Gottesdienste

Im Kalender finden Sie die Termine für Gottesdienste in den Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg. Ebenso finden Sie aber auch die Gottesdienste in Krankenhäusern und Einrichtungen.

> weitere Informationen

Missbrauch

In der Evangelischen Kirche im Rheinland gelten Leitlinien zum Umgang mit sexualisierter Gewalt, es gibt klare Verfahrenswege und Hilfen für Betroffene. Hier finden Sie Kontakte und Materialien.

> weitere Informationen

Kircheneintritt

Wir laden Sie ein, neue Erfahrungen mit Gemeinde, Glaube und Gott zu suchen. Wir laden Sie herzlich ein, Mitglied in der Evangelischen Kirche zu werden.

> weitere Informationen

Diakonie in Duisburg

Die Diakonie der evangelischen Kirche in Duisburg bietet Rat, Hilfe und Unterstützung in allen Lebenslagen und ist in sämtlichen Bereichen der sozialen Arbeit tätig.

> weitere Informationen

Losung für den 26.09.2021

Der HERR macht die Blinden sehend. Psalm 146,8

Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid. Epheser 1,18

Der Direkte Draht

Unsere PDF-Adressbroschüre aus dem Bereich der evangelischen Kirche und ihrer Diakonie in Duisburg

> weitere Informationen

Umfrage zum Kirchenaustritt

Sie sind aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Wir bedauern Ihren Schritt, aber wir respektieren ihn auch. Uns interessiert, was Sie zum Austritt bewogen hat.

> weitere Informationen

Service

(v.l.) Oberrabbiner Geballe, Stadtdechant Winkelmann, Pfarrerin Ute Sawatzki, Superintendent Dr. Urban, Oberbürgermeister Link und Gäste; Foto: Rolf Schotsch (v.l.) Oberrabbiner Geballe, Stadtdechant Winkelmann, Pfarrerin Ute Sawatzki, Superintendent Dr. Urban, Oberbürgermeister Link und Gäste; Foto: Rolf Schotsch

Christen und Juden sind "gemeinsam unterwegs"

Gedenken an die deportierten jüdischen Kinder und ein Blick ins moderne jüdische Leben in Duisburg

Barhäuptig im Regen gedachten Mitglieder der jüdischen Gemeinde und der beiden christlichen Kirchen gemeinsam am Mahnmal der 130 jüdischen Kinder, die zwischen 1938 und 1945 vom Duisburger Hauptbahnhof aus in die Vernichtungslager deportiert wurden.

„Ich sehe die Kinder vor mir, wie sie auf dem Bahnhofsvorplatz stehen, herausgerissen aus ihren Familien und einem schrecklichen Schicksal entgegenfahren“, stellte Stadtdechant Roland Winkelmann den Lebenszusammenhang mit knappen Worten dar. Auf dem Mahnmal, das der Künstler Gerhard Losemann schuf, steht „Von dieser Stelle“. Der Künstler war anwesend. Es muss ihn schmerzen, daß „diese Stelle“ immer noch der provisorische Aufstellungsort am Rande des Harry-Epstein-Platzes ist. Und nicht etwa der inzwischen umgestaltete Bahnhofsvorplatz, für den der Kubus aus fingerdicken Stahlplatten ursprünglich gefertigt wurde.

Der Rabbiner David Geballe, Stadtdechant Roland Winkelmann und Christoph Urban, der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises sprachen abwechselnd Psalmen und ein Totengebet aus der jüdischen Gebetstradition. Klagende Musik kam von der zum Glück wetterfesten Geige des Musikprofessors Igor Epstein.

Pfarrerin und Israelkennerin Ute Sawatzki schlug den Bogen von den ermordeten Kindern zur Gegenwart des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. „Das Volk Israel lebt und es lebt auch unter uns“, stellte sie fest. „Wenn die getöteten Duisburger Jüdinnen und Juden wüssten – es gibt wieder eine Synagoge in der Stadt, sie wüssten – die Mörder haben nicht gesiegt.“ Vom Mahnmal aus ging der Zug der Menschen durch die Innenstadt bis vor das jüdische Gemeindezentrum.

Dort zeigte sich der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link „dankbar für die Entwicklung jüdischen Lebens, das für alle sichtbar wieder einen festen Platz in Duisburg gefunden hat.“ Er nannte besonders den jüdischen Kindergarten und die eigene Begräbnisstätte der Gemeinde als offensichtliche Zeichen. „Für mich bleibt es ein Wunder, dass es nach der Schoa in Deutschland ein jüdisches Leben überhaupt gibt und wie die Gemeinde wächst“, sagte Alexander Drehmann, der Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde Duisburg, die inzwischen zweieinhalbtausend Mitglieder stark ist. Für den anhaltenden Dialog zwischen den Religionen machte sich einmal mehr die muslimische Religionspädagogin, Islamwissenschaftlerin und Publizistin Lamya Kaddor stark. Sie hat ihre Kinder im jüdischen Kindergarten und ist oft erstaunt, welche große Toleranz dort gelebt und gelehrt wird.

Text: Sabine Merkelt-Rahm

Das Bild zeigt (v.l.) Oberrabbiner David Geballe, Stadtdechant Roland Winkelmann, Pfarrerin Ute Sawatzki, Superintendent Dr. Christoph Urban, Oberbürgermeister Sören Link und Gäste. 
 

 

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

18.08.2021



© 2021, Kirchenkreis Duisburg
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.