechen.
Während dieser Kanzelrede wird eine dritte Kerze auf dem Altar der Salvatorkirche brennen. Sie stammt aus dem Gedenkgottesdienst für die Opfer des Loveparade-Unglücks. An ihr wurden die Kerzen für die 21 Verstorbenen entzündet. Bis zum Ewigkeitssonntag lässt die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg die Kerze als Zeichen der Erinnerung und der Hoffnung in ihrem Gottesdiensten leuchten.
Die Veranstaltungsreihe „Kanzelreden“ erhielt das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010 und nimmt den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. Bisher sprachen der Duisburger Oberbürgermeister, Dr. Jürgen Schmude, Dr. Fritz Pleitgen und die Duisburger Unternehmerin Gabriela Grillo von der Duisburger Kanzel über Gott und die Welt; zwei weitere Prominente folgen noch:
- Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG - „Wir sind so frei, als Unternehmer Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.“
- Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland – „Wir sind so frei, wie frei sind wir wirklich? Jüdisches Leben in Deutschland heute.“
Terminangaben zu den Kanzelreden sowie nähere Informationen zu allen Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ gibt es im Internet unter: http://www.wir-sind-so-frei-de/. Der Eintritt zu allen Kanzelreden ist frei.
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Ereignis von 1610 feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen unter: www.wir-sind-so-frei.de
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19.08.2010,
RS
Jubiläum Generalsynode - Programmheft 2. Auflage Juli 2010
Jubiläum Generalsynode - Festwoche - Plakat
„Diakonie und Weltverantwortung“
Vortrag von Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik, Präsident des Diakonischen Werkes der EKD
Die Generalsynode von 1610 war grundlegend für das protestantische Kirchenverständnis, in dem die Sorge um die Armen gleichberechtigt neben der Verkündigung, der Katechese und Schule, den Sakramenten und der Kirchendisziplin steht. Die Armenfürsorge ist konstitutiver Teil der Kirchenordnung.
In seinem Vortrag „Die Freiheit soll sich durch die Liebe regieren lassen“ (Calvin) zeigt Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik, Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, die historische Relevanz der Beschlüsse von 1610 auf und benennt die Positionen gegenwärtiger Weltverantwortung der Diakonie.
In Interviews nehmen Jutta Schilling (Geschäftsführerin der Evangelischen Sozialstation in Duisburg GmbH), Pfarrer Karl-Horst Junge (Vorstandsvorsitzender des Diakoniewerks Essen GmbH) und Dr. Jürgen Thiesbonenkamp (Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe) Stellung zu den aktuellen Herausforderungen in der Sozialen Arbeit, in der Pflege und in der Ökumenischen Diakonie.
- Armenfürsorge lebt aus dem Impuls der Barmherzigkeit, hat aber auch Gerechtigkeit zum Ziel. Wie kann Armut bekämpft werden, ohne dass Diakonie Lückenbüßer für vernachlässigte Aufgaben der Kommunen und des Staates wird?
- Wie viele Lobbyarbeit ist nötig, um den Sozialstaat als politische Aufgabe zu erhalten, und wie viel muss Diakonie selbst leisten und finanzieren, um mit ihren Mahnungen auch ernst genommen zu werden?
- Wie und durch welche Aufgaben kann es gelingen, dass Gemeinden diakonisches Profil entwickeln können?
- Wie kann es gelingen, dass ökumenische Diakonie als Weltverantwortung und lokale Aufgabe von Gemeinden wahrgenommen und gestaltet wird, ohne das eine gegen das andere auszuspielen?
Die Veranstaltung findet statt:
am 29.09.2010 um 17.30 Uhr
im Festsaal des Jochen-Klepper-Hauses
Evangelischen Christophoruswerk e.V.
Bonhoefferstr. 6 – 22
47138 Duisburg (Meiderich)
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10.08.2010,
RS
Vor 400 Jahren tagte die 1. Reformierte Generalsynode
Rheinische Kirche feiert im September die Wurzeln ihrer Kirchenordnung
Vizepräsident Christian Drägert
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 117/2010
Düsseldorf, 14. Juli 2010
Die Evangelische Kirche im Rheinland feiert in diesem Jahr die Wurzeln ihrer Kirchenordnung. Vor 400 Jahren, im September 1610, tagte die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche. „Die 36 Teilnehmer dieser Generalsynode legten die Grundsteine für die zukünftige Gestalt des Protestantismus am Niederrhein und weit darüber hinaus“, erläuterte Vizepräsident Christian Drägert heute vor Journalistinnen und Journalisten. Damals wurde festgelegt: Die Gemeinden werden von Presbyterien geleitet und wählen ihre Pfarrer selbst. Sie sollen auch einen „Schulmeister“ für Kinder und Jugendliche anstellen. Die Gemeindevertreter kommen zum Klassikalkonvent, zur Provizialsynode und zur Generalsynode zusammen, um „sämtliche Kirchensachen“ zu verhandeln – also Kirchenleitung von unten nach oben. So fand das Freiheitsverständnis der Reformatoren Eingang in die Ordnung der protestantischen Kirche, wie sie bis heute Gültigkeit hat“, so der leitende Jurist der rheinischen Kirche.
Die Grundlegung für die rheinische Kirchenordnung feiert die mit 2,86 Millionen Mitgliedern zweitgrößte EKD-Gliedkirche am 4. September 2010 mit einer außerordentlichen Landessynode am historischen Ort in der Duisburger Salvatorkirche. Gemeinsam mit dem Kirchenkreis Duisburg und dessen Gemeinden wird es überdies eine Festwoche mit zahlreichen Veranstaltungen geben; darunter ein Fernsehgottesdienst mit Präses Schneider am12. September. Alle Jubiläumsaktivitäten stehen unter dem bezeichnenden Motto „Wir sind so frei“. Das ausführliche Programm wird im Internet präsentiert unter www.wir-sind-so-frei.de.
Kirche zu leiten werde seit der 1. Reformierten Generalsynode 1610 Presbyterinnen und Presbytern zugemutet, so Vizepräsident Drägert. Wie dies geschehe, bestimme das Bild evangelischer Kirche mit. Die presbyterial-synodale Ordnung sei insbesondere ein Markenzeichen der rheinischen Kirche. Drägert wörtlich: „Das Prinzip der gemeinschaftlichen Leitung der Kirche ist für uns ein hohes Gut, allerdings auch eines, das mitunter viel Zeit und Nerven kostet. Im Hinblick auf die zunehmend komplexen Anforderungen an das Leitungshandeln 400 Jahre nach der Grundlegung unserer Kirchenordnung ist die presbyterial-synodale Ordnung so fortzuentwickeln, dass die Gemeinde der Getauften ihr Recht auf Teilhabe am Leitungshandeln auch in Zukunft wahrnehmen kann. Daran werden wir – nicht zuletzt aufgrund dieses Jubiläums – arbeiten.“
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14.07.2010,
Pressestelle EKiR
Historische Führungen rund um die Duisburger Salvatorkirche
Reformationsgeschichte lebendig erzählt
25. Juni
Bis Ende des Jahres bieten ehrenamtliche Kirchenführer an jedem ersten Sonntag im Monat einen besonderen Rundgang durch und um die Duisburger Salvatorkirche an. Am 4. Juli treffen sich Interessierte zur nächsten kostenfreien Führung um 15.00 Uhr vor der Duisburger Citykirche neben dem Rathaus, die ohne Voranmeldung besucht werden kann.
Die historischen Führungen finden anlässlich des 400. Jubiläums der 1. Reformierten Generalsynode statt und erinnern an einen bedeutenden Aspekt rheinischer Kirchengeschichte, denn in der Duisburger Salvatorkirche wurde im Jahr 1610 evangelische Kirchengeschichte geschrieben: 28 Pfarrer und acht Laien aus den Gemeinden der damaligen Fürstentümer Jülich, Kleve und Berg kamen in Duisburgs Stadtkirche zu einer Generalsynode zusammen und legten dort den Grundstein für eine protestantische Kirchenordnung, die noch heute für die Evangelische Kirche im Rheinland prägend ist.
Freuen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf interessante Führungen, in denen neben der Reformationsgeschichte Duisburgs auch die Vorgeschichte der Salvatorkirche, ihr Baustil und ihre Kirchenfenster erläutert werden. Kirchenpädagogische Methoden und der Einsatz besonderer Medien machen die Führungen zu besonderen Erlebnissen. Der Eintritt zu allen Führungen ist frei, am Ende jeder Führung wird eine Spende erbeten. Größere Gruppen bis 30 Personen, wie Schulklassen oder Gemeindegruppen, können in Absprache mit Salvator-Pfarrer Peter Krogull einen besonderen Führungstermin vereinbaren. Weitere Informationen unter www.salvatorkirche.de oder direkt bei Pfarrer Peter Krogull (Tel.: 0203/20824).
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter
http://www.wir-sind-so-frei.de/ Kontakt:
Rolf Schotsch
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Ev. Kirchenkreis Duisburg
Am Burgacker 14 - 16
47051 Duisburg
Tel.: 0203/2951-3-501
Fax: 0203/2951-4-191
ev.pressestelle@kirche-duisburg.de
www.kirche-duisburg.de
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25.06.2010,
RS
Gabriela Grillo kommt es auf die Haltung an
Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Gabriela Grillo auf der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche - Bild Sabine Merkelt-Rahm
21. Juni 2010
Am letzten Sonntagmorgen stieg zur Gottesdienstzeit die Duisburger Unternehmerin Gabriela Grillo auf die Kanzel der Salvatorkirche. Als vierte Kanzelrednerin nannte sie ihr Thema leicht abgewandelt: „Wir Evangelischen sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen.“ Sie knüpfte bei ihrer Familiengeschichte an. Die Grillos seien vor etwa vierhundert Jahren als hugenottische Glaubensflüchtlinge aus Italien ins Ruhrgebiet zugewandert. Um die gleiche Zeit fand die erste reformierte Generalsynode in Duisburg statt, zu deren Jubiläumsfeierlichkeiten auch die Reihe der Kanzelreden gehört.
Die Liedzeile des umstrittenen Dichters Ernst Moritz Arndt „Die Freiheit und das Himmelreich gewinnen keine Halben“ habe ihr Vater in ihr Poesiealbum geschrieben, so Grillo. Die Freiheit beinhalte das Recht auf unabhängige Meinungsbildung, sei aber kein Alibi für Glücksspiel, Dominanz und Besserwisserei.
Grillo, die in Köln Musikwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft studierte, wurde in ihrer Berufswahl nicht unter Druck gesetzt. Sie entschied sich aus freien Stücken für eine Karriere im Familienunternehmen, das schon in der fünften Generation vor Ort tätig ist.
Grillo nannte es wichtig authentisch zu sein, nicht stromlinienförmig. „Man muss seine Haltung aushalten und durchhalten“, sagte sie. Die Gesetze des Marktes seien nicht gottgegeben.
Unternehmertum funktioniere nur durch Selbstverpflichtung. Grillo bedeute auf Italienisch zwar Grille, aber das sei kein Grund zur Heuschrecke zu werden.
Krisen bekämpfe man durch das Erkennen von Handlungsspielräumen, nicht durch den Ruf nach staatlichen Geldern. Das wäre für Grillo ein Rückfall ins Obrigkeitsdenken. Vor der Tür des eigenen Unternehmens könne sie sehen, dass weniger finanzielle Kraft oft mehr Engagement zum Vorschein brächte. Sie nannte ihr Umfeld liebevoll-spöttisch „Die Vereinten Nationen von Marxloh“.
Grillo engagiert sich in der Bürgerstiftung Duisburg, weil sie Ermutigung wichtig findet. Sie sprach vom Gänsehautgefühl eines geglückten Unternehmens, das man nicht allein erreichen könne. Nur die Bindung an ein Glaubensbekenntnis mache die Halben ganz. Text: Sabine Merkelt-Rahm
Weitere Informationen: Die nächste Kanzelrede steht unter dem Motto „Wir sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen“ und findet in der Salvatorkirche am 29. August 2010 um 17.00 Uhr statt. Redner ist der Fernsehjournalist Ruprecht Eser.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter www.wir-sind-so-frei.de
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21.06.2010,
Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm
Kanzelrede - Gabriela Grillo
Mansukript Kanzelrede 20.6.2010 - Gabriela Grillo
Wir sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen
Gabriela Grillo hält Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
„Wir sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen“ lautet das Thema der Kanzelrede, die Gabriela Grillo am 20. Juni, 10.00 Uhr in der Duisburger Salvatorkirche hält. Die Duisburger Unternehmerin nimmt nach dem Duisburger Oberbürgermeister, nach Dr. Jürgen Schmude und Dr. Fritz Pleitgen als vierte prominente Rednerin und theologische „Laiin“ von der Kanzel der Duisburger Citykirche Stellung zum selbstbewussten Motto "wir sind so frei", mit dem die rheinische Kirche für das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ wirbt.
Was Gabriela Grillo am Thema ihrer Kanzelrede fasziniert, begründet die engagierte Unternehmerin so: „Die Freiheit, etwas zu unternehmen, umfasst das Spannungsfeld zwischen der Unabhängigkeit der eigenen Überzeugung und dem Respekt vor der Überzeugung des Nächsten: von der Entscheidung bis zur verantwortungsvollen Umsetzung, mit ganzem Einsatz und auch Mut – hoffentlich nutzbringend und im besten Falle sinnstiftend.“
Die Veranstaltungsreihe „Kanzelreden“ erhielt das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010 und nimmt den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. Drei weitere Prominente sprechen in diesem Jahr von der Duisburger Kanzel über Gott und die Welt:
Fernsehjournalist Ruprecht Eser - „Wir sind so frei, global zu denken.“
Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG - „Wir sind so frei, als Unternehmer Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.“
Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland – „Wir sind so frei, wie frei sind wir wirklich? Jüdisches Leben in Deutschland heute.“
Terminangaben zu den Kanzelreden sowie nähere Informationen zu allen Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ gibt es im Internet unter: http://www.wir-sind-so-frei-de/. Der Eintritt zu allen Kanzelreden ist frei.
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Ereignis von 1610 feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen unter: www.wir-sind-so-frei.de
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14.06.2010,
RS
Grundentscheidungen der Kirchenordnung und ausgewählte Beispiele der Reformen nach 2003
Presbyterfortbildung mit Kirchenoberrechtsrätin Steppan
Grundlegend für das Leben in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) ist die Kirchenordnung. Eine Kirchenordnung ist vergleichbar der Verfassung eines Staates; sie enthält die Bekenntnisgrundlagen und Regelungen über das gemeindliche Leben. Kirchenoberrechtsrätin Kirstin Steppan lädt Presbyterinnen und Presbyter, Mitarbeitende im Bereich der evangelischen Kirche und ihrer Diakonie sowie Interessierte dazu ein, die Kirchenordnung der EKiR genauer kennenzulernen.
Die kostenfreie Fortbildung trägt den Arbeitstitel „Grundentscheidungen der Kirchenordnung und ausgewählte Beispiele der Reformen nach 2003“; Kirstin Steppan zeigt Veränderungen der Kirchenordnung seit 2003 auf und setzt sie in Beziehung zur presbyterial-synodalen Ordnung. Die Fortbildung findet statt am Samstag, 29. Mai 2010 von 10 bis 14 Uhr im Haus der Familie Duissern, im Ev. Familienbildungswerk Duisburg, Hinter der Kirche 34. Anmeldungen im Familienbildungswerk Duisburg unter der Rufnummer: 0203/305280.
Zu den Presbyterfortbildungen lädt die evangelische Kirche aus Anlass des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ ein: Die Zusammenkunft in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 gilt als Geburtsstunde der evangelischen Kirche im rheinischen Gebiet. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft. Kirche zu leiten, wird seitdem Presbyterinnen und Presbytern zugetraut. Wie das geschieht, bestimmt das Bild evangelischer Kirche mit.
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25.05.2010,
RS
Spirituelle Spaziergänge und ökumenische Erfahrungen
Duisburger City-Pilgerwege im Mai
Spirituelle Spaziergänge, ökumenische Erfahrungen und Kirchen-Geschichte stehen im Vordergrund der Duisburger City-Pilgerwege im Mai. Stationen der Pilgerwege sind am 8. und am 29. Mai sechs kirchliche Ursprungsorte in der Duisburger Innenstadt zwischen Schwanentor und Stapeltor. Auf dem Weg von der Salvatorkirche zur Karmelkirche, der Marienkirche, St. Joseph, und von der Gedenkkapelle bis zur Liebfrauenkirche reichen die Hausherren der Kirchen kleine leibliche, aber auch geistliche Wegzehrungen.
An jeder Station kommt die Geschichte des jeweiligen Gotteshauses ins Spiel. Die Pilgerwege enden mit einer gemeinsamen Mahlzeit in der Liebfrauenkirche am Stadttheater. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Pilgerwege beginnen jeweils um 15.00 Uhr an der Salvatorkirche und dauern etwa drei Stunden. Anmeldungen nimmt Peter Krogull, Pfarrer der Salvatorkirche Duisburg (Tel.: 0203/20824; E-Mail: peterkrogull@t-online.de) entgegen.
Ein Thema der Duisburger Pilgerwege ist das Jahr 1610, auf das während der Spaziergänge immer wieder Bezug genommen wird. Der Grund: Vor 400 Jahren tagte die 1. Reformierte Generalsynode - nicht zufällig - in Duisburg. Die Stadt an Rhein und Ruhr bot schon im Mittelalter eine gute Verkehrsanbindung und war somit für alle Synoden-Teilnehmer gut zu erreichen. Über Stapel-, Marien-, Kuh- und Schwanentor sind sie damals nach Duisburg gekommen und haben schon aus der Ferne den Turm der Salvatorkirche im Blick gehabt. Die Pilgerwege laden dazu ein, den Wegen und Erfahrungen von 1610 nachzugehen.
Mit der 1. Reformierten Generalsynode schrieben die Protestanten am Niederrhein vor 400 Jahren Kirchengeschichte: Sie hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung.
Das Ereignis von 1610 feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen. Die Pilgerwege sowie vier weitere Veranstaltungen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ erhielten das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010. Für die Organisation des Jubiläums zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter
http://www.wir-sind-so-frei.de/
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30.04.2010,
RS
Historische Führungen rund um die Duisburger Salvatorkirche
2. Mai 2010 - 15.00 Uhr - Eintritt frei
Seit Januar lädt die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg Interessierte regelmäßig zu historischen Stadtführungen rund um die Duisburger Salvatorkirche ein; die nächste Führung steht am 2. Mai um 15.00 Uhr vor der Duisburger Citykirche an. Bis Ende des Jahres finden sie anlässlich des 400. Jubiläums der 1. Reformierten Generalsynode an jedem ersten Sonntag im Monat statt. Die Führungen, die von den ehrenamtlichen Kirchenführern der Salvatorkirche gestaltet werden, können ohne Voranmeldung besucht werden. Größere Gruppen bis 30 Personen, wie Schulklassen oder Gemeindegruppen, können in Absprache mit Pfarrer Peter Krogull einen besonderen Führungstermin vereinbaren.
Die historischen Führungen erinnern an einen bedeutenden Aspekt rheinischer Kirchengeschichte, denn in der Duisburger Salvatorkirche wurde im Jahr 1610 evangelische Kirchengeschichte geschrieben: 28 Pfarrer und acht Laien aus den Gemeinden der damaligen Fürstentümer Jülich, Kleve und Berg kamen in Duisburgs Stadtkirche zu einer Generalsynode zusammen und legten dort den Grundstein für eine protestantische Kirchenordnung, die noch heute für die Evangelische Kirche im Rheinland prägend ist.
Freuen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf interessante Führungen, in denen neben der Reformationsgeschichte Duisburgs auch die Vorgeschichte der Salvatorkirche, ihr Baustil und ihre Kirchenfenster erläutert werden. Kirchenpädagogische Methoden und der Einsatz besonderer Medien machen die Führungen zu besonderen Erlebnissen. Der Eintritt zu allen Führungen ist frei, am Ende jeder Führung wird eine Spende erbeten. Weitere Informationen unter www.salvatorkirche.de oder direkt bei Pfarrer Peter Krogull (Tel.: 0203/20824).
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter
http://www.wir-sind-so-frei.de/
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23.04.2010,
RS
Kanzelrede Dr. Fritz Pleitgen
Mansukript Kanzelrede 18.4.2010 - Dr. Fritz Pleitgen
Kanzelrede mit Gabriela Grillo
"Wir sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen."
Plakat zur Kanzelrede mit Gabriela Grillo
Die nächste Kanzelrede in der Salvatorkirche Duisburg:
„Wir sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen.“
Gabriela Grillo
Duisburger Unternehmerin
20. Juni 2010, 10.00 Uhr
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20.04.2010,
RS
Nächste Presbyterfortbildung: 29.5.2010
Thema: "Wir sind so frei, anzupassen, um zu bewahren."
Plakat Presbyterfortbildungen
"Wir sind so frei, anzupassen, um zu bewahren."
Referenten:
Christian Drägert, Vizepräsident der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Kirchenoberrechtsrätin Kirstin Steppan
29. Mai 2010, 10-14 Uhr
Haus der Familie Duissern
im Ev. Familienbildungswerk Duisburg,
Hinter der Kirche 34, 47058 Duisburg
Anmelden können Sie sich beim Ev. Familienbildungswerk unter der Rufnummer: 0203/305280.
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20.04.2010,
RS
Über den Umgang mit schmerzlichen Wahrheiten
Fritz Pleitgen hielt Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Fritz Pleitgen auf der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche - Bild Sabine Merkelt-Rahm
Zur dritten Kanzelrede im Jubiläumsjahr der Generalsynode von 1610 begrüßte Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Ruhr 2010 GmbH Dr. Fritz Pleitgen. Der ehemalige WDR-Intendant sei als Journalist zu der prominent besetzten Veranstaltungsreihe eingeladen worden, „um ein klares Wort über Gott und die Welt zu sagen und damit auch christliche Existenz heute auszulegen“, so Schneider.
Pleitgens erstes klares Wort sorgte für Heiterkeit in der Salvatorkirche. Er sei zum Amt des Geschäftsführers gedrängt, ja beinahe gekidnappt worden, bekannte er freimütig und fügte hinzu, er als Duisburger Junge liebe allerdings die Herausforderung.
Er habe aber Mühe gehabt mit dem vorgeschlagenen Motto der Kanzelrede: „Wir sind so frei, bei der Wahrheit zu bleiben“. Für ihn klänge das zu apodiktisch, als werde kein Widerspruch geduldet. Man dürfe die Wahrheit aber nicht als Keule einsetzen.
Pleitgen legte das achtzehnte Kapitel des Johannesevangeliums aus, in dem Jesus vor Pilatus erscheint, und bezeichnete es als Schlüsselszene unserer Weltreligion. Er wies auf die antijudaistische Färbung des Textes hin die bis zu Luther und darüber hinaus die christliche Sicht beeinflusst habe. Man könne den Text für gemeingefährlich halten.
Andere Beispiele für gefährliche und gefährdete Wahrheiten entnahm Pleitgen dem modernen Journalismus.
Der Afghanistanausschuss quäle sich mit der Frage nach der Wahrheit ab. Auch in den Golfkriegen sei die Wahrheit das erste Opfer gewesen. Russland und Georgien hätten sich bei ihren kriegerischen Auseinandersetzungen beide von großen PR-Agenturen vertreten lassen, die weit ab vom Geschehen aus Brüssel ihre Sicht der Dinge verbreiteten.
Bei der Flut der unüberprüfbaren Meldungen sei es für den Einzelnen schwer, der Wahrheit auf der Spur zu bleiben.
Wie unterschiedlich mit schmerzlichen Wahrheiten umgegangen würde, stellte Pleitgen am Beispiel der Bischöfe Käßmann und Mixa gegeneinander. Käßmann habe ihr Amt aufgegeben, aber ihre Würde und Glaubwürdigkeit behalten. Mixa sei zunächst weiter im Amt, aber seine Würde sei per du. Das verdruckste Halbgeständnis, zu dem er sich neuerlich aufgerafft habe, könne daran nichts mehr ändern.
Wachsamkeit im Umgang mit den Medien und der Wahrheit sei geboten. Pleitgen warnte vor Selbstgerechtigkeit, man dürfe die Wahrheit nicht vor sich hertragen wie eine Monstranz. Mit dieser Einschränkung war der Journalist bereit, sich mit dem Motto seiner Kanzelrede nachträglich anzufreunden.
Text: Sabine Merkelt-Rahm
Die nächste Kanzelrede steht unter dem Motto „Wir sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen“ und findet in der Salvatorkirche am 20. Juni 2010 um 10.00 Uhr statt. Rednerin ist die Duisburger Unternehmerin Gabriela Grillo.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter www.wir-sind-so-frei.de
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19.04.2010,
Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm
Wir sind so frei, bei der Wahrheit zu bleiben
Fritz Pleitgen hält Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Fritz Pleitgen; Quelle: WDR
Nach Adolf Sauerland, Oberbürgermeister von Duisburg, und Dr. Jürgen Schmude spricht Dr. Fritz Pleitgen als dritter prominenter Redner von der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche. „Wir sind so frei, bei der Wahrheit zu bleiben“ lautet das Thema des Journalisten und ehemaligen WDR-Intendanten am 18. April, 17.00 Uhr in der Citykirche neben dem Rathaus.
Als theologischer „Laie“ nimmt er Stellung zum selbstbewussten Motto "wir sind so frei", mit dem die rheinische Kirche für das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ wirbt. Warum Fritz Pleitgen in seiner Kanzelrede den Umgang mit der Wahrheit thematisiert, begründet der prominente Redner so: „Wir müssen lernen, dass es selten, eigentlich fast nie eine einzige Wahrheit gibt. Bei der Wahrheit kommt es auf die Umstände und auf die Sicht des Betrachters an. Deshalb ist es vornehmste Journalistenpflicht, Wahrheit - mag sie noch so unumstößlich erscheinen - ständig zu hinterfragen. Das Wahre von heute stellt sich nicht selten als Trugschluss von morgen heraus. Im Namen der Wahrheit sind schon viele Irrtümer und leider auch Gräueltaten begangen worden. Deshalb muss mit dem Begriff Wahrheit behutsam umgegangen werden. Die menschliche Auslegung sollte sich vor einem Allgemeingültigkeitsanspruch hüten.“
Die Veranstaltungsreihe „Kanzelreden“ erhielt das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010 und nimmt den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. Vier weitere Prominente sprechen in diesem Jahr von der Duisburger Kanzel über Gott und die Welt:
- Gabriela Grillo - Duisburger Unternehmerin - „Wir sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen.“
- Fernsehjournalist Ruprecht Eser - „Wir sind so frei, global zu denken.“
- Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG - „Wir sind so frei, als Unternehmer Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.“
- Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland – „Wir sind so frei, wie frei sind wir wirklich? Jüdisches Leben in Deutschland heute.“
Terminangaben zu den Kanzelreden sowie nähere Informationen zu allen Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ gibt es im Internet unter: www.wir-sind-so-frei.de. Der Eintritt zu allen Kanzelreden ist frei.
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09.04.2010,
RS
Die 1. Reformierte Generalsynode 1610 - aus Sicht der Wissenschaft 7. - 9. September 2010
Reformatorische Grundgedanken der Freiheit: lebendig wie vor 400 Jahren
Dossier am Ostermontag im Internet
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 75/2010
Düsseldorf, 5. April 2010
„Die Freiheit Nr. 1 im Knast war die Einzelzelle,“ stellt ein Strafgefangener fest, und er benennt noch vier weitere Freiheiten. „Der Glaube an Gott ist allein schon Freiheit, er befreit meine Seele“, so ein anderer. „Freiheit im Knast bedeutet zu hören, dass es für Gott keine hoffnungslosen Fälle gibt - es sei denn, man besteht darauf“, sagt der Seelsorger. Er hat die Gedanken von Inhaftierten und eigene Erfahrungen zum Thema „Freiheit im Gefängnis“ in dem Dossier aufgeschrieben, das am heutigen Ostermontag unter www.wir-sind-so-frei.de freigeschaltet wird.
Der Anlass ist ein kirchengeschichtlich bedeutsames Datum: Im Jahre 1610 versammelten sich 36 Theologen und Laien in der Duisburger Salvatorkirche zur ersten reformierten Generalsynode. Das Jubiläum steht unter dem Motto „wir sind so frei“ und bringt ein Stück protestantisches Selbstverständnis zum Ausdruck. Angeregt durch das Motto des 400-jährigen Jubiläums beleuchten im Dossier mehrere Autoren ihr Freiheitsverständnis in gegenwärtigen Kontexten.
Zur Sprache gebracht werden auch Freiheitsgedanken von Jugendlichen und Möglichkeiten, sie im Konfirmandenunterricht zum Ausdruck zu bringen. Freiheit beginnt mit Vergebung, lautet die z.B. Antwort auf die Frage: Wie werde ich frei? Vorgeschlagen werden Aktionen, in denen Jugendliche erfahren, dass Freiheit Kräfte freisetzt. Sie entdecken dabei Freiräume für sich selbst, aber auch für andere, in der Nachbarschaft, im Stadtteil, und präsentieren sie öffentlich.
Vor Gott sind alle ebenbürtig - egal ob Mann oder Frau
Um die Freiheit von Frauen durch die Reformation geht es einem weiteren Beitrag. Die Rechtfertigungslehre habe sich auch auf das Geschlechterverhältnis ausgewirkt: „Vor Gott sind alle ebenbürtig - egal ob Mann oder Frau.“ Der Einfluss von Frauen, sich für die neuen Ideen einzusetzen, sei nicht zu unterschätzen. Allerdings stellt der Autor auch kritisch fest, dass den Historikern über die großen Reformatoren fast alles bekannt sei, aber nur wenig über die Rolle der Frauen, trotz vorhandener Quellenlage. Er stellt fest: „Es fehlt bisher nur am Willen zur systematischen Erforschung der Frauen im Schatten der Reformation.“
Wer vor Ort die „ersten Protestanten“ ausfindig machen möchte, erhält in einem weiteren Beitrag Tipps für die Spurensuche in Archivbeständen - ein anspruchsvolles, aber auch lohnendes Hobby für lokale Geschichtsforscher, noch unbekannte „Kirchenhistörchen“ zu entdecken. So wurden erst vor zwei Jahren Teile der verschollen geglaubten „Hirtentasche“ aus dem 18. Jahrhundert entdeckt.
Für die Gottesdienstgestaltung sind in dem Dossier Vorschläge für ein Proprium mit Texten, Liturgien und Gebeten zusammengestellt. Anregungen für eine Andachtsreihe sind in Vorbereitung und werden in Kürze folgen. Mit dem Dossier lädt die Evangelische Kirche im Rheinland ein, sich spirituell und mit eigenen Aktionen am Jubiläumsjahr zu beteiligen.
Bereits begonnen hat das Jubiläumsjahr mit einem Neujahrsempfang/Konzert des Kirchenkreises Duisburg in der Duisburger Salvatorkirche, historischen Stadtführungen und der Reihe „Kanzelreden“ -die nächste Kanzelrede „wir sind so frei ... bei der Wahrheit zu bleiben“ hält Fritz Pleitgen, Geschäftsführer RUHR2010 GmbH, Journalist und ehemaliger WDR-Intendant, am Sonntag, 18. April 2010, 17 Uhr, in der Duisburger Salvatorkirche. Hinzu kommen ein wissenschaftlicher Kongress und die Ausstellung „Damit Extrema verhütet werden... Die 1. Reformierte Generalsynode 1610 in Duisburg 1610 zwischen Machtpolitik und Nächstenliebe“ im Stadtmuseum. Diese fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010.
Außerdem gibt es Pilgerwege, Presbyterfortbildungen und - über Duisburg hinaus - einen Schülerwettbewerb und einen Förderpreis für Studierende.
Landessynode tagt im September in Duisburg
Vom Samstag, 4. September, bis Sonntag, 12. September 2010 wird die rheinische Kirche, den Meilenstein ihrer Kirchengeschichte mit einem umfangreichen Programm in Duisburg feiern. Zum Auftakt einer Sondersynode kommen am Freitag, 3. September 2010 die Mitglieder der Landessynode, dem obersten Leitungsgremium, mit geladenen Gästen aus Politik und Kirche zu einer Abendveranstaltung in der Duisburger Salvatorkirche zusammen. Angefragt sind u.a. der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Sondersynode selbst beginnt offiziell mit einem Gottesdienst in der Salvatorkirche am 4. September 2010, 10 Uhr. In drei Vorträgen stehen die Grundgedanken der 1. Reformierten Generalsynode und die Religionsfreiheit im Mittelpunkt. Neben der Sondersynode gibt es in der Jubiläumswoche auch einen Kreiskirchentag, Konzerte, einen Markt mit einer bunten Mischung von Ständen und einem Zelt der Begegnung (u.a. mit Zirkusaufführungen und einem Auftritt mit Volker Pispers) und vielen weiteren Veranstaltungen. Der Festgottesdienst mit Präses Nikolaus Schneider am Sonntag, 12. September 2010, 10 Uhr, wird vom WDR-Fernsehen übertragen.
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06.04.2010,
RS
Nur eine Sitzung im Monat?
Fortbildung zur Leitungsarbeit in Presbyterien der evangelischen Kirche
Pressemitteilung
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“
Nur eine Sitzung im Monat? Fortbildung zur Leitungsarbeit in Presbyterien der evangelischen Kirche
8. März 2010
Presbyteriumsarbeit in einer evangelischen Kirchengemeinde bedeutet mehr, als nur ein Mal im Monat an einer Sitzung teilzunehmen. Dies wissen wohl alle, die zur Fortbildung für Presbyterinnen und Presbyter am 13. März von 10.00 bis 14.00 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Duisburg-Hochfeld, Johanniterstraße 145, kommen. Prioritäten und Aufgaben der Gemeinde festlegen sowie über die Verteilung der Finanzmittel und die Beschäftigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheiden, sind zentrale Aufgaben der Leitungsarbeit, die den Presbyterien viel Verantwortung abverlangen. Presbyterinnen und Presbyter prägen zudem auch das geistliche Leben ihrer Gemeinde. Ralf Drückes, Presbyter der Duisburger Kirchengemeinde Trinitatis, und der Leiter des Evangelischen Familienbildungswerkes Duisburg, Ulrich Schmitz, möchten mit den ehrenamtlichen Entscheidungsträgern aus den Gemeinden der rheinischen Kirche über diese formulierten Ansprüche ins Gespräch kommen. In Anlehnung an das Motto des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ lädt die evangelische Kirche zu diesem Erfahrungsaustausch, der unter der Überschrift steht: „Wir sind so frei, mitzuarbeiten als Presbyterin und Presbyter. Der aktuelle Kontext der Leitungsarbeit im Presbyterium“. Die vierstündige kostenfreie Fortbildung beginnt um 10.00 Uhr. Anmeldungen im Familienbildungswerk Duisburg unter der Rufnummer: 0203/305280.
Die Zusammenkunft der 1. Reformierten Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 gilt als Geburtsstunde der evangelischen Kirche im rheinischen Gebiet. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft. Kirche zu leiten, wird seitdem Presbyterinnen und Presbytern zugetraut. Wie das geschieht, bestimmt das Bild evangelischer Kirche mit.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter http://www.wir-sind-so-frei.de/
Kontakt:
Rolf Schotsch
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Ev. Kirchenkreis Duisburg
Am Burgacker 14 - 16
47051 Duisburg
Tel.: 0203/2951-501
Fax: 0203/2951-191
ev.pressestelle@kirche-duisburg.de
www.kirche-duisburg.de
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08.03.2010,
RS
Historische Stadtführung im März
Rund um die Salvatorkirche
Pressemitteilung – Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Donnerstag, 25. Februar 2010
Anfang Januar kamen nur fünf Menschen zur historischen Führung rund um die Duisburger Salvatorkirche; einen Monat später waren es 35. Am 7. März treffen sich Interessierte zur nächsten Führung um 15.00 Uhr vor der Duisburger Citykirche. Bis Ende des Jahres finden sie anlässlich des 400. Jubiläums der 1. Reformierten Generalsynode an jedem ersten Sonntag im Monat statt. Die Führungen, die von den ehrenamtlichen Kirchenführern der Salvatorkirche gestaltet werden, können ohne Voranmeldung besucht werden. Größere Gruppen bis 30 Personen, wie Schulklassen oder Gemeindegruppen, können in Absprache mit Pfarrer Peter Krogull einen besonderen Führungstermin vereinbaren.
Die historischen Führungen erinnern an einen bedeutenden Aspekt rheinischer Kirchengeschichte, denn in der Duisburger Salvatorkirche wurde im Jahr 1610 evangelische Kirchengeschichte geschrieben: 28 Pfarrer und acht Laien aus den Gemeinden der damaligen Fürstentümer Jülich, Kleve und Berg kamen in Duisburgs Stadtkirche zu einer Generalsynode zusammen und legten dort den Grundstein für eine protestantische Kirchenordnung, die noch heute für die Evangelische Kirche im Rheinland prägend ist.
Freuen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf interessante Führungen, in denen neben der Reformationsgeschichte Duisburgs auch die Vorgeschichte der Salvatorkirche, ihr Baustil und ihre Kirchenfenster erläutert werden. Kirchenpädagogische Methoden und der Einsatz besonderer Medien machen die Führungen zu besonderen Erlebnissen. Der Eintritt zu allen Führungen ist frei, am Ende jeder Führung wird eine Spende erbeten. Weitere Informationen unter www.salvatorkirche.de oder direkt bei Pfarrer Peter Krogull (Tel.: 0203/20824).
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist. Fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010. Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter http://www.wir-sind-so-frei.de/
Kontakt:
Rolf Schotsch
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Ev. Kirchenkreis Duisburg
Am Burgacker 14 - 16
47051 Duisburg
Tel.: 0203/2951-501
Fax: 0203/2951-191
ev.pressestelle@kirche-duisburg.de
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25.02.2010,
RS
Kanzelrede Dr. Jürgen Schmude - Manuskrupt
Mansukript Kanzelrede 21.2.2010 - Dr. Jürgen Schmude
Gute Worte für die Politik und die Politiker
Dr. Jürgen Schmude hält Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
PRESSEMITTEILUNG
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Gute Worte für die Politik und die Politiker
Dr. Jürgen Schmude hält Kanzelrede in der Duisburger Salvatorkirche
Freitag, 12. Februar 2010
Am 21. Februar, 17.00 Uhr spricht Dr. Jürgen Schmude in der Duisburger Salvatorkirche zum Thema „Wir sind so frei, ein gutes Wort für die Politik und die Politiker einzulegen.“ Als theologischer „Laie“ nimmt er Stellung zum selbstbewussten Motto "wir sind so frei", mit dem die rheinische Kirche für das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ wirbt. Dr. Jürgen Schmude war von 1985 bis 2003 Präses der Synode und Ratsmitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland. Der promovierte Jurist war zudem von 1969 bis 1994 Mitglied des Deutschen Bundestages und hatte in dieser Zeit verschiedene Ministerämter in der Bundesregierung.
Die Veranstaltungsreihe „Kanzelreden“ erhielt das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010 und nimmt den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. Fünf weitere Prominente sprechen in diesem Jahr von der Duisburger Kanzel über Gott und die Welt:
- Fritz Pleitgen - „Wir sind so frei, bei der Wahrheit zu bleiben.“
- Gabriela Grillo - Duisburger Unternehmerin - „Wir sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen.“
- Fernsehjournalist Ruprecht Eser - „Wir sind so frei, global zu denken.“
- Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG - „Wir sind so frei, als Unternehmer Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.“
- Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland – „Wir sind so frei, wie frei sind wir wirklich? Jüdisches Leben in Deutschland heute.“
Terminangaben zu den Kanzelreden sowie nähere Informationen zu allen Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ gibt es im Internet unter: http://www.wir-sind-so-frei-de/.
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Ereignis von 1610 feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist.
Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr, ElectronicPartner und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche. Weitere Informationen unter: www.wir-sind-so-frei-de
Kontakt:
Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Rolf Schotsch
Am Burgacker 14 - 16
47051 Duisburg
Tel.: 0203/2951-501
Fax: 0203/2951-191
ev.pressestelle@kirche-duisburg.de
www.kirche-duisburg.de
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12.02.2010,
RS
Frauenhilfe Duisburg-Süd
Bibelarbeit zum Thema Generalsynode
„Wir sind so frei …", das Motto des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode", ist Thema einer Bibelarbeit der Evangelischen Frauenhilfe Duisburg Süd am 22. Februar um 15.00 Uhr im Neudorfer Gemeindehaus an der Gustav-Adolf-Straße 65. Anke Bender, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Duisburg Großenbaum-Rahm, will mit interessierten Frauen anhand einer Bibelstelle gemeinsam Überlegen anstellen zu der Freiheit, die Christenmenschen geschenkt bekommen haben.
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten" her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. Das Ereignis von 1610 feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei" mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist. Weitere Informationen unter www.wir-sind-so-frei.de.
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18.02.2010,
RS
Generalsynode für Anfänger und Fortgeschrittene
Presbyterfortbildung am 6. Februar
Die Fortbilungsreihe „wandert" durch die Gemeinden. Diesmal war das Alte Pfarrhaus in Neumühl dran.
8. Februar 2010
Im Alten Pfarrhaus von Duisburg Neumühl beschäftigte sich am Samstag eine Gruppe von Gemeindeältesten aus verschiedenen evangelischen Kirchengemeinden in Duisburg mit einem Sitzungsprotokoll. Ungewöhnlich ist daran nur das Datum der Sitzung. Sie fand vom 7. - 11. September 1610 statt. Damals trafen sich 36 Gemeindeälteste zur ersten reformierten Generalsynode in der Salvatorkirche. Sie berieten darüber, welche Ordnung sie ihrer Kirche geben sollten.Heute treffen sich Duisburger Presbyterinnen und Presbyter im Jubiläumsjahr zu einer Reihe von Fortbildungen, um die alte Ordnung besser kennenzulernen und ihre Auswirkungen bis in die heutige Kirchenverfassung zu diskutieren. „Wir sind so frei, zu bewahren, was wir empfangen haben“, war das Motto des Auftaktes der Reihe.
Oberkirchenrat i.R. Harald Bewersdorff wünschte sich als Referent eine Kultur des Erinnerns und Neu-Erzählens. Er stellte anhand des Corputiusplans das alte Duisburg des sechzehnten Jahrhunderts vor und erläuterte die geschichtlichen Rahmenbedingungen der Zeit. Seine Zuhörer fragten Einzelheiten aus der Zeit nach, als Duisburg evangelisch wurde. Wer hetzte die Evangelischen zum Bildersturm auf? Gab es Hassprediger? Wie genau kam die Statue des Salvator Mundi, der heute noch das Duisburger Stadtwappen ziert, aus der Salvatorkirche nach Nievenheim am Rhein?
Die Beschäftigung mit dem 400 Jahre alten Protokoll fördert auch Vertrautes zutage. Neben den großen Fragen der Zeit berieten die Ältesten damals auch organisatorische Kleinigkeiten. Wie oft soll sich ein Presbyterium treffen? Aus welchem Topf kirchlicher Mittel werden die Auslagen der Sitzungsteilnehmer erstattet? Am Ende steht im Protokoll: „ …sembtliche Brüder seint in Fried, Lieb und Einigkeit voneinander geschieden.“ Die Presbyterinnen und Presbyter treffen sich am 13.März zur nächsten Fortbildung. Dann geht es unter dem Motto „Wir sind so frei, mitzuarbeiten als Presbyterin und Presbyter“ um den aktuellen Kontext der Leitungsarbeit im Presbyterium. Mitarbeitende und ehrenamtliche Engagierte aus dem Bereich der evangelischen Kirche und ihrer Diakonie sowie am Thema Interessierte sind ebenfalls herzlich zu allen Fortbildungen eingeladen. Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ und zu allen Veranstaltungen unter
www.wir-sind-so-frei.de.
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08.02.2010,
Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm
Reformationsgeschichte
Historische Stadtführungen rund um die Duisburger Salvatorkirche
In der Salvatorkirche wurde im Jahr 1610 evangelische Kirchengeschichte geschrieben: 28 Pfarrer und acht Laien aus den Gemeinden der damaligen Fürstentümer Jülich, Kleve und Berg kamen in Duisburgs Stadtkirche zu einer Generalsynode zusammen und legten dort den Grundstein für eine protestantische Kirchenordnung, die noch heute für die Evangelische Kirche im Rheinland prägend ist.
An diesen bedeutenden Aspekt rheinischer Kirchengeschichte wollen die Führungen rund um Salvator in diesem Jahr erinnern; sie finden anlässlich des 400. Jubiläums der 1. Reformierten Generalsynode an jedem ersten Sonntag im Monat um 15.00 Uhr statt. Die nächste Führung ist am 7. Februar.
Die Führungen, die von den ehrenamtlichen Kirchenführern der Salvatorkirche gestaltet werden, können ohne Voranmeldung besucht werden. Größere Gruppen bis 30 Personen, wie Schulklassen oder Gemeindegruppen, können in Absprache mit Pfarrer Peter Krogull einen besonderen Führungstermin vereinbaren.
Freuen dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf interessante Führungen, in denen neben der Reformationsgeschichte Duisburgs auch die Vorgeschichte der Salvatorkirche, ihr Baustil und ihre Kirchenfenster erläutert werden. Kirchenpädagogische Methoden und der Einsatz besonderer Medien machen die Führungen zu besonderen Erlebnissen. Der Eintritt zu allen Führungen ist frei, am Ende jeder Führung wird eine Spende erbeten. Weitere Informationen unter www.salvatorkirche.de oder direkt bei Pfarrer Peter Krogull (Tel.: 0203/20824).
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29.01.2010,
RS
Gesamtprogramm zum Jubiläum "400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode" - Stand: Oktober 2009
Sondersynode in Duisburg am 4. September 2010
„wir sind so frei“: Nach 400 Jahren ist die Kirchengeschichte aktuell und lebendig
Pressemitteilung Evangelische Kirche im Rheinland - Nr. 37/2010
Bad Neuenahr, 15. Januar 2010
Ein wichtiges Datum der rheinischen Kirchengeschichte rückt näher: Am 4. September 2010 feiert die Evangelische Kirche im Rheinland einen Meilenstein. 1610 versammelten sich 36 Theologen und Laien der Provinzialsynoden von Jülich, Kleve und Berg in der Duisburger Salvatorkirche zur ersten reformierten Generalsynode. Auf dieser Synode wurde fortgesetzt, was auf der Synode in Emden und auf dem Weseler Konvent begonnen wurde und bis heute im Kern Gültigkeit hat: Die presbyterial-synodale Grundordnung.
Das Jubiläum steht unter dem Motto „wir sind so frei“ und bringt ein Stück protestantisches Selbstverständnis zum Ausdruck. „wir sind so frei“, das heißt auch:
Wir sind frei, Kirche aus dem Geiste des Evangeliums zu gestalten.
Wir sind frei, die befreiende Botschaft Jesu Christi in aller Welt zu verkünden. Und:
Wir sind frei, dies nicht nur durch „gelernte“ Theologinnen und Theologen zu tun, sondern auch durch unsere Laien und mit ihnen - im Sinne des protestantischen Priestertums aller Gläubigen.
Das Jubiläumsjahr hat inzwischen schon begonnen – mit einem Neujahrsempfang/Konzert des Kirchenkreises Duisburg am 29. November 2009 (1. Advent) in der Duisburger Salvatorkirche, der Reihe „Kanzelreden“ und historischen Stadtführungen durch die Duisburger Altstadt. Hinzu kommen ein wissenschaftlicher Kongress und die Ausstellung „Damit Extrema verhütet werden… Die 1. Reformierte Generalsynode in Duisburg 1610 zwischen Machtpolitik und Nächstenliebe“ im Stadtmuseum. Diese fünf Veranstaltungen des Jubiläums sind anerkannte Projekte der Kulturhauptstadt Europas Ruhr 2010.
Außerdem gibt es Pilgerwege und Presbyterfortbildungen und - über Duisburg hinaus - einen Schülerwettbewerb sowie einen Förderpreis für Studierende. Vom 4. bis 12. September 2010 wird in Duisburg eine Festwoche gefeiert: Neben einer Sondersynode und einem Kreiskirchentag gibt es Konzerte, einen Markt mit einer bunten Mischung von Ständen und einem Zelt der Begegnung sowie vielerlei andere Veranstaltungen. Der Festgottesdienst mit Präses Nikolaus Schneider am 12. September 2010, 10 Uhr, wird vom WDR-Fernsehen übertragen.
Zum Auftakt der Sondersynode kommen am Freitag, 3. September 2010, 18 Uhr, die Mitglieder der Landessynode in der Duisburger Salvatorkirche mit geladenen Gäste aus Politik und Kirche zusammen. Angefragt sind u.a. der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und die EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann.
Die Sondersynode beginnt offiziell mit einem Gottesdienst in der Salvatorkirche am Samstag, 4. September 2010, 10 Uhr. In drei Vorträgen stehen die Grundgedanken der
1. Reformierten Generalsynode und die Religionsfreiheit im Mittelpunkt. Es werden referieren:
Dr. Andreas Mühling, Professor für Evangelische Kirchengeschichte an der Universität Trier,
Oberkirchenrat Klaus Eberl, Abteilungsleiter der Abteilung Bildung im Landeskirchenamt und Mitglied der Kirchenleitung,
Pfarrer Holger Nollmann, Auslandspfarrer der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der deutschsprachigen Gemeinde in Istanbul. Offiziell arbeitet er als Botschaftsangestellter, da nach türkischem Gesetz ausländischen Geistlichen jede Tätigkeit im Land verboten ist.
Es folgen Beratungen in Ausschüssen und eine öffentliche Debatte im Plenum.
Gegen 18 Uhr wird die Sondersynode enden. Am Abend findet ein Gottesdienst im Zelt der Begegnung statt. Am Sonntag, 5. September 2010, 10 Uhr, kommen Gäste aus den Ursprungsgemeinden der 1. Reformierten Generalsynode zu einem Gottesdienst in der Salvatorkirche zusammen.
Wichtige Hinweise:
Für die rheinischen Gemeinden gibt es viele Möglichkeiten, sich spirituell und mit eigenen Aktionen am Jubiläumsjahr zu beteiligen. So wird der Kirchenkreis Trier das Motto des Duisburger Jubiläums „wir sind so frei“ für seinen 2. Kreiskirchentag am 29. August 2010 aufnehmen und die Veranstaltungen inhaltlich danach gestalten will. In Vorbereitung ist ein Dossier mit Predigtvorschlägen, einer Andachtsreihe und Vorschlägen für ein Konfirmanden-Projekt zu „wir sind so frei“. Vorgesehen sind auch ein Beitrag über die Frauen in der Reformation und Tipps für die (kirchen-)geschichtliche Suche nach den ersten Protestanten vor Ort (im Internet ab März/April 2010 ).
Nähere Informationen zum Programm sind schon jetzt im Internet zu finden
unter www.wir-sind-so-frei.de
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18.01.2010,
RS
Kanzelrede mit Dr. Jürgen Schmude
"Wir sind so frei, ein gutes Wort für die Politik und die Politiker einzulegen."
Plakat zur Kanzelrede mit Dr. Jürgen Schmude
Die nächste Kanzelrede in der Salvatorkirche:
„Wir sind so frei, ein gutes Wort für die Politik und die Politiker einzulegen.“
Dr. Dr. h.c. Jürgen Schmude, Mitglied des Bundestags (1974-1994), Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (1985-2003)
21. Februar 2010, 17.00 Uhr
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13.01.2010,
RS
Wir sind so frei, der Stadt Bestes zu suchen
Oberbürgermeister wirbt auf der Kanzel für christliche Stadtpolitik
"Wir sind so frei, der Stadt bestes zu suchen" - Kanzelredner Adolf Sauerland, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg auf der Kanzel der Salvatorkirche
„Wir sind so frei, der Stadt Bestes zu suchen“ war das selbstgewählte Motto des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland zu seiner Kanzelrede, die er am 6. Dezember in der Duisburger Salvatorkirche hielt. Die evangelische Kirche lud zu dieser Rede aus Anlass des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ ein; fünf weitere Kanzelreden mit prominenten Rednern folgen im nächsten Jahr. Die Veranstaltungsreihe, die das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010 erhielt, nimmt den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. „Mittelpunkt der Veranstaltung ist die Rede einer Person des öffentlichen Lebens in liturgischem Rahmen“, so Superintendent Armin Schneider zu Beginn der ersten Kanzelrede am vergangenen Sonntag. Das Motto „Wir sind so frei…“ ergänzt an jedem Termin der jeweilige Redner.
Oberbürgermeister Adolf Sauerland bezog sich als erster Kanzelredner mit der gewählten Überschrift auf Verse aus dem Brief des Jeremia: „Suchet der Stadt Bestes […], und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch wohl.“ Zwar sprach Sauerland den finanziell begrenzten Handlungsspielraum der Stadt Duisburg an, doch betonte er gleichermaßen, sich des Reichtums der Geschichte, des Standortfaktors, der Ideen und der Bürger Duisburgs bewusst zu werden. Um all diesen Reichtum zu stärken und sich erfolgreich auf die Suche nach dem Besten der Stadt zu begeben, benötige es einen Kompass, und dieses Instrument sei für ihn der christliche Glaube: „Da fällt mir bei allem Nachdenken kein Kompass ein, der besser geeignet wäre als derjenige, der die Menschen seit gut zwei Jahrtausenden auf ihren Suchen begleitet. Nämlich der Maßstab unseres christlichen Glaubens. […] Konkret gesagt: Wir brauchen eine an christlichen Werten orientierte Stadtpolitik“, so Sauerland.
Die Grundgedanken christlicher Stadtpolitik seien hierbei Solidarität, Nächstenliebe, Hilfe zur Selbsthilfe, Stärkung des Ehrenamts, Respekt vor künftigen Generationen, schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen und die bestmögliche Unterstützung und Teilhabe aller Bürger an Bildung und Kultur. Sauerland betonte zudem den zu achtenden Wert der Religionsfreiheit und den Respekt vor dem Glauben des Nächsten.
Die nächste Kanzelrede steht unter dem Motto „Wir sind so frei, ein gutes Wort für die Politik und die Politiker einzulegen“ und findet in der Salvatorkirche am 21. Februar 2010 um 17.00 Uhr statt. Redner ist Dr. Dr. h.c. Jürgen Schmude, Mitglied des Bundestags (1974-1994) und Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (1985-2003).
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. Die rheinische Kirche wirbt mit dem selbstbewussten Motto: "wir sind so frei" für das Jubiläum eines Ereignisses, bei dem das Freiheitsverständnis der großen Reformatoren Johannes Calvin und Martin Luther Eingang in die Ordnung der protestantischen Kirche fand. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Ereignis von 1610 feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist.
Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich. Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen unter: http://www.wir-sind-so-frei-de/
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08.12.2009,
Bild - Golombek - Text - Go/RS
Kanzelrede OB Adolf Sauerland - Manuskript
Mansukript Kanzelrede 6.12.2009 - Oberbürgermeister Adolf Sauerland
Neujahrsempfang des Kirchenkreises
Festlicher Auftakt zum Jubiläum
Empfang zum Beginn des neuen Kirchenjahres in der Salvatorkirche
Kirche und Kultur zeigten sich beim Neujahrsempfang des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg am 1. Advent in der Salvatorkirche von ihrer besten Seite. Unter der Leitung von Kantor Marcus Strümpe inszenierten Wolfram Boelzle als Sprecher und Tina Scherer (Sopran), Gudrun Pelker (Alt), Martin Koch (Tenor) auf imposante Weise den symphonischen Psalm „König David“ von Arthur Honegger im Wechsel mit der Kantorei der Salvatorkirche und Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker. Superintendent Armin Schneider erinnerte zum Auftakt des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode 1610 in Duisburg“ an die Rolle der Kirche als Kulturträger: „Erst waren die Kirchtürme da und dann die Fördertürme.“ Die Beschlüsse von 1610 seien nicht nur für die Ordnung der Kirche prägend, sondern auch für die Bürgergesellschaft.
Auch Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung der Generalsynode für die heutige Zeit. „Gedenken an 1610 heißt: Die Glut von damals durch die Zeit tragen und für das Heute nutzen,“ so Schneider. Die Zusammenkunft der 36 Synodalen habe nichts Aufregendes, aber doch Erstaunliches bewirkt: den Mut zur Freiheit und zur Selbstständigkeit. Die Leitung der Kirche durch gewählte Gremien und nicht „von oben herab“ basiere auf der Initiative von Laien und der Gelassenheit im Umgang mit Unterschieden. Sein Fazit für die Gegenwart: „Was hindert uns, auf gesellschaftliche Veränderungen gelassen zu reagieren – gelassen im Umgang mit Differenzen, im versöhnten Umgang von Reformierten und Lutheranern, im Umgang mit gleichgeschlechtlich Liebenden und entspannt im interreligiösen Dialog?“ Das Motto des Jubiläums „wir sind so frei“ sei richtig und gut: „Die Mütter und Väter der Generalsynode waren so frei, Vorbild zu sein und Möglichkeiten der Weiterentwicklung zu eröffnen – wir sind so frei, das auch zu tun.“
Dr. Fritz Pleitgen, Geschäftsführer der Ruhr 2010 GmbH, kommentierte die Kirchengeschichte ganz persönlich: „Als Duisburger Junge bin ich stolz darauf, dass hier ein neues Denken begann.“ Und er lobte das kirchliche Engagement bei der Kulturarbeit. Es gäbe keine Berührungsängste von Seiten der Kirche und ein umfangreiches Programm. „Das Jahr der Kulturhauptstadt beginnt, und die Kirchen sind dabei“, so Pleitgen.
Oberbürgermeister Adolf Sauerland nutzte die Gelegenheit, auf „unbekannte Wegmarken“ in der Duisburger Stadtgeschichte hinzuweisen: z.B. die Universitätsgründung 1655, die Gründung des Johanniterordens im 12. Jahrhundert und eben die 1. Reformierte Generalsynode 1610. „Wo Geschichtsbewusstsein fehlt, fehlt das Selbstbewusstsein“, mahnte er. Und mit besonderem Blick auf den 500jährigen Geburtstag des berühmten Theologen, Mathematikers und Kartographen Gerhard Mercators im Jahr 2012 resümierte er: „Solche Daten sind ein Geschenk des Himmels.“ In ihrer Geschichte zeichne sich die Stadt Duisburg nicht durch materiellen Reichtum aus, aber durch Ideenreichtum – damals wie heute. Es mangele heute an Geld, aber nicht an Solidarität. „Wir sind Duisburg, und wir wollen diese Stadt stark machen,“ so Sauerland. Und: „Es gibt Wichtigeres als Zahlen, es gibt eine Zukunft.“
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30.11.2009,
Bild - RS - Text ES
1. Kanzelrede
OB Sauerland zum Thema "Wir sind so frei, der Stadt Bestes zu suchen."
PRESSEMITTEILUNG - Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
30. November 2009
Aus Anlass des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ lädt die evangelische Kirche zu mehreren Kanzelreden in die Duisburger Salvatorkirche ein. Die Veranstaltungsreihe, die das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes der RUHR.2010 erhielt, nimmt den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. Als erster Redner spricht der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland am 6. Dezember um 17.00 Uhr von der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche zum Thema: „Wir sind so frei der Stadt Bestes zu suchen.“
In der Salvatorkirche nehmen im Verlauf des nächsten Jahres fünf weitere Prominente als theologische „Laien“ Stellung zum Motto des Jubiläums „wir sind so frei...“:
Dr. Jürgen Schmude - „Wir sind so frei, ein gutes Wort für die Politik und die Politiker einzulegen.“
Fritz Pleitgen - „Wir sind so frei, bei der Wahrheit zu bleiben.“
Gabriela Grillo - Duisburger Unternehmerin - „Wir sind so frei, etwas für Duisburg zu unternehmen.“
Fernsehjournalist Ruprecht Eser - „Wir sind so frei, global zu denken.“
Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorstandsvorsitzender der ThyssenKrupp AG - „Wir sind so frei, als Unternehmer Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.“
Terminangaben zu den Kanzelreden sowie nähere Informationen zu allen Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ gibt es im Internet unter: http://www.wir-sind-so-frei.de.
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. Die rheinische Kirche wirbt mit dem selbstbewussten Motto: "wir sind so frei" für das Jubiläum eines Ereignisses, bei dem das Freiheitsverständnis der großen Reformatoren Johannes Calvin und Martin Luther Eingang in die Ordnung der protestantischen Kirche fand. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Das Ereignis von 1610 feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei“ mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in der eine Sondersynode eingebettet ist.
Für die Organisation zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich. Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche.
Weitere Informationen unter: http://www.wir-sind-so-frei.de/
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30.11.2009,
RS
Im neuen Kirchenjahr
„Wir sind so frei…“ - Evangelische Kirche im Rheinland feiert 1. Reformierte Generalsynode von 1610
Beim Pressegspräch am 27. November in der Sakristei der Salvatorkirche: (v.l.) Peter Krogull, Pfarrer an der Duisburger Salvatorkirche, Dr. Stefan Flesch, Direktor des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland, und Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, im Gespräch.
PRESSEMITTEILUNG - Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Freitag, 27. November 2009
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen. Dieses Ereignis von 1610 feiert die Evangelische Kirche im Rheinland unter dem Motto „wir sind so frei" mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und im September 2010 gleich mit einer ganzen Festwoche, in die eine Sondersynode eingebettet ist. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr bildet im alten Kirchenjahr die Aufführung des Oratoriums „König David" von Arthur Honegger am 28. November 2009 um 17.00 Uhr in der Duisburger Salvatorkirche. Den symphonischen Psalm interpretieren Tina Scherer (Sopran), Gudrun Pelker (Alt), Martin Pflumm (Tenor), die Kantorei der Salvatorkirche und Mitglieder der Duisburger Philharmoniker. Karten für das Samstagskonzert sind an der Abendkasse erhältlich. Das Konzert wird einen Tag später im Rahmen des Neujahrempfangs des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg wiederholt.
Was geschah im September 1610 in der Duisburger Salvatorkirche? Ein Ereignis, bei dem das Freiheitsverständnis der großen Reformatoren Johannes Calvin und Martin Luther Eingang in die Ordnung der protestantischen Kirche fand. In feudalistischer Zeit kamen 28 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten" her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. So wurde der Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung gelegt. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Fünf besondere Programmpunkte der Jubiläumsveranstaltungen sind offizielle Projekte der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. So etwa die im September 2010 stattfindende Ausstellung und ein wissenschaftlicher Kongress, die Geschichte und Bedeutung der Beschlüsse der 1. Reformierten Generalsynode von 1610 beleuchten. Bereits am 3. Januar beginnen die historischen Stadtführungen. Als Schauplatz der 1. Reformierten Generalsynode bietet die Salvatorkirche, Duisburgs alte Stadtkirche, eine besondere Form von Kirchen- und Altstadtführungen an: Gemeindegruppen, Schulklassen und Reisende im Kulturhauptstadtjahr sollen an jedem ersten Sonntag des Monats die Ereignisse des Jahres 1610 anschaulich nachempfinden können. Behilflich sind dabei fachkundige ehrenamtliche Kirchenführerinnen und Kirchenführer der Salvatorkirche, die die Erkundungen mit modernen und interaktiven Medien gestalten.
Das Siegel eines Kulturhauptstadtprojektes erhielt schließlich auch die Veranstaltungsreihe „Kanzelreden". Sie nehmen den historischen Impuls der Kirche der Teilhabe und geteilten Verantwortung auf. Als erster Redner spricht der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland am 6. Dezember um 17.00 Uhr von der Kanzel der Duisburger Salvatorkirche zum Thema: „Wir sind so frei.... der Stadt Bestes zu suchen." In der Salvatorkirche nehmen im Verlauf des nächsten Jahres fünf weitere Prominente als theologische „Laien" Stellung zum Motto des Jubiläums „wir sind so frei...": Dr. Jürgen Schmude, ehemaliger Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland und von 1974 bis 1994 Mitglied des Bundestages, Fritz Pleitgen, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH, die Duisburger Unternehmerin Gabriela Grillo, der Fernsehjournalist Ruprecht Eser und Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz, Vorstandsvorsitzende der ThyssenKrupp AG.
Für die Organisation der Jubiläumsveranstaltungen zeichnen sich die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg verantwortlich. Das Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode" unterstützen die Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr und der Verein für Rheinische Kirchengeschichte. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung der Evangelischen Kirche im Rheinland lobt die drei ersten Preise des Wettbewerbs für Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode" aus. Die Wilhelm-Schrader-Stiftung fördert u.a. Forschungs- oder Schulprojekte zu Geschichte, Gegenwart oder Zukunft der evangelischen Kirche. Weitere Informationen unter: http://wir-sind-so-frei.de
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27.11.2009,
RS
Honegger-Oratorium
Musikalischer Auftakt zum Jubiläum 400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die 1. Reformierte Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 hat die Grundlagen für das Selbstverständnis der heutigen Evangelischen Kirche im Rheinland geschaffen – als Gemeinschaft von Gemeinden und als „von unten“ her aufgebaute Kirche mit presbyterial-synodaler Ordnung. Das Ereignis feiert die evangelische Kirche mit einem bunten Programm in Duisburg. Musikalischer Auftakt des Jubiläums ist die Aufführung des „König David“ von Arthur Honegger.
In der relativ geringen Zahl von Oratorien des 20. Jahrhunderts ist Arthur Honeggers "König David" eines der am meisten aufgeführten. Der symphonische Psalm schildert Davids Aufstieg vom einfachen Hirten zum König und Propheten. Tina Scherer (Sopran), Gudrun Pelker (Alt), Martin Pflumm (Tenor), die Kantorei der Salvatorkirche und Mitglieder der Duisburger Philharmoniker führen das Oratorium am Samstag, 28. November um 17.00 Uhr in der Duisburger Salvatorkirche auf. Die Leitung hat Salvator-Kantor Marcus Strümpe.
Das Konzert wird begleitet von einer Lichtinstallation und per Video auf Leinwände in die Seitenschiffe der Kirche übertragen. Karten sind im Internet unter
http://www.wir-sind-so-frei.de/ und im Duisburger Ticketshop Falta, Kuhstr. 14, sowie an der Konzertkasse ab 16.15 Uhr erhältlich. Erwachsene bezahlen 15 Euro, Schüler und Studenten 10 Euro.
„König David“ bildet einen Tag später den musikalischen Rahmen für den Neujahrsempfang des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, der mit geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kirche am 1. Advent das neue Kirchenjahr begrüßt.
Beide Veranstaltungen, Teil des Jubiläums „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“, sind offizielle Kooperationsprojekte der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010. Das Jubiläum organisieren die Evangelische Kirche im Rheinland, der Evangelische Kirchenkreis Duisburg und die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg mit freundlicher Unterstützung der Unternehmen Haniel, Grillo, KD-Bank, Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr und des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte. Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unter http://www.wir-sind-so-frei.de/.
PRESSEMITTEILUNG EVANGELISCHER KIRCHENKREIS DUISBURG
20. November 2009
Kartenvorverkauf: 15 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr
Vorverkaufsstelle:
WAZ-Ticketshop Falta
Kuhstr. 14
47051 Duisburg
Tel.: 0203 / 26464
Karten ONLINE:
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20.11.2009,
RS
PRESSEMITTEILUNG EVANGELISCHER KIRCHENKREIS DUISBURG
18. November 2009
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die Zusammenkunft der 1. Reformierten Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 gilt als Geburtsstunde der evangelischen Kirche im rheinischen Gebiet - Anlass genug, um das Ereignis mit einer Festwoche vom 4.-12. September 2010 in Duisburg zu feiern. Die rheinische Kirche wirbt mit dem selbstbewussten Motto: "wir sind so frei" für das Jubiläum eines Ereignisses, bei dem das Freiheitsverständnis der großen Reformatoren Johannes Calvin und Martin Luther Eingang in die Ordnung der protestantischen Kirche fand. In feudalistischer Zeit kamen 22 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche "Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Eine Veranstaltung im Vorfeld des Jubiläums richtet sich an Presbyterinnen und Presbyter und Mitarbeitende im Bereich der evangelischen Kirche und ihrer Diakonie. Oberkirchenrat i.R. Harald Bewersdorff beleuchtet den Hintergrund und die Beschlüsse der 1. Reformierten Generalsynode von 1610 am 25. November 2009, 19.30 Uhr, im Haus der Familie, Hinter der Kirche 34 in Duisburg Duissern. Der ehemalige Leiter der Abteilung IV Erziehung und Bildung im Landeskirchenamt stellt an diesem Abend den Festkalender zum Jubiläumsjahr „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ vor; zudem sollen von der Veranstaltung Impulse ausgehen, wie Presbyterinnen und Presbyter sowie kirchliche Mitarbeitende das Jubiläum und dessen Thematik in das kirchliche Leben vor Ort einbringen können. Anmeldungen zu der kostenfreien Veranstaltung werden erbeten (Tel.: 0203 / 305280, Fax: 0203 / 3052848).
Von 1971 bis 1974 war Bewersdorff Schulpfarrer im Kirchenkreis Duisburg-Süd, bis 1978 Schulreferent der Duisburger Kirchenkreise. Ab 1979 arbeitete er als Dozent am Pädagogisch-Theologischen Institut (PTI) in Bad Godesberg. Von 1985 bis 1988 war er Leitender Dozent des PTI.
Ab Februar 1989 war Harald Bewersdorff Oberkirchenrat und hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung. 1997 und 2005 bestätigte die Landessynode ihn in diesem Amt. Anfang März 2007 ging der Leiter der Abteilung IV Erziehung und Bildung im Landeskirchenamt in den Ruhestand.
Weitere Informationen zum Jubiläum „400 Jahre 1. Reformierte Generalsynode“ unter www.wir-sind-so-frei.de.
400 Jahre Generalsynode - Presbyterfortbildungen
Plakat - Fortbildungen Presbyterinnen und Presbyter - alle Termine
Faltblatt - Fortbildungen Presybterinnen und Presbyter - alle Termine
Nikolaus Schneider, Präses der rheinischen Kirche, wirbt mit dem Motto „wir sind so frei" auf seinem Fahrrad für das Jubiläum.
EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr.126 /2009
Düsseldorf, 14.August 2009
Vor 400 Jahren schrieben die Protestanten am Niederrhein Kirchengeschichte. Die Zusammenkunft der 1. Reformierten Generalsynode in der Duisburger Salvatorkirche im September 1610 gilt als Geburtsstunde der evangelischen Kirche im rheinischen Gebiet - Anlass genug, um das Ereignis mit einer Festwoche vom 4.-12. September 2010 in Duisburg zu feiern. Schon jetzt wirbt die rheinische Kirche mit dem selbstbewussten Motto: „wir sind so frei" für das Jubiläum eines Ereignisses, bei dem das Freiheits-verständnis der großen Reformatoren Johannes Calvin und Martin Luther Eingang in die Ordnung der protestantischen Kirche fand. In feudalistischer Zeit kamen 22 Pfarrer und acht Laien zusammen und legten fest, dass die evangelischen Gemeinden sämtliche „Kirchensachen" selbstständig zu verhandeln haben und die Leitung der Kirche in den Dienst von gleichberechtigten Theologen und Laien zu stellen ist. Sie legten den Grundstein für die 1835 eingeführte rheinisch-westfälische Kirchenordnung. Die Entscheidungen in Duisburg 1610 stehen nach wie vor auch Pate für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft.
Bei einem jetzt ausgeschriebenen Schülerwettbewerb kommen Kinder und Jugendliche mit ihren Ideen zu Wort. Sie können Geschichten, Dialoge, Videos, Hörspiele oder Theaterszenen einreichen, deren Thema ist: „wir sind so frei ... Kirche zu gestalten". Biblische Geschichten liefern den roten Faden, die Vorschläge zu entwickeln. Die Geld- und Sonderpreise werden im Rahmen der Festwoche im September 2010 in Duisburg überreicht. Studierende, die sich intensiver mit dem kirchengeschichtlichen Datum und seinen Facetten auseinandersetzen, können einen Förderpreis gewinnen, der ebenfalls in der Festwoche verliehen wird. Nähere Informationen zu den Preisen gibt es im Internet unter www.wir-sind-so-frei.de.
Auf der Homepage wirbt Nikolaus Schneider, Präses der rheinischen Kirche, mit dem Motto „wir sind so frei" auf seinem Fahrrad für das Jubiläum. Das dort vorgestellte Festprogramm, zu dem die rheinische Kirche nach Duisburg einlädt, ist umfangreich. Darin eingebettet ist eine Sondersynode (4. September). Fünf Projekte (Neujahrsempfang, Wissenschaftlicher Kongress, Ausstellung, Kanzelrede und historische Stadtführungen) sind Bestandtteil der Kulturhauptstadt 2010.
Schülerwettbewerb und Förderpreis
Schülerwettbewerb - Wir sind so frei ... Kirche zu gestalten