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Katrin Göring-Eckardt  auf der Kanzel der Salvatorkirche; Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg; Merkelt-Rahm Katrin Göring-Eckardt auf der Kanzel der Salvatorkirche; Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg; Merkelt-Rahm

Göring-Eckardt sieht Klimaaktivistin Greta Thunberg als moderne Prophetin

Nichts ist wirklich prima beim Klima

Zur ersten Kanzelrede des Jahres hat Superintendent Armin Schneider in der Salvatorkirche die Bundestagsabgeordnete und Grünen Spitzenpolitikerin Katrin Göring-Eckardt begrüßt. „Und nun zum Wetter“, zitierte Schneider die Tagesschau, „der Satz fällt, wenn scheinbar schon alles Wichtige gesagt ist, aber das Wetter ist längst keine Bagatelle mehr.“  

Die Spuren des von Menschen gemachten Klimawandels seien inzwischen nicht mehr zu übersehen fuhr Schneider fort.

Göring-Eckardt, die in diesem Jahr wegen vieler Wahlen im Osten nur wenige Ausflüge in den Westen der Republik im Kalender stehen hat, kam auf der Kanzel beim Thema „Klimagerechtigkeit – Mehr als eine Utopie“ schnell zur Sache. „Diese Utopie müssen wir Wirklichkeit werden lassen“, appellierte sie an ihre Zuhörer in der gut besuchten Citykirche. Und führte aus, es sei derzeit die größte Herausforderung, die bekannten Klimaziele radikal zu realisieren, anstatt sie, wie bisher, weiter zu verschieben und zu verschleiern.

Für solche Forderungen steht gerade die 16jährige schwedische Schülerin und Klimaaktivistin Greta Thunberg im Focus der Öffentlichkeit. „Ich möchte, dass ihr handelt, als wenn euer Haus brennen würde, denn es brennt schon“, hat Thunberg jüngst medienwirksam geäußert. Die Schülerin mit den dünnen Zöpfen und dem zusammengezogenen Brauen schwänzt seit einem halben Jahr freitags die Schule und demonstriert für den Klimaschutz.  Daraus entwickeln sich gerade rasant weltweite Schülerproteste unter dem Namen „fridays for future“. „Mich erinnert Greta an die Stelle aus dem Prophetenbuch Amos, wo es heißt: Sie hassen den, der im Tor Recht spricht, und verabscheuen den, der die Wahrheit sagt“, stellte die grüne Politikerin auf der Kanzel fest. Propheten blickten nicht etwa weit in die Zukunft, sondern beobachteten die Gegenwart genauer als andere, so Göring-Eckardt. Und sprächen dann die Wahrheit aus „sehr entschieden, sehr kundig und sehr klug.“ Spontanen Applaus gab es in der Salvatorkirche für die Versicherung der Kanzelrednerin, sie sei im Gegensatz zu anderen Politikern nicht besorgt darüber, ob die engagierten Schüler wohl ihr Schulziel erreichen würden.

Angesichts von Erderwärmung, Bodenerosion und Artensterben, sei die gute Nachricht, dass man weltweit durch schnelles, entschiedenes Handeln die Klimakatastrophe noch aufhalten könne, sagte die Kanzelrednerin. Dabei trüge die westliche Welt als Hauptverursacherin auch die größte Verantwortung für einen Wechsel in der Klimapolitik. Göring-Eckardt warb für die Anerkennung von Klima-Flüchtlingen. Die Kollekte bestimmte sie für die Duisburger Ortsgruppe von „fridays for future“, die sich anschickt, mit Müllsammelaktionen und Baumpatenschaften vor Ort Zeichen zu setzen.

Musikalisch grünte der Abend so grün, wie es sich fürs Thema gehört. Besonders zwei von der Sopranistin Lena Maria Kramer vorgetragene Arien aus Haydns „Schöpfung“ bezauberten das Publikum.

Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm

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18.03.2019



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