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Losung für den 08.12.2019

Du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. Jesaja 58,11

Jesus rief: 

Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. Johannes 7,38

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Service

Bernd Wortmeyer (rechts) neben Pfarrer Martin Winterberg; Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg; Merkelt-Rahm Bernd Wortmeyer (rechts) neben Pfarrer Martin Winterberg; Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg; Merkelt-Rahm

Salvatorkirche

Die Duisburger sollen zuerst nach dem Besten ihrer Stadt suchen

Aus einer unruhigen Zeit stamme der Rat des Propheten Jeremia an die exilierten Israeliten in Babylon „Suchet der Stadt Bestes“, sagte Pfarrer Martin Winterberg bei der Begrüßung und Vorstellung des Kanzelredners Bernd Wortmeyer in der Salvatorkirche am Sonntagabend. Wortmeyer hat als Geschäftsführer der Duisburger Wohnungsgesellschaft eine eigene Perspektive aus des Beste der Stadt Duisburg. 

Was die ehemals gemeinnützige Gebag als Tochterunternehmen der Stadt dazu beitragen kann, war sein Thema unter dem Motto: „Suchet der Stadt Bestes - Leben und Wohnen  in Duisburg“.
Wortmeyer, der in Unna wohnt, habe die Geschäftsführung der Gebag 2014, übernommen „nachdem die Baugesellschaft als einhundert prozentige Stadttochter durch politische Einflussnahme und Instrumentalisierung in erhebliche wirtschaftliche Schieflage“ geraten war. Nach diesem kritischen Blick zurück fügte der Pfarrer der Innenstadtgemeinde hinzu: „Aber das scheint nunmehr Vergangenheit zu sein“.
Wortmeyer eröffnete seine Rede mit einem polemischen Statement gegen die Bevölkerungsschicht, die vom Landleben träumt, wo es keine Ausländer gäbe und keine Obdachlosen, keine Kriminalität und wo trotzdem viel Afd gewählt wird.

Die Probleme sind bekannt, Flächenverbrauch in den Städten, Segregation, also die Entmischung der Bevölkerungsschichten in den Wohnvierteln, die Entstehung von Elendsquartieren in den sogenannten Stadtteilen mit besonderem Erneuerungsbedarf.

Den großen Erneuerungsbedarf räumte Wortmeyer auch für die Bausubstanz in Neuenkamp ein, wo der überwiegende Teil der Wohnungen der Gebag gehören und im Hochfelder City Wohnpark, für den es durch einen 40 Millionen Euro Förderkredit eine umfassende Sanierung geben wird. Wortmeyer verweigerte sich Rückbauplänen wegen der guten innenstadtnahen Lage der barrierefreien Häuser, in denen Menschen aus über 70 Nationen zusammen wohnen. Mit der Anlage der bewohnergepflegten „Heimatgärten“, einem Repair-Café und dem von einem gemeinnützigen Verein betriebenen  „Cafe Heimatherz“ soll die Teilnahme von sozial schwachen Bewohner am gesellschaftlichen und kulturellen Leben gefördert werden.

Wortmeyer mahnte an, dass die Stadt selbst für gute Rahmenbedingungen zum Leben im städtischen Ballungsraum zu sorgen habe. „Ein neues Quartier mit 3000 Wohnungen, wie es in Wedau entsteht macht keinen Sinn, wenn es nicht durch den öffentlichen Nahverkehr gut an die Innenstädte Duisburgs und Düsseldorfs  angebunden ist“, schrieb er den Verkehrsplanern ins Aufgabenheft. Den Duisburgern empfahl er, bei der nächsten Kommunalwahl genau hinzuschauen, wie die städtebaulichen Pläne der Parteien so aussähen. Bei der Afd sei der Städtebau beispielsweise gar kein Thema.

Die Stadt Duisburg habe den Stresstest der Flüchtlingswelle von 2015 hervorragend bewältigt, befand Wortmeyer. Es sei gelungen einen Großteil der Neuankömmlinge in vorhandenem Wohnraum unterzubringen, wo die Begegnungen unter Nachbarn leichter fielen, anstatt sie in Flüchtlingsunterkünften zusammenzupferchen.
Den Duisburgern riet Wortmeyer schmunzelnd, doch tatsächlich mal der Stadt Bestes zu suchen, anstatt immer zuerst auf die Haken und Ösen zu schauen, die zwangsläufig in jeder Stadt vorkämen.

Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm

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11.11.2019



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