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Kircheneintritt

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Diakonie in Duisburg

Die Diakonie der evangelischen Kirche in Duisburg bietet Rat, Hilfe und Unterstützung in allen Lebenslagen und ist in sämtlichen Bereichen der sozialen Arbeit tätig.

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Losung für den 18.10.2019

Wer der Gerechtigkeit und Güte nachjagt, der findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre. Sprüche 21,21

Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. Römer 14,17

Umfrage zum Kirchenaustritt

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Service

Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg Foto: Evangelischer Kirchenkreis Duisburg

Tagung der Synode Juni 2019

„Frieden“ im Mittelpunkt der Tagung des evangelischen Kirchenparlamentes

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg ist vergleichbar mit einem Parlament auf politischer Ebene. Dessen Abgeordnete sind Pfarrerinnen und Pfarrer, gewählte Presbyterinnen und Presbyter der 15 Kirchengemeinden sowie berufene Mitglieder, die gemeinsam den Kirchenkreis leiten. Bei der diesjährigen Frühjahrstagung steht das Thema „Frieden“ im Mittelpunkt.

"Frieden" - das Schwerpunktthema

Der Freitag stand ganz im Zeichen des Schwerpunktthemas „Frieden“ - zuerst im Gottesdienst und in dessen Predigt (s. Download auf dieser Seite unten) in der Duisserner Notkirche und danach in der Lutherkirche mit einem Impulsvortrag von Anja Vollendorf (s. Download auf dieser Seite unten). Die Kirchenrätin stellte die Broschüre „Auf dem Weg zum gerechten Frieden“ vor, die anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren als Friedenswort von der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) im Jahr 2018 verfasst wurde und nun als Grundlage für Diskussionen zum Thema Frieden für Kirchenkreise, Gemeinden, Gremien und Gruppen innerhalb der EKiR dient. Auf der Tagung der Duisburger Synode hatten Abgeordnete und Gäste Gelegenheit, sich in Arbeitsgruppen mit denen im Friedenswort beschriebenen Dimensionen des Weges zum gerechten Frieden zu befassen: „Friede in der Gemeinschaft“, „Friede zwischen den Völkern“, „Friede mit der Erde“ und „Friede in der Wirtschaft“. Zudem diskutierten die Menschen in den Arbeitsgruppen, an welchen Stellen es schon Engagement für den Frieden gibt und was konkrete Maßnahmen für die Gemeinden sind. Die Abgeordneten des Duisburger Kirchenparlamentes - das sind Pfarrerinnen und Pfarrer, gewählte Presbyterinnen und Presbyter der 15 Kirchengemeinden sowie berufene Mitglieder, die gemeinsam den Kirchenkreis leiten - baten in ihrem Beschluss die Gemeinden, sich ebenfalls mit dem Friedenswort der EKiR auseinanderzusetzen, damit die Duisburger Kreissynode auf der Frühjahrstagung 2020 die Rückmeldung für die Landeskirche beschließen kann. Den Weg zur Kirche des gerechten Friedens der Evangelischen Kirche im Rheinland geht die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg jetzt schon mit, denn die Abgeordneten beschlossen: „Wir suchen den gerechten Frieden: in unserem Gemeinwesen – so dass alle Menschen frei von Angst leben können, mit unserer Erde – so dass alles Leben nachhaltig ist; im globalisierten Markt z.B. als Verbraucher und Konsumenten – so dass jeder Mensch in Würde leben kann; unter den Völkern – so dass das Leben aller Menschen geschützt ist.“

Initiativantrag zum geplanten Kita-Gestetz

Zusätzlich zur regulären Tagesordnung behandelten die Synodalen einen Initiativantrag. Dieser nimmt die von der Synode des Kirchenkreises Essen formulierte Kritik am Referentenentwurf eines neuen Kinderbildungsgesetzes in NRW auf. Die Nachbarn fordern eine deutliche Entlastung der freien Träger bei den Trägeranteilen und Nachbesserungen im Gesetzentwurf (s. Wortlaut auf dieser externen Seite: http://www.kirche-essen.de/?file=kreissynode). Die Duisburger Synode schloss sich dem einstimmig an und bittet Kita-Träger und Diakonie, auch in Duisburg Politik und Verwaltung der Kommune „auf die Problematik aufmerksam zu machen.“

Die Notfallseelsorge

Der Hilferuf der Notfallseelsorge ist seit zwei Jahren Thema jeder Synodaltagung: Es entstehen aufgrund zunehmender Ruhestände von Pfarrerinnen und Pfarrern und steigender Belastungen von Pfarrerinnen und Pfarrern Lücken im Dienstplan, die selbst durch doppelte und mehrfache Dienste Einzelner nicht mehr zu schließen sind. Die Synodalen haben jetzt mit großer Mehrheit für ein neues Konzept gestimmt, das zwingend die Beteiligung ehrenamtlicher Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger vorsieht, weil ohne deren Beteiligung schon in naher Zukunft, Notfallseelsorge in Duisburg nicht mehr verlässlich angeboten werden kann. Auch der Einschätzung, dass zur Begleitung und Koordination dieser wichtigen Arbeit eine hauptamtliche Stelle unbedingt notwendig ist, schlossen sich die Synodalen an und stimmten zudem für eine 50% Beteiligung des Duisburger Kirchenkreises an der Finanzierung der Stelle. Weitere Kooperationspartner für das Arbeitsgebiet sollen gesucht werden.

Superintendentenamt als Hauptamt

Ebenso votierten die Abgeordneten des Kirchenparlamentes mit nur zwei Gegenstimmen und wenigen Enthaltungen dafür, dass die schon 2020 anstehende Neubesetzung der Position des Superintendentenamtes im Hauptamt erfolgen soll. In der Diskussion zeigte sich, dass die enorme Fülle von Aufgaben, die ein Superintendent zu bewältigen hat, für dieses Modell spreche. Darüber hinaus könne die Unabhängigkeit von der Gemeindearbeit auch ein Vorteil sein. Ein Nachteil des Hauptamtes aber sei, hieß es in der Diskussion, dass eine Person in dieser Position „geerdet“ sein müsse. Dies gehe nur, wenn sie gleichzeitig auch eine gemeindliche oder kreiskirchliche Pfarrstelle wahrnehmen würde. Dies ist die Idee des alten Modells, nach dem Superintendent Armin Schneider arbeitet. Er geht im nächsten Jahr in den Ruhestand und hatte selbst die Diskussion um das Hauptamt vorgeschlagen. Er arbeitet als Superintendent im „Nebenamt“, wo Dreiviertel der Arbeitszeit für die Führung des Kirchenkreises vorgesehen ist und ein Viertel für die Aufgaben in der Heimatgemeinde bzw. im Falle von Superintendent Schneider in der Krankenhausseelsorge. Wann sich Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland auf das Superintendentenamt des Evangelischen Kirchenkreises bewerben können, steht noch nicht fest, da die Einrichtung der neuen kreiskirchlichen Stelle von der Landeskirche genehmigt werden muss.  

Das Thema "Jugendarbeit"

Durch ihre Stimmen haben die Synodalen auch den Weg zur Neubesetzung der Stelle des kreiskirchlichen Jugendreferates frei gemacht. Zugleich votierten die Delegierten des Kirchenparlamentes für die Einrichtung einer „Trägerkonferenz Jugendarbeit“, in der Gemeinden, Einrichtungen und Werke, die Anbieter in diesem Arbeitsfeld sind, zur Bündelung und Koordinierung der Interessen zusammenkommen. So ist z.B. die Auswertung relevanter Änderungen an den gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der Jugendarbeit eine ihrer Aufgaben. Ebenfalls beschlossen wurde die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft „Evangelische Jugend im Kirchenkreis Duisburg“. Sie soll die Interessen und Belange von Kindern und Jugendlichen sowie der in der Kinder- und Jugendarbeit ehrenamtlich Tätigen im Bereich des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg vertreten. Dies soll z.B. durch Beratung und Verabredung jugendpolitischer Zielsetzungen evangelischer Jugendarbeit in Duisburg und durch Beteiligung an der Meinungsbildung zu theologischen, pädagogischen und jugendpolitischen Themen in der Evangelischen Jugend im Rheinland geschehen. 

Entwicklungen im Kirchenkreis und den drei Regionen

Einen Blick in die Zukunft lieferten vier Berichte, die erwartbare künftige Entwicklungen beschreiben sollen und den Synodalen vorgelegt wurden. Den Anfang machte der von Superintendent Schneider vorgelegte Bericht, der für den Kreissynodalvorstand deutlich machte, dass der prognostizierte deutliche Rückgang des Kirchensteueraufkommens ab dem Jahr 2023 Folgen haben werde. Er mache nämlich in den kommenden Jahren auf Ebene des Kirchenkreises eine Aufgabenkritik bei seinen Arbeitsfeldern, wie Bildung, Seelsorge, Diakonie oder Presse, „unumgänglich“. Ebenfalls sollte die Frage in den Blick genommen werden, ob mittelfristig Kooperationen oder sogar Fusionen mit benachbarten Kirchenkreisen als notwendig erachtet werden. Zunächst soll sich der Kreissynodalvorstand mit dieser Angelegenheit beschäftigen.

Berichte gab es auch zu den drei Regionen, zu denen sich 2014 jeweils die fünf Gemeinden des Duisburger Südens, vier in der Mitte der Stadt und sechs im Norden zusammengeschlossen haben. Das Ziel der Regionen ist es, zu einer gemeinsamen Personal- und Gebäudeplanung kommen, um auch in Zukunft mit ihren Angeboten in den Stadtteilen vertreten zu sein.

Die Nordregion hat in der Zwischenzeit acht Projektgruppen zu verschiedenen Themen eingerichtet, wobei eine über ein gemeinsames, handlungs- und entscheidungsfähiges Leitungsgremium berät, das notwendig ist, um gemeinsam theologische und nichttheologische Mitarbeitende beschäftigen zu können und somit auch Voraussetzung für die weitere Entwicklung der Nordregion. Nach den aktuellen Berechnungen hinsichtlich der erwarteten Mitgliederentwicklung wird die Region Nord in 2030 über 5,10 Pfarrstellen verfügen; derzeit gibt es dort 11,01 Pfarrstellen.

Die Region Mitte berichtete schon auf der Synodentagung Juni 2017, dass die vier Gemeinden bis zu den Presbyteriumswahlen 2024 eine Gesamtgemeinde bilden wollen. Sie wird laut Prognose 2030 über 3,42 Pfarrstellen verfügen (derzeit 7,04). Drei Gottesdienststätten mit entsprechenden Gemeinderäumen auf die Region verteilt seien deshalb 2030 „auf jeden Fall möglich“, heißt es im aktuellen Bericht.
Die Gemeinden der Süd-Region verfügen derzeit über 8,31 Pfarrstellen. Die Prognose für 2030 geht von 4,73 aus. In zwei Arbeitsgruppen sollen konkrete inhaltliche Fragen und sowie strukturelle Fragen und Optionen abgeklärt werden, heißt es im Bericht. Ein gemeinsamer Presbytertag habe die Entwicklung in der Region Süd stark vorangetrieben. Es gab ein einstimmiges Votum, den produktiven Prozess fortzusetzen. Die Annäherung sei bereits sichtbar durch den gemeinsamen Jugendgottesdienst für die Konfirmanden aller Gemeinden, der in diesem Jahr wiederholt werden soll. Geplant sind zudem eine Predigtreihe mit Kanzeltausch, ein gemeinsamer Gottesdienst aller Gemeinden und Seiten in den Gemeindebriefen mit Infos aus der Region Süd.

Im November werden Kreissynodalvorstand und die drei Gemeinderegionen den Synodalen über erwartbare zukünftige Entwicklungen und Planungen erneut berichten. Die Tagung ist öffentlich.

Wahlen: 

Zum Ende der Tagung gab es Nachwahlen:

  • Im Fachausschuss Verwaltung war die Position der Stellvertretung der Evangelischen Kirchengemeinde Duisburg-Hochfeld nicht besetzt. Gewählt wurde Stefan Wilken.
  • Im Nominierungsausschuss des Kirchenkreises war die Position der Stellvertretung für den 2. Abgeordneten, Reiner Terhorst der Evangelischen Kirchengemeinde Neumühl neu zu besetzen. Aus der Gemeinde wurde Ute Bütau vorgeschlagen; die Kreissynode wählte sie als Vertreterin des 2. Abgeordneten.
  • Im Kirchensteuerverteilungsausschuss war die Position des 1. Abgeordneten der Evangelischen Kirchengemeinde Neumühl neu zu besetzen. Aus der Gemeinde wurde Felix Usche vorgeschlagen; die Kreissynode wählte ihn als Abgeordneten.

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07.06.2019



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