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Losung für den 18.10.2019

Wer der Gerechtigkeit und Güte nachjagt, der findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre. Sprüche 21,21

Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. Römer 14,17

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Service

Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg

Präses schreibt an Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein

„Gegen den Rechtsterrorismus in unserem Land entschieden aufstehen"

Düsseldorf (10. Oktober 2019). Ein konsequentes Vorgehen gegen rechtsextremistische Gruppen, Parteiungen und Personen sowie ihr Umfeld hat Präses Manfred Rekowski nach dem gestrigen Anschlag auf eine Synagoge in Halle/Saale gefordert.

EVANGELISCHE KIRCHE IM RHEINLAND
PRESSEMITTEILUNG Nr. 114/2019

Düsseldorf (10. Oktober 2019). Ein konsequentes Vorgehen gegen rechtsextremistische Gruppen, Parteiungen und Personen sowie ihr Umfeld hat Präses Manfred Rekowski nach dem gestrigen Anschlag auf eine Synagoge in Halle/Saale gefordert. An den Vorstandsvorsitzenden des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, Dr. Oded Horowitz, hat er heute geschrieben: „Entscheidend ist, dass wir nach diesem schrecklichen Angriff auf jüdisches Leben, der auch ein Angriff auf die Grundfeste unserer Gesellschaft ist, nun als Kirche gemeinsam mit vielen anderen unserer Verantwortung in der gebotenen Konsequenz nachkommen. Dazu, so versichere ich Ihnen im Namen unserer Kirchenleitung, sind wir fest entschlossen.“

Zutiefst erschüttert über das Ausmaß an Bedrohung für jüdisches Leben
„Mit Schrecken und Entsetzen haben wir gestern die Nachrichten über den Terroranschlag gegen die jüdische Gemeinde in Halle verfolgt“, heißt es im Schreiben des Präses, der an die Landesverbände jüdischer Gemeinden im Gebiet der rheinischen Kirche verschickt wurde, weiter. „Wir beklagen die Ermordeten und sehen uns in der Verantwortung, gegen den Rechtsterrorismus in unserem Land mit aller Entschiedenheit aufzustehen. Wir sind zutiefst erschüttert, welches Ausmaß an Bedrohung für jüdisches Leben in unserem Land an diesem Anschlag sichtbar wurde.“

Wir sind in einer Entscheidungssituation
Der rheinische Präses spricht in seinem Schreiben an den Landesverband von einer „Entscheidungssituation“ und sieht Politik, Staatsorgane sowie auch die Kirchen in der Pflicht: „Ne'ila, das Schlussgebet Ihres Jom Kippur Gottesdienstes gestern, stellt auch uns gemeinsam mit dem jüdischen Volk die Dringlichkeit der Umkehr vor Augen. Wir sind in einer Entscheidungssituation, eine letzte Chance zur Umkehr. Wir versichern Ihnen, dass wir als Evangelische Kirche im Rheinland an Ihrer Seite stehen, um diese in unserer Gesellschaft so dringend gebrauchte Umkehr zu erreichen. Nie wieder darf nationalsozialistischer Terror solchen Schrecken verbreiten.“

Präses betete im nordrhein-westfälischen Landtag für die Opfer
In einer Andacht im nordrhein-westfälischen Landtag hat der Präses heute für die Opfer des Anschlags gebetet. Die Passage seines Gebetes im Wortlaut: „Lasst uns beten zu Gott, unserem Vater, durch den wir in Christus das Leben haben: für unsere jüdischen Geschwister, die angefeindet und bedroht werden. Für die Opfer des Mordanschlags in Halle. Hilf, dass Hass und Gewalt nicht das letzte Wort behalten.“

Die Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland, Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, wird morgen der jüdischen Gemeinde Düsseldorf einen Solidaritätsbesuch abstatten und die Synagoge besuchen.

Quelle: www.ekir.de
 

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10.10.2019



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