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Letzte Synode für Superintendent Armin Schneider

Evangelisches Kirchenparlament tagte wieder online

Es hätte für Armin Schneider eine typischere letzte Synodentagung - eine in einer Kirche - sein können, die er als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg leiten sollte. Durch die Corona-Pandemie wurde es für ihn und über 100 Menschen am eine gemeinsame Videokonferenz, die durch die mehrstündige Konzentration am Monitor nicht weniger anstrengend und ergiebig war.

Einen weiteren Unterschied zu bisherigen Tagungen gab es ebenfalls: Superintendent Schneider wurde vom Kreissynodalvorstand gebeten, während dieser Tagung zumindest einen Teil seines Jahresberichtes mündlich vorzutragen, denn schließlich war dieser auch eine Rückschau auf 16 Jahre Amtszeit Superintendent und auf 16 Jahre Evangelischer Kirchenkreis Duisburg.  

 

Jahresbericht und Abschlussbericht

 

Pfarrer Schneider wurde 2004 als Superintendent des neuen Duisburger Kirchenkreises gewählt. Er erwähnte jetzt, dass er schon 2005 in seinem ersten Jahresbericht vor der Synode feststellen konnte „Die beiden ehemaligen Duisburger Kirchenkreise sind zusammengewachsen“ und fügte jetzt hinzu: Die Kreiskirchentage, die Tauffeste und Patentage, gemeinsame kirchenmusikalische Projekte und vieles andere mehr hätten dazu beigetragen, dass eine gemeinsame Identität gewachsen sei. „Allerdings meine ich zu beobachten, dass es nach wie vor viel Fremdheit nördlich und südlich der Ruhr gibt; und auf dem Weg zu Veranstaltungen wird sie eher zögerlich als zügig überschritten. Uns gegenseitig besser und genauer wahrzunehmen und die unterschiedlichen Lebensverhältnisse auch zu würdigen, halte ich nach wie vor für eine wichtige Aufgabe.“ Die Feier des Reformationsjubiläums 2017 mit über 40 großen Veranstaltungen war für die evangelische Kirche in Duisburg einer der Höhepunkte der vergangenen 16 Jahre, so Superintendent Schneider. „Wir wollten uns nicht selbst feiern und auch keinen Luther-Kult betreiben, sondern in ökumenischer Offenheit und in Verbundenheit mit unserer von kultureller und religiöser Vielfalt geprägten Stadtgesellschaft. Ich denke, das ist gelungen.“ Doch Superintendent Schneider gab auch gleich zu bedenken: „Trotz all dieser – wie ich finde –gelungenen und sinnvollen Projekte und Aktionen haben wir in den vergangenen 16 Jahren über 20.000 Gemeindemitglieder verloren. Damit liegen wir – leider – im Trend.“ Der Auftrag und das, was die evangelische Kirche den Menschen dieser Stadt schuldig sei, habe aber nichts zu tun mit der zahlenmäßigen Größe der Kirche. In seiner Bewerbungsrede als Superintendent hatte Schneider gesagt: ‚Wir haben nach wie vor etwas anzubieten, was niemand anders anbieten kann: Nämlich dass Menschen das Evangelium als Kraft zur Gestaltung und Bewältigung ihres Lebens erfahren.‘ „Davon bin ich auch heute noch überzeugt“ betonte Schneider in seinem letzten Jahresbericht. Diesen schloss er mit der Bemerkung, dass er persönlich dankbar auf diese letzte Wegstrecke der vergangenen 16 Jahre zurückblicke. „Es stand nie auf meinem Lebensplan, Superintendent zu werden. Ich habe dieses Amt mit großem Respekt und auch mit einer gehörigen Portion Unsicherheit angetreten. Aber es hat mir im Laufe der Jahre mehr Freude gemacht, als ich mir jemals zu träumen gewagt hätte. (…) Ich bin angewiesen auf den lebendigen Austausch mit anderen Menschen und die Beziehungen zu ihnen. Vielfältige, tragfähige und wohltuende Beziehungen zu zahlreichen Menschen hat mir dieser Kirchenkreis und hat mir dieses Amt reichlich beschert. Und dafür bin ich unendlich dankbar.“ (Der gesamte Jahresbericht ist auf dieser Seite weiter unetn als PDF zu finden).

 

Rahmenplan Pfarrstellen

 

Ein Tagesordnungspunkt war der aktuelle Bericht zum Pfarrstellenrahmenplan. Er erinnerte die Synodalen daran, dass es bei dem zu erwartenden Rückgang der Gemeindegliederzahlen im Bereich des Duisburger Kirchenkreises 2030 vermutlich nur noch knapp die Hälfte der jetzigen Pfarrstellen geben werde. Nach den aktuellen Berechnungen hinsichtlich der erwarteten Mitgliederentwicklung wird die Region Nord in 2030 über 5,17 Pfarrstellen verfügen (derzeit sind es 11,10 Pfarrstellen). Die Region Mitte wird laut Prognose 2030 über 3,6 Pfarrstellen verfügen (derzeit 6,96). Die Gemeinden der Süd-Region verfügen im Jahr 2020 über 9,51 Pfarrstellen. Die Prognose für 2030 geht von 5,2 aus. 

 

Wahlen

 

Zu einem regelrechten Wahlmarathon wurde der zweite Verhandlungstag, denn es galt mit insgesamt 25 Abstimmungen zahlreiche Gremien zu besetzen. So wurden allein sechs Synodalausschüsse (Ausschuss Gottesdienst, Theologie und Kirchenmusik, Ausschuss Seelsorge, Ausschuss Erziehung und Bildung, Ausschuss Diakonie, Arbeitswelt und Sozialethik, Ausschuss interreligiöser Dialog, Migration und Integration, Ausschuss Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung und der  Ausschuss Geschlechtergerechtigkeit) neu gewählt. Zudem wurden vier Fachausschüsse neu besetzt (Fachausschuss Personal, Fachausschuss Bau- und Liegenschaften, Fachausschuss Verwaltung, Fachausschusses Evangelisches Bildungswerk Duisburg). Gewählt wurden zudem verschiedene Positionen von Synodalältesten mit ihren jeweiligen Stellvertretungen im Kreissynodalvorstand. Turnusgemäß neu besetzt wurde auch der Posten des / der Skriba, der Stellvertretung des Assessors. Die bisherige Amtsinhaberin Ute Sawatzki, Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis, kandidierte zur Wiederwahl und wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt.

 

Regionalisierung

 

Auf der aktuellen Tagung stimmten die Synode mehrheitlich einem Antrag zu, der darauf zielt, nach sechs Jahren das Modell der Regionalisierung noch einmal zu überprüfen und ggfls. auch weitere Kooperationen zwischen Gemeinden oder auch zwischen Gemeinden und dem Kirchenkreis zu ermöglichen. Zum Hintergrund: Durch einen Beschluss teilte die Herbsttagung der Synode 2013 das Gebiet des Kirchenkreises in die Kooperationsräume Nord, Mitte und Süd auf, in denen die jeweiligen Gemeinden eine bessere Vernetzung und Planung bezüglich Pfarrstellen, Mitarbeitenden und Gebäude untereinander entwickeln sollten, um auch in Zukunft mit Angeboten in den Stadtteilen vertreten zu sein. 

 

Haushaltspläne


 

Weiterer Tagesordnungspunkt der Synode war die Verabschiedung verschiedener Haushaltspläne für das nächste Jahr. So beschlossen die stimmberechtigten Synodalen auch den Haushaltsplan Kirchensteuerverteilungsstelle 2021: Mit 64.509 Mitgliedern in den 15 Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises Duisburg kalkulieren der Kirchenkreis und seine Gemeinden über den Finanzausgleich der Evangelischen Kirche im Rheinland für das Haushaltsjahr 2021 eine Summe von 13.249.504 Euro, doch davon machen die Duisburger Kirchensteuergelder nur rund die Hälfte aus; die andere Hälfte erhält der Duisburger Kirchenkreis über eine Art Solidarausgleich aus einem Topf der Landeskirche, in den reichere Kirchenkreise Finanzmittel beisteuern und aus dem ärmere Kirchenkreise Ausgleichsmittel erhalten. Von der dem Duisburger Kirchenkreis zur Verfügung stehenden Summe werden im Vorwegabzug teilweise Gemeindepfarrstellen, kreiskirchliche Pfarrstellen oder z.B. der Trägeranteil für die Kindergartenarbeit entnommen. Nach diesen Abzügen erhalten die Gemeinden von der restlichen Summe von 8.265.643 Euro einen anteiligen Verteilbetrag von 75,36 % (6.228.989 Euro), der Kirchenkreis 24,64% (2.036.654 Euro). Die beiden Summen sind höher gegenüber dem Vorjahr. Dass auch Duisburg für die Haushaltsplanungen 2021 gegen den Trend noch einmal mit höheren Kirchensteuerzuweisungen rechnen kann liegt an den Beschlüssen der Landessynode von 2020 zur Änderung der Umlagensystematik. Insbesondere von der Absenkung der Versorgungssicherungs- und Beihilfeumlage von 113, 6 auf 31, 9 Millionen Euro profitieren die Kirchenkreise und Gemeinden enorm. Superintendent Schneider warnt jedoch eindringlich: „Dies darf uns aber über den Ernst der Lage nicht hinwegtäuschen. Die Versorgungssicherung stellt für die Landeskirche einen der größten Risikofaktoren dar. Die Corona-Krise hat dieses Risiko noch einmal erhöht. Der Kirchensteuerrückgang wird vermutlich bei Gleichbleiben der Versorgungsverpflichtungen dazu führen, dass die Umlage wieder angehoben werden muss, um die Verpflichtungen zu erfüllen. Ein weiteres Risiko kommt hinzu. In Anlehnung an die Prognosen der Freiburger Studie hatte die Evangelische Kirche im Rheinland für die nächsten Jahre noch einmal mit einer jährlichen Steigerung des Kirchensteueraufkommens gerechnet. Das hätte uns ein Zeitfenster eröffnet, um Anpassungsmaßnahmen vorzubereiten und durchzuführen. Durch die fiskalischen Verwerfungen im Gefolge der Corona-Krise kann davon nicht länger ausgegangen werden. Hinzu kommt, dass die Austrittszahlen der letzten Jahre schon deutlich über dem Niveau liegen, das den Prognosen der Freiburger Studie zugrunde lag. Wir werden also wesentlich schneller als erwartet mit einem deutlichen Rückgang sowohl der Kirchenmitglieder als auch der Kirchensteuereinnahmen rechnen müssen.“ Der Haushalt „Kirchensteuerverteilungsstelle“ sowie alle weiteren beschlossenen Haushaltspläne liegen zur Einsicht vom 20.11.2020 bis 20.12.2020 im Verwaltungsamt, Am Burgacker 14 – 16, öffentlich aus. Interessierte melden sich bitte unter 0203 / 29513106 an.

 

KDA und Laboratorium

 

Mit einem einstimmigen Votum für eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Kirchenkreisen Dinslaken, Duisburg, Moers und Wesel sorgten die Duisburger Synodalen mit dafür, dass auch nach dem Ruhestand von Pfarrer Jürgen Widera und dem Ende  des „Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt“ diese wichtige Arbeit in Form des „Laboratoriums“ (Ev. Zentrum für Arbeit, Bildung und betriebliche Seelsorge) fortgesetzt werden kann. Superintendent Schneider freute sich über diese Lösung, denn durch den KDA sind Menschen mit unserer Kirche in Kontakt gekommen, die sonst kaum einen Berührungspunkt mit uns haben. „Auf diese Weise sind tragfähige Brücken zwischen Kirche und Arbeitswelt entstanden, die wir auch nach dem Ende des KDA noch pflegen und nutzen sollten. (…) Von unserer Landeskirche wünsche ich mir, dass sie der Arbeitswelt und den damit verbundenen sozialethischen Fragenstellungen die gebührende Aufmerksamkeit zukommen lässt.“

 

Info: Die Kreissynode leitet den Kirchenkreis. Sie ist vergleichbar mit dem Parlament auf politischer Ebene. Die Kreissynode setzt sich zusammen aus Pfarrerinnen und Pfarrern und gewählten Presbyterinnen und Presbytern, die von den einzelnen Kirchengemeinden als Delegierte entsandt werden sowie berufenen Mitgliedern. Die Zahl der Theologen darf dabei die der Nicht-Theologen nicht überschreiten. Die Kreissynode trifft sich in der Regel zweimal im Jahr und tagt ein oder zwei Tage. Die Tagungen sind öffentlich.

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Wahlen zum Kreissynodalvorstand

 

Die Kreissynode wählte:

  • Skriba: Pfarrerin Ute Sawatzki
  • 2. Stv. Skriba: Pfarrerin Esther Immer 
  • Synodalälteste: Frank-Michael Rich
  • Stv. 1. Synodalälteste: Lars Bollmann
  • Synodalälteste: Olaf Pütz  
  • Stv. 3. Synodalälteste: Christoph Dehn
  • 5. Synodalälteste: Christiane Schmidt-Holzschneider  
  • Stv. 5. Synodalälteste: Herrn Klaus Andrees

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02.11.2020



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