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Diakonie in Duisburg

Die Diakonie der evangelischen Kirche in Duisburg bietet Rat, Hilfe und Unterstützung in allen Lebenslagen und ist in sämtlichen Bereichen der sozialen Arbeit tätig.

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Losung für den 19.08.2019

Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel. Sacharja 9,9

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. Matthäus 20,28

Umfrage zum Kirchenaustritt

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Service

Martin Schaper berichtet an Bord; Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg, Sabine Merkelt-Rahm Martin Schaper berichtet an Bord; Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg, Sabine Merkelt-Rahm

Infostelle "Dritte Welt" und Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

Alternative Hafenrundfahrt benennt Schattenseiten der Logistik

Eine Schiffsladung voller interessierter Duisburgerinnen und Duisburger hat letzte Woche an Bord des Fahrgastschiffes Rheinfels den abendlichen Hafen aus einer ganz anderen Perspektive kennengelernt, als die üblichen Hafentouren sie anbieten. Sabine Merkelt-Rahm war für den Evangelischen Kirchenkreis Duisburg mit an Bord.

„Lobhudelei kann jeder, aber wer seine Stadt liebt der benennt die Dinge beim Namen“, sagte Moderator Jürgen Mickley von der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales zur Haltung der beteiligen Stiftungen und Verbände, die die alternativen Hafenrundfahrten tragen. Zum 300. Hafengeburtstag gab es im Jahr 2016 die erste Rundfahrt ohne Aussparung der Schattenseiten, seither erfreuen sich diese Touren bei kritischen Duisburgern wachsender Beliebtheit. Mit weiteren Beiträgen waren Martin Schaper von der Infostelle „Dritte Welt“ des evangelischen Kirchenkreises, Angela Schmitz von der Exile Kulturkoordination und Reinhard Schmeer von Oikocredit mit an Bord. Beiträge gab es zu den Zusammenhängen von Containern, Logistik und LKW-Verkehr. Dabei kamen nicht nur die geplagten Anwohner verkehrsreicher Straßen in den Blick, sondern auch die LKW-Fahrer, die als moderne Sklaven, ohne menschenwürdige Infrastruktur und gut ausgestattete Rastplätze ihr Berufsleben fristen müssen.

Von den lokalen Umweltbelastungen durch die Importkohle, die im Hafenbecken B umgeschlagen wird, war genauso die Rede, wie von den Umweltschäden, die in den Förderländern durch die rigorosen Abbaumethoden entstehen. Zwischendurch kam das „Echo des Poseidon“ vom Markus Lüpertz in den Blick und es gab Infos über Großkopferte im Allgemeinen und Süffisantes zur Einweihung der kolossalen Statue auf der schmalen Hafeninsel obendrauf. Zwischendurch griff Mona Manson zum Schifferklavier und ließ zusammen mit den „Hochfelder Marktsängern“ etwas musikalische Schunkelstimmung aufkommen. Auch kleine Interviews mit Walter Moser, dem gut aufgelegten Kapitän und Eigner der Rheinfels sorgten für beste Laune an Bord. „Müssen sie nicht nach vorne gucken?“ fragte der Moderator scheinbar entsetzt, weil Moser im Gespräch der Fahrrinne und dem Steuer länger achtlos den Rücken zudrehte. „Alles gut, ich habe hier so viele Monitore, da kann nix schiefgehen“, lachte der Kapitän, dessen  Schiff kürzlich in der Werft generalüberholt wurde. Der Schiffsmotor schlucke pro Person für die zweistündige Fahrt nur 0,1714 Liter Kraftstoff, das rechnet der sparsame Moser auf jeder Tour genau aus. Für gute Schätzer unter den Fahrgästen gab es Quizfragen und die Gewinner nahmen fair gehandelten Kaffee oder Schokolade aus dem Welt-Laden mit nach Hause.

Das Publikum, zu dem auch eine Gruppe von Mitarbeitern des Duisburger Umweltamtes gehörte, war angetan vom der gelungenen Mischung aus Unterhaltungs-und Informationsangebot. Die Bananenreifungsanlage in Neumühl, das problematische Recycling von Elektrogeräten in Ghana, die weltweite Textilienproduktion unter prekären Bedingungen, viele Problemstellungen wurden an Bord nur kurz angerissen. Zum Abschied an der Ruhrorter Schifferbörse gab es aber für die Fahrgäste je eine Tasche mit Infomaterial und Tipps zum Weiterlesen über die verschiedenen Themenbereiche.

Info
Getragen werden die Alternativen Hafenrundfahrten von einer Veranstaltergemeinschaft aus der Bürgerinitiative Saubere Luft e.V. und der Umweltgruppe West, der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales, dem Evangelischen Binnenschifferdienst / Deutsche Seemannsmission Duisburg, der Exile Kulturkoordination e.V., der Infostelle „Dritte Welt“ des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) Duisburg-Niederrhein und von der Oikocredit, Regionalgruppe Duisburg.

 

Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm

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13.07.2019



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