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Kinder des Frauenhauses auf Entdeckungstour; Foto: Diakonisches Werk Duisburg

Kinder des Frauenhauses auf Entdeckungstour; Foto: Diakonisches Werk Duisburg

Handeln

Evangelisches Frauenhaus Duisburg gGmbH

Das Frauenhaus Duisburg wurde 1978 als erstes evangelisches Frauenhaus Deutschlands gegründet und ist in der Stadt ein wichtiger Bestandteil des Unterstützungsnetzes für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Aus akuten Notsituationen herausfinden jährlich etwa 140 Frauen und Kinder Zuflucht, Schutz und Beratung unter dem Dach des Frauenhauses.

Gerade für die Kinder ist das Haus ein weichenstellender Ort: Hier bekommen sie oft erstmalig Kontakt zu anderen Kindern, die Ähnliches erlebt haben und lernen, frei über das Erlebte zu sprechen. Das tun sie in einem geschützten Rahmen, den sie selber bestimmen. „Alle Kinder die in unser Haus kommen, haben in den Familien eine Atmosphäre erlebt, die von Angst, Unsicherheit, Gewalt, Druck und Instabilität gekennzeichnet war“, sagt Karin Bartl, die im Oktober Christine Trenz als Leiterin des Frauenhauses abgelöst hat. „Die Kinder sind, wie ihre Mütter, von Gewalt und Misshandlung gleichermaßen betroffen. Hier gibt es keinen Unterschied, ob Kinder Gewalt direkt am eigenen Körper erleiden oder diese nur beobachten und mit anhören mussten. Gewalt in der Familie stellt immer eine Bedrohung für das Kindeswohl und die kindliche Entwicklung dar“, ergänzt Sabine Plankert, die im Frauenhaus für die pädagogische Betreuung der Kinder zuständig ist. Die Gespräche mit den Kindern sind intensiv, aber sie verändern sich mit der Zeit. Was die Kinder oft zu Beginn nur flüsternd und umschreibend aussprechen können: „Als der Papa so Sachen gemacht hat, weswegen wir hier hingekommen sind…“, geht mit der Zeit in ein offenes Erzählen über. Neben dieser Form der Aufarbeitung ist aber auch das Toben und Spielen ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Das Frauenhaus hatte lange einen Spielplatz im geschützten Gartenbereich des Hinterhofes. Aus Sicherheitsgründen mussten dann aber die alten Spielgeräte abgebaut werden. Durch eine großzügige Spende der Sparkasse Duisburg von 90.000 Euro konnten nicht nur existentielle Kosten des Frauenhauses gedeckt, sondern auch neue Spielgeräte angeschafft werden. Ablenkung und Spiel helfen den Kleinen sehr, die traumatischen und beängstigenden Erfahrungen besser zu verarbeiten. Auch die Mütter werden entlastet, wenn sie das Frauenhaus für einen Spielplatzbesuch mit ihren Kindern nicht mehr verlassen müssen, was in einigen Fällen durchaus ein Gefahrenpotential darstellen könnte. Das Frauenhaus lässt Frauen mit ihren Kindern zur Ruhe kommen, sie erfahren Schutz und Zuflucht, erhalten aber auch gezielte Beratung und Betreuung. Es gibt praktische Hilfe im Umgang mit Behörden und Institutionen. Die Frauen lernen weitere Unterstützungsmöglichkeiten kennen und erarbeiten sich eigene, unabhängige Strukturen. Das hilft ihnen dabei, den Blick für neue Zukunftsperspektiven zu öffnen.


Bis heute wird die Einrichtung, die misshandelten Frauen und deren Kindern eine Zufluchtsstätte bietet, nur zu einem Teil aus öffentlichen Mitteln finanziert. Das Frauenhaus ist auf Spenden angewiesen Ohne Spender könnte das Frauenhaus nicht existieren.

Spendenkonto:
Bank für Kirche und Diakonie eG. Duisburg
IBAN: DE39 3506 0190 1011 8770 16
BIC: GENODED1DKD

Ev. Frauenhaus Duisburg
Tel.: 0203 370073
Fax: 0203 373116
E-Mail: info@frauenhaus-duisburg.de
Web: www.frauenhaus-duisburg.de
Gesellschafter: Evangelisches Christophoruswerk e.V.
Geschäftsführer: Ulrich Christofczik; Leitung: Karin Bartl

Der Standort des Hauses wird nicht öffentlich bekannt gegeben. Die Gesellschaft betreibt ergänzend eine Beratungsstelle mit vereinbarten telefonischen und persönlichen Beratungen sowie einer offenen Sprechstunde.

22.03.2016


Losung für den 19.09.2020

Gott ist weise und mächtig; wer stellte sich ihm entgegen und blieb unversehrt? Hiob 9,4

Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug. Römer 12,16