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Diakonie in Duisburg

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Losung für den 19.04.2021

Der HERR festigt dem die Schritte, dessen Weg ihm gefällt. Kommt er zu Fall, so stürzt er doch nicht, denn der HERR stützt seine Hand. Psalm 37,23-24

In dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. Römer 8,37

Der Direkte Draht

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Stephan Kiepe-Fahrenholz; Foto: www.kirche-duisburg.de, Rolf Schotsch Stephan Kiepe-Fahrenholz; Foto: www.kirche-duisburg.de, Rolf Schotsch

Diakonie

Der streitbare Geschäftsführer der Duisburger Diakonie verabschiedete sich digital

Mit einer großen Videokonferenz feierte der Evangelische Kirchenkreis Duisburg die Verabschiedung von Pastor Stephan Kiepe-Fahrenholz, dem langjährigen Geschäftsführer der Duisburger Diakonie und Sprecher der Diakonischen Konferenz. Aus praktischen Erwägungen wurde dessen Ausstieg aus dem kirchlichen Berufsleben und sein 64. Geburtstag zu einer digitalen Feier zusammengefasst.

Körperlich auf Gratulierweite heran kam ihm dabei nur sein direkter Vorgesetzter Superintendent Dr. Christoph Urban, der mit Handauflegung die liturgische Entpflichtung vornahm. Dem frisch Entlasteten bescheinigte er „riesige Fachkompetenz und beneidenswerten Scharfsinn“, gepaart mit großer Zuverlässigkeit.  „Sie haben darauf bestanden, aus all deinen beruflichen Bezügen gehen zu wollen“, zitierte Urban den angekündigten Totalverzicht des begabten Netzwerkers auf jegliches kirchliche Ehrenamt im Rentenalter. Er fügte vor den knapp 90 digitalen Gästen hinzu, „Dieser Entschluss ehrt Sie.“

Musik hatte Kiepe-Fahrenholz sich von der Jazzsängerin Simone Helle gewünscht, die es in drei Einspielern ihrem auf Abstand gekachelten Publikum doch warm ums Herz werden ließ.

Mit Oberbürgermeister Sören Link meldete sich die Duisburger Politik zu Wort und lobte den „leidenschaftlichen Einsatz und den administrativen Weitblick“ des Diakonikers, ohne dabei seine Streitbarkeit und die „klare, offene und deutliche Art, mit der er seinen Forderungen stets Ausdruck verlieh“ aus dem Gedächtnis zu verlieren.  „Unsere Zusammenarbeit hat uns weit gebracht“, sagte Link zu Kiepe-Fahrenholz, der auch als Sprecher des Verbandes der Freien Wohlfahrtspflege fungiert hat.

Kiepe-Fahrenholz habe als Diakonieleiter ohne eigene Einrichtungen sein Sprecheramt frei von Eigeninteressen wahrnehmen können „und unser Schiff mit den vielen Beibooten sehr ausgewogen geführt und durch manche Krise gesteuert“, bestätigte Petra Keysers vom Vorstand der Caritas. „Du warst die sichere Bank in all den Wechseln der letzten Zeit.“ In den Ruhestand voraus gegangen war dem frisch entpflichteten Pastor sein langjähriger Vorgesetzter Superintendent Armin Schneider. Der erinnerte nun schmunzelnd an lange Diskussionen in den Gremien, die Kiepe-Fahrenholz mit seinen kurzen, pointierten und auch durchaus unverbindlichen Ansagen zu beenden pflegte. „Zu deiner spitzen Feder passt die scharfe Zunge“, brachte Schneider es auf den Punkt, „Wischi-Waschi ist dir ein Gräuel.“

An frühe Kooperation mit dem ehemaligen Pfarrer der damals noch selbständigen Gemeinde Bruckhausen erinnerte sich auch Thomas Krützberg, der als Jugendamtsleiter und Dezernent der Stadt Duisburg (für fast alles) immer mit Kiepe-Fahrenholz in beruflichem Kontakt war. „Du warst meines Wissens seit damals die einzige männliche Kindergartenfachberaterin im Jugendhilfeausschuss“, genderte Krützberg souverän und wurde ernst: „Du bist immer ein starker Lobbyist für die Menschen gewesen, die der Wohlfahrt bedürfen und hast damit für unsere Stadt Großes geleistet“, sagte er.

Ulrich Christofczik, der Moderator der digitalen Feierstunde und Vorstand des Evangelischen Christophoruswerkes outete sich gemeinsam mit Krützberg und Kiepe-Fahrenholz als „Selbsthilfegruppe zur Trauerbegleitung für Schalke 04“ und sie erblickten in der gemeinsamen Treue zu den Königsblauen einen bleibenden Bezug und möglichen Treffpunkt miteinander über den Renteneintritt hinaus.

„Ich habe mich entschlossen, mich über die heutige Feier zu freuen und bin jetzt auch wirklich sehr glücklich damit“, bekannte Kiepe-Fahrenholz, ganz so als hätte es auch ein sang und klangloser Schlusspunkt getan. In seiner Abschiedsrede dankte er einer sehr großen Zahl seiner beruflichen Kontakte persönlich. Er bleibe weiterhin ein störrischer Sohn der Mutter Kirche ließ er die Gäste noch wissen, vor allem dann, wenn die sich mal wieder borniert anstelle.

Text: Sabine Merkelt-Rahm

 

 

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