Gottesdienste

Im Kalender finden Sie die Termine für Gottesdienste in den Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg. Ebenso finden Sie aber auch die Gottesdienste in Krankenhäusern und Einrichtungen.

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Veranstaltungen

Konzerte, Musik, besondere Gottesdienste, Kulturveranstaltungen etc.

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Kircheneintritt

Wir laden Sie ein, neue Erfahrungen mit Gemeinde, Glaube und Gott zu suchen. Wir laden Sie herzlich ein, Mitglied in der Evangelischen Kirche zu werden.

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Diakonie in Duisburg

Die Diakonie der evangelischen Kirche in Duisburg bietet Rat, Hilfe und Unterstützung in allen Lebenslagen und ist in sämtlichen Bereichen der sozialen Arbeit tätig.

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Losung für den 15.12.2019

Zu schwer lasten unsere Vergehen auf uns, du allein kannst sie vergeben. Psalm 65,4

Zacharias sprach: 

Du, Kindlein, wirst Prophet des Höchsten heißen. Denn du wirst dem Herrn vorangehen, dass du seinen Weg bereitest und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk in der Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes, durch die uns besuchen wird das aufgehende Licht aus der Höhe. Lukas 1,76-78

Umfrage zum Kirchenaustritt

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Service

Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg Foto: Ev. Kirchenkreis Duisburg

Synodentagung November 2018

Hören, nachdenken, diskutieren und abstimmen

Gespräche mit der Stadt und anderen Kirchen zur Finanzierung einer Koordinatorenstelle Notfallseelsorge und Überlegungen zur Einrichtung eines hauptamtlichen Superintendenamtes sind Aufgaben, die das evangelische Kirchenparlament am letzten Wochenende gesetzt hat.

Die Aussprache zu den Berichten aus Gemeinden, Einrichtungen und Werken über die Arbeit der letzten zwölf Monate sind immer die ersten Punkte beim den Herbsttagungen der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg. So wurde auch am Freitag, 16. November 2018 im Meidericher Gemeindezentrum zunächst der Jahresbericht des Superintendenten vorgestellt.

Dieser ging nach einer Auslegung der Jahreslosung auf Ereignisse und Entwicklungen ein, die ihn, den Kirchenkreis und seine Gemeinden im letzten Jahr beschäftigten. Dazu gehörte das Schicksal der Flüchtlinge, die über das Mittelmeer ihren Weg nach Europa suchen und durch die private Seenotrettung nicht gerettet werden dürfen. Superintendent Schneider verwies dabei auch auf die Demonstration am 1. September in Duisburg, zu der die Seebrücke aufgerufen hatte und die die evangelischen Kirchenkreise Duisburg und Moers unterstützt hatten. „Wir haben uns bewusst als Christen zu Wort gemeldet und in unserem Aufruf deutlich gemacht, dass die derzeitige Migrations- und Asylpolitik in Europa mit unserem Verständnis von christlicher Nächstenliebe nicht zu vereinbaren ist.“ Zudem erinnerte er auch an die Verfolgung und Diskriminierung von Juden in Deutschland: „Ich schäme ich mich dafür, dass 80 Jahre nach der Pogromnacht jüdische Einrichtungen in unserem Land noch geschützt werden müssen. Der in unserem Land immer latent vorhandene Antisemitismus nimmt nicht ab, sondern im Gegenteil: er meldet sich ungenierter zu Wort als in früheren Jahren.“

In seinem Bericht schlug Superintendent Schneider den Presbyterien und kreiskirchlichen Gremien vor, die Frage zu diskutieren, ob das Superintendentenamt im Evangelischen Kirchenkreis Duisburg künftig im Hauptamt ausgeübt werden soll. Hintergrund ist die Tatsache, dass im November 2020 die Neubesetzung der Position des Superintendenten ansteht. Superintendent Schneider, der im Sommer 2020 65 Jahre alt wird und dann in den Ruhestand geht, will den Kreissynodalvorstand bitten, der Synode auf ihrer Tagung im Sommer 2019 eine entsprechende Vorlage zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen. „Unabhängig davon, wie die Entscheidung der Synode ausfällt, bliebe dann noch ausreichend Zeit, die Wahl im November 2020 angemessen vorzubereiten.“ Für das Hauptamt-Modell spricht die enorme Fülle von Aufgaben, die ein Superintendent zu bewältigen hat. Darüber hinaus kann die Unabhängigkeit von der Gemeindearbeit auch ein Vorteil sein. Skeptiker in der evangelischen Kirche im Rheinland hingegen vertreten die Auffassung, dass die Verwurzelung in einer Gemeinde unverzichtbar ist, damit sich eine Superintendentin oder ein Superintendent nicht von der Basis entferne. Einige der 36 Kirchenkreise der Evangelischen Kirche im Rheinland verfahren nach diesem neuen Modell. So war Solingen z.B. der erste Kirchenkreis der rheinischen Kirche, der das Superintendentenamt nicht aus den Reihen des eigenen Pfarrkollegiums besetzte. In der Mehrheit der Kirchenkreise hingegen - auch in Duisburg - arbeiten die Superintendentinnen und Superintendenten auf der Grundlage des alten Modells, wonach Dreiviertel der Arbeitszeit für die Führung des Kirchenkreises, ein Viertel für Aufgaben in der Heimatgemeinde bzw. in der kreiskirchlichen Pfarrstelle verwendet werden. Trotz dieser Aufteilung der Dienstpflichten gilt eine Superintendanz damit als Nebenamt. Der Jahresbericht ist im Internet unter www.kirche-duisburg.de nachzulesen.

Weiterer Tagesordnungspunkt am Freitag war die Verabschiedung verschiedener Haushaltspläne für das nächste Jahr. So beschlossen die Stimmberechtigten, die gewählten Vertreterinnen und Vertreter aus den 15 Gemeinden sowie berufene Mitglieder, auch den Haushaltsplan Kirchensteuerverteilungsstelle 2019: Mit 67.970 Mitgliedern in den 15 Gemeinden des evangelischen Kirchenkreises Duisburg kalkulieren der Kirchenkreis und seine Gemeinden über den Finanzausgleich der Evangelischen Kirche im Rheinland für das Haushaltsjahr 2019 mit 175 Euro pro Gemeindeglied. Dies entspricht einer Summe von 11.894.750 Euro, doch davon machen die Duisburger Kirchensteuergelder nur rund die Hälfte der Summe aus; die andere Hälfte erhält der Duisburger Kirchenkreis über eine Art Solidarausgleich aus einem Topf der Landeskirche, in den reichere Kirchenkreise Finanzmittel beisteuern und aus dem ärmere Kirchenkreise Ausgleichsmittel erhalten.

Von der dem Duisburger Kirchenkreis zur Verfügung stehenden Summe werden im Vorwegabzug teilweise Gemeindepfarrstellen, kreiskirchliche Pfarrstellen oder z.B. der Trägeranteil für die Kindergartenarbeit entnommen. Nach diesen Abzügen erhalten die Gemeinden von der restlichen Summe von 7.175.823 Euro einen anteiligen Verteilbetrag von 75,36 % (5.407.451 Euro), der Kirchenkreis 24,64% (1.768.372 Euro). Die beiden Summen unterscheiden sich nur unwesentlich von denen des Vorjahres; wie sie sich in den nächsten Jahren entwickeln, ist von vielen Faktoren abhängig: Ausschlaggebend ist, dass die zu verteilende Summe in der evangelischen Kirche im Rheinland durch die wirtschaftliche Entwicklung und die damit verbundenen Kirchensteuerzahlungen bedingt wird. Die Höhe hängt auch davon ab, wie viele evangelische Kirchenmitglieder kirchensteuerpflichtig arbeiten. Der Haushalt „Kirchensteuerverteilungsstelle“ sowie alle weiteren beschlossenen Haushaltspläne liegen zur Einsicht vom 20.11.2018 bis 20.12.2018 im Verwaltungsamt, Am Burgacker 14 – 16, öffentlich aus. Interessierte melden sich bitte unter 0203 / 29513106 an.

Die Tagung wurde im Meidericher Gemeindezentrum Samstag früh nach der Andacht fortgesetzt. So erinnerte der Bericht zum Pfarrstellenrahmenplan die Synodalen daran, dass es bei dem zu erwartenden Rückgang der Gemeindegliederzahlen im Duisburger Kirchenkreis 2030 vermutlich höchstens noch die Hälfte der jetzigen Pfarrstellen geben werde. Da Pfarrernachwuchs fehle, dürfte es jedoch schwer werden, selbst die verbleibenden Pfarrstellen zu besetzen. Denn bis 2030 werden durch anstehende Verrentungen allein 21 Gemeindepfarrstellen sowie 9 kreiskirchliche Pfarrstellen vakant. Welche Pfarrstellen in Gemeinden und Kirchenkreis auch 2030 erhalten bleiben und besetzt werden sollen, ist Teil der weiterführenden Planungen, die u.a. auch von zugewiesenen Pfarrstellenkontingenten der Landeskirche bestimmt werden.

Außerdem beschäftigten sich die Synodalen mit der Neukonzeption der Duisburger Notfallseelsorge. Diese war bereits Thema der Sommertagung, wobei nun die neu entworfene Konzeption vorgelegt werden konnte. Diese sieht den Einsatz ehrenamtlicher Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger vor. Durch einen Beschluss dokumentierte das Kirchenparlament jetzt auch die Notwendigkeit, dass die ehrenamtlichen Notfallseelsorger unbedingt durch einen hauptamtlichen Ansprechpartner betreut werden sollen. Die Kreissynode soll daher auch prüfen, wie der Kirchenkreis 50 Prozent einer solchen Stelle finanzieren kann. Die Konzeption selbst soll erst auf der Sommertagung im nächsten Jahr verabschiedet werden. Die Synode bat aber die AG Notfallseelsorge, mit der Ausbildung der Ehrenamtlichen bereits ab Januar 2019 zu beginnen. Bis zur Sommertagung hingegen soll mit den Kirchenkreisen Moers und Dinslaken, der katholischen Kirche und den Freikirchen in Duisburg und der Stadt Duisburg als möglichen Kooperationspartnern deren Beteiligung an der Finanzierung der hauptamtlichen Stelle geklärt werden.

Auf der Tagung wurde die Synodale und Gäste außerdem über Planungen für ein Tauffest informiert, das im nächsten Jahr gefeiert werden soll. Superintendent Schneider hatte das Thema schon in seinem Jahresbericht aufgegriffen und schrieb: „Dieses Thema erneut ins Bewusstsein zu bringen und es in unserer – immer noch – volkskirchlichen Situation zu entfalten und fruchtbar zu machen, halte ich für eine lohnende Aufgabe. Nicht zuletzt macht es uns selbst bewusst, welches Gottesgeschenk uns mit der Taufe gegeben ist.“ Beim ersten Tauffest des Kirchenkreises vor sieben Jahren feierten 1.000 Menschen einen lebendigen Gottesdienst in der Gießhalle des Landschaftsparkes Duisburg-Nord; anschließend wurden 76 Menschen – vom Erwachsenen bis zum Kleinkind aus 58 verschiedenen Familien – an insgesamt acht Stationen auf dem Gelände des Landschaftsparkes getauft. Für das Tauffest im nächsten Jahr sollen mehr als 2.500 Familien mit mindestens einem evangelischen Elternteil und mindestens einem ungetauften Kind im Alter von bis zu sieben Jahren angeschrieben werden. Getauft und gefeiert wird dann am 29. Juni 2019 am großen See des Freibades in Großenbaum.

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg kommt das nächste Mal am 14. und 15. Juni 2019 zu einer Tagung zusammen. Die Kreissynode leitet den Kirchenkreis. Sie ist vergleichbar mit dem Parlament auf politischer Ebene. Die Kreissynode setzt sich zusammen aus Pfarrerinnen und Pfarrern und gewählten Presbyterinnen und Presbytern, die von den einzelnen Kirchengemeinden als Delegierte entsandt werden sowie berufenen Mitgliedern. Die Zahl der Theologen darf dabei die der Nicht-Theologen nicht überschreiten. Die Kreissynode trifft sich in der Regel zweimal im Jahr und tagt ein oder zwei Tage. Die Tagungen sind öffentlich.

 

Das Foto zeigt die anlässlich des 9. November 2018 von Kirchenkreis und Diakonie veröffentlichte Erklärung gegen Antisemitismus und Rassismus. Daneben die Liste mit den Unterschriften derer, die ihre Unterstützung zur Erklärung dokumentieren. Über 250 Menschen haben bisher unterschrieben, davon viele Synodale und Gäste der Tagung. Erklärung und Unterschriften finden ihren Platz in der Gedenkkapelle an der Junkernstraße. Die Erklärung ist auf dieser Seite weiter unten als PDF zu lesen.

Die Gedenkkapelle wurde 1987 an der Stelle errichtet, an der die zerstörte Synagoge stand. Anlässlich der Einweihung sagte der damalige Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Jaques Marx: „Heute am 7. Tamus 5747 habe ich die traurige Ehre, als Leiter der jüdischen Gemeinde - auf ihrer ehemaligen Stelle - festzustellen, dass nichts mehr davon übrig geblieben ist ...“ Und an Pfarrer Hinnenberg gewandt sagte er im Blick auf die Errichtung der Gedenkkapelle: „Ich weiß auch, dass Sie nicht ein jüdisches Denkmal mit einem christlichen überdecken, vielmehr werden Sie hier ständig das Andenken an unser Gotteshaus wach halten, so dass auch die Schatten nicht verdrängt und vergessen werden.“ (Zitat aus der Dokumentation zur Gedenkkapelle an der Junkernstraße, zu beziehen bei der Gemeinde Alt-Duisburg - www.ekadu.de)

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09.11.2018



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