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(v.r.) Gundula Heller, Annette Erdmann, Daniel Drückes und Volker Nies singen das Magnificat; Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg (v.r.) Gundula Heller, Annette Erdmann, Daniel Drückes und Volker Nies singen das Magnificat; Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg

„Ein zuverlässiges Wunder“

Offenes Weihnachtssingen

Für die „Advent“, unsere 16seitige Beilage von evangelischer Kirche und Diakonie, die am 1. Adventsonntag in WAZ und NRZ Duisburg erschien, sprach Sabine Merkelt-Rahm mit Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern über den Reiz und die Tücken beim Offenen Weihnachtsingen und überschreibt ihren Artikel mit „Ein zuverlässiges Wunder“. Neugierig geworden? Der Text ist hier nachzulesen. 

 

Mit dem Advent beginnt das neue Kirchenjahr. Für die Kantorinnen, Chorleiter, Organisten, kurz gesagt: die Musiker in den Gemeinden stellt sich alle Jahre wieder die Frage: Was singen wir denn dieses Jahr in der Weihnachtszeit? „Im Grunde sollte man mit den Überlegungen loslegen, sobald  Ostern und Pfingsten vorbei sind“, sagt Annette Erdmann, die Kantorin der evangelischen  Kirchengemeinde Großenbaum-Rahm, und verteilt Notenblätter mit einem Magnificat, dem vertonten Loblied der Maria aus dem Lukasevangelium an drei ihrer Kollegen. „Lass uns das mal ansingen, das ist richtig schön“, lockt sie. „Ich kenn diesen Satz gar nicht und dann auch noch sofort vierstimmig“, protestiert Daniel Drückes aus Wanheim und Wanheimerort, dessen Schwerpunkt als Kirchenmusiker mehr auf der modernen Popmusik liegt. Aber dann hebt er doch seine Stimme und singt mit Volker Nies aus Neudorf-West und Gundula Heller aus Obermeiderich auf Latein „Meine Seele erhebe den Herrn“. Und dieses eine Wunder geschieht tatsächlich zuverlässig: Die Stirnen der Sängerinnen und Sänger glätten sich, der Atem fließt, die Augen strahlen. Als die vier kirchlichen Berufsmusiker ihre Notenblätter sinken lassen, lächeln sie sich gegenseitig an. Das kommt ganz automatisch, wenn man zusammen gesungen hat. Die Chorsänger in den Gemeinden sehen nach den Proben entspannter und glücklicher aus als vorher. Und in der Vorweihnachtszeit kommen auch die Gesangstalente hervor, die sich über das Jahr versteckt gehalten haben. Offene Veranstaltungen zum gemeinsamen Singen von Advents-und Weihnachtsliedern sind in der Regel bestens besucht. „Singen macht halt glücklich“, weiß Erdmann aus eigener Erfahrung. Und Nies präzisiert aus dem Blickwinkel der Musiktherapie: „Das Singen öffnet quasi die inneren Schleusen, es beseitigt emotionale Barrieren und ermöglicht dem Sänger einen Zugang zu den eigenen Gefühlen.“ Da kommt Freude auf, aber es fließen auch Tränen, Gesang trainiert die Atmung und die Seele obendrein.

Nur wenige singen wie die Engel

Dabei singen auch im Advent nur wenige wie die Engel. So groß die Weihnachtsvorfreude auch sein mag, die meisten Leute singen eher mit den Hirten auf dem Felde, als mit den himmlischen Chören. Vielleicht etwas rau, manchmal ein bisschen zu tief, aber von Herzen. Doch selbst die, die blöken wie die Schafe in den Hürden, haben ihren Platz im großen Chor. Denn die frohe Botschaft ist: Die  mittelmäßigen Sänger werden beim Singen genauso seelisch durchmassiert, wie die mit den Engelsstimmen. „Das können wirklich alle zusammen machen, die Alten und die Jungen, die die sich  gut kennen und auch solche, die sich vorher noch nie gesehen haben“, sagt Annette Erdmann. Die Kantoren müssen natürlich genug Programm bieten für ihre ehrgeizigen Chorsänger, die  Bachkantaten hinkriegen. Aber auch das laute Absingen von „O du fröhliche“ im Gottesdienst am Heiligen Abend darf nicht fehlen, wenn sich die Christenheit richtig freuen soll. „Kein Lied wird in der Kirche lauter geschmettert als dieses“, weiß Gundula Heller zu berichten. Kurz vor der stillen Nacht. Die wiederum darf auch ruhig etwas stiller daherkommen, das sehen alle Kantoren so. Daniel Drückes ist inzwischen allergisch gegen zu viele Soulverzierungen in den Stimmen mancher Vortragssängerin bei der „stihiilehen Nahahacht“. Und auch Volker Nies sieht seine Aufgabe eher  darin, den Leuten die ursprüngliche Botschaft des frommen Liedes näher zu bringen. Man muss es ja auch weiß Gott nicht nachsüßen. Das „traute, hochheilige Paar“ und den „holden Knaben im lockigen Haar“ darf der Kopf ruhig kitschig finden. Das Lied wirkt trotzdem aufs Gemüt und zwar an einer Stelle, wo Geschmacksfragen schlicht einfach keine Rolle spielen.

Manchmal werden die Profis von ihren Gefühlen überwältigt

Auch die Profis werden beim Musizieren manchmal beinahe von ihren Gefühlen überwältigt. „Wenn ich an der Orgel sitze, volles Werk spiele, und dann setzen die hohen Männerstimmen ein, auf einem fis, dann haut es mich fast aus der Orgelbank“, bekennt Annette Erdmann und strahlt schon wieder.

Text: Sabine Merkelt-Rahm


Wer jetzt selbst Weihnachtslieder mitsingen will, findet unter diesem Link viele schöne Möglichkeiten: https://www.kirche-duisburg.de/kurznachrichten.php

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04.12.2019



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