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Diakonie in Duisburg

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Losung für den 08.12.2019

Du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. Jesaja 58,11

Jesus rief: 

Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden, wie die Schrift sagt, Ströme lebendigen Wassers fließen. Johannes 7,38

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Service

Kurt Beck in Salvator; Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg Kurt Beck in Salvator; Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg

Gemeinsam die Gesellschaft in der Waage halten

Kurt Beck spricht beim Neujahrsempfang

„Licht an“ und die zwei riesigen Nordmanntannen in der Salvatorkirche zeigten sich zum ersten Mal in diesem Jahr im vollen Glanz. Der evangelische Kirchenkreis machte die Tore weit für 250 geladene Gäste zum traditionellen Neujahrempfang am Vorabend des ersten Advents, mit dem das neue Kirchenjahr beginnt.

Glanzvoll fiel auch die musikalische Begrüßung aus. Das Chorensemble SalVocal sang unter der Leitung von Marcus Strümpe „La passegiata“ von Gioacchino Rossini. Superintendent Armin Schneider begrüßte als Festredner Kurt Beck, den ehemaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz. „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist – zum Verhältnis von Staat und Kirche“ sollte Beck sprechen, der selber über die Christliche Arbeiterjugend der katholischen Arbeiterbewegung in die Politik und zur SPD kam.

Die Frage nach dem Verhältnis von Staat und Kirche stelle sich neu, weil der Anteil der Kirchenmitglieder in der Bundesrepublik absehbar unter die 50 Prozent sinken würde und die Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft inzwischen alles andere als selbstverständlich sei, gab der Superintendent dem Festredner mit auf die Kanzel.

Beck plädierte für die Entschleunigung des Diskurses und brach eine Lanze dafür, sich gegenseitig besser zuzuhören. Er wünschte sich von der Kirche „Angebote, die ein Stück Richtschnur geben“ und hoffte darauf, „Aufgaben und Leistungen aus der Mitte der Bürgerschaft mehr in Einklang zu bringen“. Er beklagte die Konzentration finanzieller Mittel auf wenige Superreiche und sah dadurch  die Balance in der Gesellschaft als verschoben an.

Eine solide Finanzierung für die subsidiären Aufgaben von Staat und Kirche müsste gewährleistet sein und bleiben, denn in der Ausstattung von Pflegeeinrichtungen, Kindergärten und Schulen  lasse sich der Zustand einer Gesellschaft ablesen. „Braucht nicht der Staat einen angemessenen Anteil?“ fragte er seine Zuhörer.
Er hatte die Gäste zumindest auf seiner Seite, als er die soziale Kaltschnäuzigkeit beklagte, mit der Viele sich gegen die neue Grundrente stemmten. „Wenn eine Friseurin nach 35 Berufsjahren mit 600 Euro Rente dasteht, sollen dann 350 Euro mehr wirklich nicht finanzierbar sein?“, fragte er.

Eine orientierende Bedeutung habe das Miteinander von Kirche und Staat für die Rückkehr zu einer Haltung des Dialogs in der Gesellschaft, sagte der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Schluss seines frei gehaltenen Vortrags. Die Zuhörer aus Kirche, Stadtgesellschaft, verschiedenen Religionsgemeinschaften, Politik und Verwaltung applaudierten und ließen anschließend ihre Ohren von Rossinis „Toast pur le nouvel an“ kitzeln. Bei dem gesungenen Neujahresgruß verbreiteten  besonders die Sängerinnen von SalVocal beschwipste Champagnerlaune und das ganz ohne stimulierenden  Alkoholkonsum. Die Gäste empfingen vom Superintendenten den Segen zum neuen Kirchenjahr und diskutierten noch länger angeregt über Kirche und Staat, Gott und die Welt.

Text: Sabine Merkelt-Rahm

 

Mehr Fotos vom Empfang gibt es unter: www.facebook.com/kircheduisburg

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02.12.2019



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