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Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen Foto: Nicole Cronauge | Bistum Essen

Ökumenisches Kabarett in der Liebfrauenkirche

„Himmelschreiendes aus der Provinz“

Nach einer monatelangen Corona-Pause haben in Duisburg die Katholische Stadtkirche und der Evangelische Kirchenkreis die Künstler Willibert Pauels und Okko Herlyn eingeladen, um dem Publikum endlich wieder eine kulturelle Live-Veranstaltung bieten zu können.

Heiteres, Frommes, Ökumenisches – vor allem aber endlich einmal wieder eine Live-Veranstaltung haben die Katholische Stadtkirche Duisburg und der Evangelische Kirchenkreis am Mittwochabend rund 100 Zuschauern in der Duisburger Liebfrauenkirche geboten. Auf Einladung der beiden Kirchen waren der rheinische Karnevalist und Diakon „Ne Bergische Jung“ Willibert Pauels und der niederrheinische evangelische Theologie-Professor und Kleinkünstler Okko Herlyn nach Duisburg gekommen, um in der Stadt einen der ersten größeren Live-Auftritte seit dem Corona-Lockdown zu präsentieren. Eine Idee, die nach fünf Monaten Zwangspause im kulturellen und kirchlichen Leben der Rheinstadt offenbar einen Nerv getroffen hat: „Wir hätten drei- oder viermal so viele Karten verteilen können“, berichtet Eva Wieczorek-Auer, Sprecherin der katholischen Stadtkirche und Organisatorin des Kabarett- und Comedy-Abends in der Kulturkirche über die Resonanz auf die kostenlose Veranstaltung.

Erster gemeinsamer Auftritt der Künstler

Aber nicht nur für Duisburg und die Kirchen war der kulturelle Abend mit Desinfektionsspray und Anwesenheitsliste am Eingang, Corona-Abstand zwischen den Stühlen und Maskenpflicht auf den Gängen eine Premiere – sondern auch für die beiden Protagonisten auf der Bühne: Sowohl für den aus dem kölschen Karneval bekannten Spaßmacher Pauels als auch für den niederrheinischen Dichter Herlyn war der Abend in Duisburg „der erste Auftritt seit Corona“ – und zudem der erste gemeinsame Auftritt. „Wir haben uns heute das erste Mal getroffen“, bekannte Pauels gleich zu Beginn des Programms, um direkt auf deutliche Unterschiede in der ökumenischen Bühnen-Zusammenarbeit hinzuweisen. „Ich wollte das Ganze ja eher so mit katholischem Laissez-faire angehen – und jetzt hat Herlyn einen preussisch-protestantisch minutiösen Plan vorgelegt, nachdem ich jetzt zehn Minuten reden muss. Nur weiß ich noch nicht, worüber.“

„Himmelschreiendes aus der Provinz“

Allzu planlos wurde der Abend dank zweier Bühnen-Routiniers aber dann doch nicht: Unter der Überschrift „Himmelschreiendes aus der Provinz“ verlegte Herlyn sich mit Liedern und Texten auf Mundartliches und Regionalkoloritisches aus Duisburg und vom Niederrhein, während sich Pauels mit Köln, dem Bergischen und dem westfälischen „Ausland“ beschäftigte. Sichtlich erfreut stellte Pauels, der Ende August als Diakon in den Ruhestand geht – aber sowohl dem Karneval als auch der Kirche erhalten bleibt – fest, dass der alte Kalauer vom Lied für den Heiden Witzka auch in Duisburg funktioniert. Ein Takt von ihm, schon sang und klatschte das ganze Kirchenschiff das Lied vom Kapitän und seinem Bötchen – und manchem Zuschauer mag zugleich betrübt die Diskussion über eine Absage des Karnevals in den Sinn gekommen sein.

„Humor ist der Lakmus-Test für eine Welt, die frei macht.“

In der zweiten Programmhälfte standen Kirche und Glaube im Fokus der Nummern. Herlyn zog ziellose evangelische Predigten durch den Kakao, die wohl auch Katholiken bekannt vorkamen, und Pauels sprach in Witzen und Anekdoten über sein Verhältnis zum „Kanalmeister“, dem verstorbenen Kölner Kardinal Meisner, mit dem er „durchaus gut zurechtgekommen“ sei. Zwischendurch stimmte der Diakon aber auch „frommere Worte“ an: „Ich bin unheilbar gläubig“, rief er dem Publikum zu und warb für Martin Luthers „Freiheit eines Christenmenschen“ als Gegenentwurf zu engstirnigem Fundamentalismus in Glaubensfragen. Die Perspektive sei, „über den Dingen zu stehen und über sich selbst lachen zu können“, sagte Pauels. „Humor ist der Lakmus-Test für eine Welt, die frei macht.“

„Ökumenische Angebote wie diese dürfen keine Eintagsfliege sein“.

Wenn es danach geht haben am Mittwochabend rund 100 begeisterte und vielleicht auch ein Stück befreite Menschen ein gleichsam heiteres und besinnliches Programm verlebt. Für Wieczorek-Auer und ihr Team von Kirchenkreis und Stadtkirche war der Abend in jedem Fall Ermutigung genug, über eine Wiederholung oder ähnliche Formate nachzudenken. „Ökumenische Angebote wie diese dürfen keine Eintagsfliege sein“. Über Gottesdienste und seelsorgliche Angebote hinaus wollen die Kirchen weitere „Angebote schaffen, die aufrichten – oder einfach nur gut tun“, sagte die Stadtkirche-Sprecherin. (tr)

Text: www.bistum-essen.de

 

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28.08.2020



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